Gespräch zwischen Alexander Alberro (Virginia Bloedel Wright ‘51 Professor für Kunstgeschichte, Barnard College / Columbia University, New York), Dan Graham (Künstler und Autor, New York), Caitlin MacBride (Künstlerin, New York), Cameron Rowland (Künstler, New York), moderiert von John Miller

Onlinepräsentation, in englischer Sprache

Design gilt als etwas, das sich gegenständlich, gebaut und physisch in der Welt manifestiert, während Ideologie als subjektiv, mental und immateriell konstituiert angenommen wird. Die Online-Diskussion anlässlich der Ausstellung Lost in America nimmt die Gemeinsamkeiten und die gegenseitige Durchdringung beider Felder in den Blick. Alexander Alberro, Dan Graham, Caitlin MacBride und Cameron Rowland sprechen mit John Miller darüber, welchen Einfluss Ideologie auf die Warenproduktion in den USA hat und wie die Produktionskraft der Vereinigten Staaten von Amerika zu bestimmten Ideologien wie etwa Fordismus, amerikanischem Exzeptionalismus oder Isolationismus geführt hat. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Frage, wie sich die Dialektik zwischen Design und Ideologie im Informationszeitalter sowie während einer sich immer weiter verschärfenden Klimakrise gestaltet.

Hier geht es zum Video der Diskussionsrunde

Mit Lost in America präsentiert der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) eine Gruppenausstellung, die mit Werken US-amerikanischer Kunst seit 1938 bis heute den Blick auf die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in den USA schärft. Im Zentrum steht die Reflexion US-amerikanischer Geschichte sowie die Untersuchung jener Einflüsse und Entwicklungen, die die amerikanische Identität durch ihre spezifische nationale und politische Ökonomie geprägt haben – insbesondere die Institution der Sklaverei und ihr tragisches Erbe in Hinsicht auf die Kultur und das Alltagsleben. Die Auseinandersetzung mit dem Rassismus und seiner Eingebundenheit in eine neoliberale Agenda, die soziale Diskurse wie politische Entscheidungen wesentlich beeinflusst, ist eines der wesentlichen Themen der Ausstellung. Lost in America beschäftigt sich mit der ideologischen Formation von Produktionsverhältnissen, von Stadtplanung, Architektur und Design sowie der darüber erfolgenden Institutionalisierung diskriminierender Dispositive. Dabei unterstreicht sie nicht zuletzt das appellatorische Potential jener Form systemischer Sozialanalyse, die für konzeptuelle Kunstpraktiken konstitutiv ist.

Weitere Online-Veranstaltungen – Save the Date

Donnerstag, 1. Oktober 2020
Institution and Subjectivity as Social Constructs
Gespräch zwischen Carver Audain (Künstler, New York), Eric de Bruyn (Professor für moderne und zeitgenössische Kunst, Freie Universität Berlin), Coco Fusco (Künstlerin und Autorin, New York), Calla Henkel und Max Pitegoff (Künstler*innen, Berlin), moderiert von John Miller
In englischer Sprache

Freitag, 30. Oktober 2020
Falling Apart Together
Online-Screening zur Ausstellung mit Werken u. a. von Vito Acconci, Robert Ashley, Ardele Lister, Martha Rosler, Corinna Schnitt, Robert Wilson aus der Sammlung des n.b.k. Video-Forums, ausgewählt von Anna Lena Seiser (Leiterin n.b.k. Video-Forum)

Weitere Informationen zum n.b.k. und unserem Programm finden Sie auf unserer Website www.nbk.org.

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