Als erst kürzlich Prinz Charles in einem Interview gefragt wurde, weshalb er zur Hochzeit seines Sohnes einen Anzug trug, den er bereits 1984 kaufte, war seine Antwort darauf, dass ihm nichts ferner läge, als Dinge einfach zu entsorgen und durch Neue zu ersetzen. Was von den Medien als befremdlich eingestuft wurde, ist in der Adelswelt jedoch seit Generationen weit verbreitet. Denn Adel verpflichtet! Ein adäquates Auftreten gehört zum guten Ton – und dazu zählt, neben dem Beherrschen ausgezeichneter Manieren, auch das Tragen von zeitloser, stilsicherer Kleidung. Wir kennen Alle zahlreiche Beiträge einschlägiger Mode- und Klatschzeitschriften, in denen das modische Erscheinungsbild wohlgeborener Damen und Herren bis ins kleinste Detail kommentiert und auseinandergenommen wird. Wehe, da wird ein Kleid zweimal getragen oder es sitzt nicht optimal! Da jedoch nicht alle Adeligen so gut betucht sind wie Prinz Charles und seine Familie, werden Kleidungsstücke getauscht oder vererbt. Und sie haben Recht damit, wie wir finden.

Weniger ist mehr – oder weshalb wir es wie die Adeligen halten sollten

Laut einer Greenpeace Studie, besitzt jeder Erwachsene in Deutschland im Schnitt 95 Oberbekleidungsstücke. Jedes Jahr kommen ca. 60 neue dazu, also insgesamt 5,2 Milliarden Textilien werden alleine in Deutschland jährlich eingekauft. Gleichzeitig werden alle zwei Minuten fünf Tonnen Kleidung weggeworfen. Das sind im Jahr rund 1,35 Millionen Tonnen Textilien, die entsorgt werden. Und Hand aufs Herz: Tragen Sie tatsächlich alle eingekauften Dinge regelmäßig, so dass sich der Einkauf tatsächlich gelohnt hat?

Kaum eine Branche ist so schnelllebig wie die der Mode. Was gestern total hip war, ist heute schon wieder vollkommen out. Kein Wunder, das weltweit inzwischen pro Jahr mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke produziert werden. Was das für unsere Umwelt bedeutet, darüber denkt kaum einer nach. Und das Wegwerfen hat seinen Preis: Sowohl die Qualität als auch die Produktions-bedingungen werden von Jahr zu Jahr schlechter. Denn Kleidung wird heute billig, schnell und unter schlechten Arbeitsbedingungen produziert. 75 Prozent der weltweiten Faserproduktion sind inzwischen Chemiefaser – mit Natur hat das nicht mehr viel zu tun.

Slow Fashion: Langlebige Basics statt kurzzeitige Modetrends

Seit einigen Jahren hat sich jedoch ein Trend entwickelt, der sich gegen die bisherige „Fast Fashion“, d.h. den schnellen und kurzlebigen Konsum, der Modehäuser wendet. Immer mehr Marken und Hersteller unterstützen die so genannte „Slow Fashion“, sorgen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, hochwertige Fasern und langlebige Mode. Statt dem schnellen Konsum, stehen ein achtsamer und nachhaltiger Einkauf im Vordergrund.

Für den Endverbraucher bedeutet das: Weniger ist mehr! Denn ob im Beruf oder für den privaten Gebrauch – jagt man nicht den neuesten Trends hinterher, braucht man gar nicht so viele Kleider im Schrank. Eine reduzierte und zum eigenen Lebens- und Kleiderstil passende Garderobe ist die Lösung. Setzt man dem die Frage voran, zu welchen Anlässen und in welchem Umfeld man eingeladen wird und sich bewegt, ist eine Garderobe schnell zusammengestellt. Wichtig dabei ist, dass die einzelnen Stücke gut miteinander kombiniert werden können und somit für möglichst viele Anlässe passend sind. Werden die Kleidungsstücke dann auch noch gut gepflegt, können sie oftmals jahrelang getragen werden. Slow Fashion steht also für Qualität statt Quantität. Und setzt man darauf, kann jedes Kleidungsstück auch etwas teurer, dafür jedoch hochwertiger sein. Denn eine gute Stoffqualität ist die beste Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit.

Unser Tipp: Setzen Sie auf in Europa, insbesondere in England, produzierte Stoffe, lassen Sie sich Muster zeigen und informieren Sie sich über die verwendeten Garne. Auch hier gibt es bekannte Marken, die für Qualität stehen. Beste Beispiele sind italienische oder englische Kammgarnstoffe. Außerdem gibt es bereits spezielle Siegel wie das Global-Organic-Textile-Siegel (GOTS), das nach strengen ökologischen und sozialen Kriterien vergeben wird. Die strengsten Richtlinien für eine nachhaltige und soziale Textilproduktion in Europa hat das Naturtextil-IVNziert-BEST-Siegel vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN). 

Royales Erbe: Reparieren statt konsumieren

Wie bereits eingangs erwähnt, geht der Adel sehr viel wertschätzender mit seiner Kleidung um. Denn er hat gelernt, dass hochwertigen Dingen mit Achtsamkeit begegnet werden muss. Sie lassen sich ihre Kleidung nicht nur anfertigen, sondern bringen sie auch zur Reparatur. Kragen, Manschetten und Ärmel können bei Hemden jederzeit ausgetauscht werden. Kleine Risse oder Löcher in Blazer oder Mantel können genäht oder gestopft werden. Auch ist es üblich, dass hochwertige Kleidungsstücke an die nächste Generation vererbt werden. Ein guter Schneider kann Jacken, Mäntel und Blazer leicht anpassen und abgetragene Stellen gegebenenfalls ausbessern. Das gilt übrigens nicht nur für Mode, sondern auch für Schuhe, Schmuck und Möbel.

Es lohnt sich also sein bisheriges Konsumverhalten zu überdenken. Und denken Sie immer daran: Weniger ist mehr!

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