Dieses Jahr war alles anders: Neben vielem anderen hat die Corona-Pandemie auch die Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich zum Erliegen gebracht. Im Frühjahr und Sommer fanden keinerlei Veranstaltungen statt, und die Arbeitsbedingungen in der Verwaltung waren stark reglementiert. Dadurch hat sich auch der sonst sommerliche Arbeitsbeginn der Commerzbank-Uumweltpraktikantinnen verschoben. Doch nun kann es losgehen! Darüber freut sich die Nationalparkverwaltung genauso wie Stefan Koch, als Marktbereichsleiter verantwortlich für die Commerzbank-Filialen in Mühlhausen und Heiligenstadt. Am 23. 9.traf er sich mit den beiden Umweltpraktikantinnen Judith Schollmeyer und Gesine Langlotz sowie Nationalparkleiter  Manfred Großmann unter freiem Himmel im Nationalpark. Gemeinsam nutzten sie die Gelegenheit, in der ganz neu eröffneten Abenteuerwildnis „Im Reich des Fagati“ am Baumkronenpfad nach diesem geheimnisvollen Waldwesen Ausschau zu halten.

„Seit mittlerweile über 20 Jahren ist der Nationalpark Projektpartner des Umweltpraktikums. Aufgrund dieser großen Kontinuität sind die Commerzbank-Umweltpraktikanten schon lange ein fester Bestandteil unseres Umweltbildungsteams und unverzichtbar für die erfolgreiche Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich“, betont Manfred Großmann. „Die Commerzbank unterstützt die Studierenden mit einem Praktikantenentgelt und trägt die Unterkunftskosten für das dreimonatige Praktikum. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung der Studierenden“, erläutert Stefan Koch. „Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz“, so der Marktbereichsleiter.

Zum überwiegenden Teil sind Commerzbank-Umweltpraktikantinnen Studierende der Naturwissenschaften, die häufig bereits Erfahrungen in der Umweltbildung mitbringen. Von diesem Knowhow profitiert der Nationalpark in ganz besonderer Weise. So auch bei den derzeitigen Commerzbank-Umweltpraktikantinnen:

Im Rahmen des 5. Semesters ihres Studiums der ,,Forstwissenschaften und Waldökologie“ in Göttingen freut sich Judith Schollmeyer über die Möglichkeit, 3 Monate Teil des Umweltbildungsteams der Nationalparkverwaltung zu sein. Unweit vom Hainich aufgewachsen, war der Nationalpark schon recht früh ein Begriff für sie. Der Gedanke, Gelerntes regional zu verknüpfen und den Nationalpark auch einmal abseits der schönen Wanderwege aus anderen Perspektiven zu betrachten, bewegte die 22-Jährige zu dem Praktikum im Hainich. An erster Stelle stehe dabei der Wunsch herauszufinden, mit welchen Methoden sie ein positives Naturverständnis ihrer Mitmenschen bestärken und Konflikte zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Anliegen lösen kann.

Gesine Langlotz ist auch seit Anfang September Commerzbank-Praktikantin. Sie studiert in einem der ersten Jahrgänge den Studiengang Umweltbildung am Bodensee. Bisher beschäftigte sich die 25-Jährige viel mit dem Thema Landwirtschaft und gibt Obstbaumschnittkurse für Erwachsene. In ihrem Praxissemester im Hainich möchte sie sich Bereichen unserer Landschaft widmen, in denen der Mensch „Natur Natur sein lässt“ und wenig gestaltend eingreift. Außerdem möchte sie viele Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen in der Umweltbildung sammeln. „Dafür ist der Nationalpark Hainich genau der richtige Ort“, sagt Gesine Langlotz.

Interessierte können sich jedes Jahr ab Oktober um einen der Plätze für das kommende Jahr bewerben. Die diesjährige Frist läuft bis Januar 2021. Bewerbungen für das Open-Air-Semester sind ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich.

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