Der allgemeine Krankenstand unter den beschäftigten BKK-Mitgliedern liegt im Oktober mit 4,70 Prozent (+ 0,4 %) über dem Vormonat September mit 4,30 Prozent, was saisonal bedingt auf die Zunahme von Atemwegserkrankungen zurückzuführen ist. Nach dem nahezu identischen Niveau in den Sommermonaten, folgten nun zuletzt zwei deutliche Sprünge. Dass der Anstieg nicht auf COVID-19-Erkrankungen zurückzuführen ist, zeigt der Oktoberwert des Vorjahres (2019: 4,76 %).

Die AU-Daten der COVID-19-Sonderauswertung für Oktober 2020 bilden den aktuellen epidemiologischen Trend ab

Der BKK Dachverband hat im Rahmen seiner monatlichen Datenanalyse bereits zum achten Mal die Daten von rund vier Millionen Beschäftigten, die als Mitglieder bei einer Betriebskrankenkasse versichert sind, im Zusammenhang mit Covid-19 ausgewertet. Im Oktober 2020 gab es im Vergleich zum Vormonat September einen deutlichen Anstieg auf insgesamt 4.833 AU-Fälle (September 3.279 AU-Fälle, August 1.916 AU-Fälle, Juli 2.114 AU-Fälle, Juni 1.450 AU-Fälle, Mai 2.342 AU-Fälle, April 4.062 AU-Fälle, März 2.501 AU-Fälle; Februar 4 AU-Fälle), die im Zusammenhang mit einer SARS-CoV2/Covid-19-Diagnose aufgetreten sind.

Dabei waren die Betroffenen im Oktober im Schnitt 7,1 Tage pro Fall arbeitsunfähig was eine leichte Steigerung bedeutet. Bezogen auf alle AU-Fälle bzw. AU-Tage im Berichtsmonat, liegt der Anteil der mit COVID-19 in Verbindung stehenden AU-Fälle insgesamt bei 1,0 Prozent und an allen AU-Tagen bei 0,6 Prozent.

Stark über dem Bundesdurchschnitt liegen dabei Beschäftigte mit Wohnorten in Bremen und Niedersachsen. Unter dem Bundesdurchschnitt liegen Schleswig-Holstein und die neuen Bundesländer. Die durchschnittliche Falldauer variiert im Bundesländervergleich zwischen 6,0 (Niedersachsen) und 9,5 (Berlin) Tagen je Fall.

Beschäftigte in erzieherischen und sozialen Berufen sind auch im Oktober stark betroffen

Auch die Oktober-Auswertung verfestigt den Trend, dass insbesondere Beschäftigte in den systemrelevanten Berufen (z. B. Kranken- und Altenpfleger, Erzieher) bzw. in entsprechenden Branchen (z. B. Gesundheitswesen, Heime oder Sozialwesen) deutlich mehr AU-Fälle und AU-Tage im Zusammenhang mit einer SARS-CoV2/Covid19-Diagnose aufweisen, als es beispielsweise bei Beschäftigten in Verkehrs- und Logistikberufen sowie Einkaufs-, Vertriebs- und Handelsberufen der Fall ist.

Jüngere Menschen erkranken häufiger als noch in der ersten Welle

Die Auswertung bestätigt darüber hinaus die vom Robert-Koch-Institut kommunizierte Tendenz, dass jüngere Versicherte stärker von Infektionen betroffen sind, als dies noch in der ersten Welle der Fall war. Den höchsten Anstieg gegenüber April sowohl bei AU-Fällen als auch -Tagen verzeichnet dabei die Altersgruppe der 15-24Jährigen. Mit Abstand folgt die Altersgruppe der 25-34Jährigen.

Monatlicher Krankenstand – immer auf dem Laufenden

Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt bieten die Betriebskrankenkassen Monat für Monat für die Öffentlichkeit ausführliche Analysen und Kennzahlen zum Krankenstand der Beschäftigten an. Ausführliche interaktiv aufbereitete Kennzahlen sowie weitere Materialien und Informationen zum Thema finden Sie unter:

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