„Abiturienten brauchen ein vollwertiges Abitur. Die Anforderungen der Universitäten und der Ausbildungsinstitutionen an unsere jetzigen Abiturienten sinken durch Corona nicht! Abiturienten schlechter durch das Ausfallen oder Verwässern von Prüfungen auf ihre anschließende Studien- und Berufstätigkeit vorzubereiten, hilft niemandem!

Aber weil die jetzigen Abiturienten ihr Abitur in diesem Jahr unter besonders schwierigen Bedingungen erwerben, erwartet der Deutsche Philologenverband von den Kultusministern mehr Klarheit, mehr Transparenz, mehr Flexibilität für die anstehenden Abiturprüfungen und gleichwohl den Erhalt der Vergleichbarkeit!“, so die DPhV-Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing.

„Schaffen Sie:

  • mehr Klarheit und Transparenz: Wieviel Unterricht ist im Vergleich zu den Vorjahren tatsächlich ausgefallen?
    Sicher ist: Die emotionale und gesundheitliche Belastung aller Lehrkräfte und Schüler ist hoch. Die Bedingungen, guten Unterricht halten zu können, sind schwieriger denn je. Unterricht ist durch Schulschließungen ausgefallen. Aber auch Unternehmungen, die sonst das Schulleben positiv begleiteten, wie Klassenfahrten und Projekttage, mussten ausfallen. Statt ihrer hat Unterricht stattgefunden. Wir brauchen also konkrete Zahlen, Daten, Fakten: wieviel Unterricht hat tatsächlich im Vergleich zu den Vorjahren stattgefunden? Nur auf dieser Basis kann seriös für die Prüfungen geplant werden.
  • mehr Flexibilität:
    • Lassen Sie für die Lehrkräfte eine höhere Auswahl bei den Klausurprüfungsthemen zu, damit diese mit Blick auf das, was tatsächlich unterrichtet wurde, eine sinnvolle Auswahl für die Abiturklausuren für die Schüler vornehmen können. 
    • Nehmen Sie kluge Schwerpunktthemensetzungen für die Abi-Prüfungen vor. Exemplarisches, vertieftes Lernen sichert neben dem Orientierungswissen die Studierfähigkeit! 
    • Planen Sie mit angemessenen Terminverschiebungen für die Abi-Prüfungen nach hinten: Schöpfen Sie dabei die zeitlichen Spielräume des Schuljahrs 20/21 aus!

Erhalten Sie Vergleichbarkeit und lassen Sie wie in den vorangegangenen Jahren weiterhin neben den zentralen Fragestellungen aus dem Pool landeseigene Klausurfragestellungen zu. Denn die ehrgeizigen Pläne, die Vergleichbarkeit zwischen den Ländern zu steigern, werden sich in diesem Jahr nicht halten lassen, wohl aber kann sie erhalten bleiben.“

Durch die hervorragende Arbeit von Lehrkräften und ihren Schülerinnen und Schülern ist es im letzten Jahr gelungen, das Abitur komplett durchzuführen. Es ist erfreulich gut ausgefallen. „Lehrkräfte in allen Bundesländern brauchen in diesem Jahr Spielräume für ihre Abiturienten. Ermöglichen Sie sie ihnen!“, appelliert Lin-Klitzing an die Kultusminister.

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