Mit einem Live-Stream auf Youtube hat das Sana Klinikum Hof den Chefarztwechsel der Klinik für Urologie, Kinderurologie, Urologische Onkologie und Palliativmedizin begleitet. Hunderte Zuschauer sahen die Veranstaltung, bei der sich Dr. med Hansjörg Keller von der Chefarztposition verabschiedete und den symbolischen Staffelstab an seinen Nachfolger Dr. Abhishek Pandey übergab.

Vortrag verpasst? Hier können Sie ihn anschauen: www.frankenpost.de/vortrag

Zu Beginn des Online-Events bedankte sich Dr. med. Holger Otto, Geschäftsführer des Sana Klinikums Hof bei dem scheidenden Chefarzt Dr. Hansjörg Keller, den er als begnadeten Netzwerker, herausfordernden Gesprächspartner und engagierten Kämpfer für die gute Sache bezeichnete: „Mit Ihnen entwickelte sich die Urologie zu einer besonderen, namhaften und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Abteilung.“ Dr. Rolf Ponader, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche des Sana Klinikums Hof, hat vor allem im Bereich der Kinderurologie eng mit Dr. Keller zusammengearbeitet und schätzt ihn als Kollegen, der wichtige Impulse gebe, Dinge präzisieren könne und vor allem „immer den ganzen Menschen sieht und behandelt“. Alle Redner waren sich einig: Es seien große Fußstapfen, in die Kellers Nachfolger Dr. Abhishek Pandey trete.

Sichtlich berührt von der Tragweite dieses Momentes, erzählte Keller in seiner Abschiedsrede von den Meilensteinen seiner beruflichen Karriere am Sana Klinikum Hof. „In einer Zeit des Ärztemangels qualifizierte Ärzte an eine Klinik zu bringen und dort zu halten, ist eine große Herausforderung“. Er habe diese Herausforderung gemeistert. Bei seinem Dienstantritt vor gut 18 Jahren habe er eine personell und technisch rudimentär ausgestattete Abteilung übernommen. Heute sei das Sana Klinikum Hof im Bereich der Urologie ein „Maximalversorger“ und bekomme selbst von Uni-Kliniken Patienten überwiesen. „Eine meiner größten Leistungen war es, dieses großartige Team zusammenzustellen“, sagt Dr. Keller im Rückblick auf ein Berufsleben, in dem ihm die Ausbildung, Begleitung und Weiterentwicklung engagierter junger Menschen immer eine Herzensangelegenheit war. Alle fünf Oberärzte der Urologischen Klinik sind seit mehr als zehn Jahren in Hof tätig. „Darauf bin ich sehr stolz.“ Er habe in seiner Amtszeit viele Fach- und Oberärzte und sogar zwei Chefärzte ausgebildet – von denen einer nun sein Nachfolger ist. Dr. Hansjörg Keller gilt als Experte im Bereich der Kinderurologie, der Krebsbehandlung und der rekonstruktiven Urologie. Seine Abteilung hat während seiner Amtszeit 15 nationale und internationale Auszeichnungen und Preise für ihre wissenschaftliche Arbeit bekommen. Für seinen außerordentlichen Einsatz für Kinder in Krisengebieten bekam Dr. Keller vor zwei Jahren von der damaligen Gesundheitsministerin Melanie Huml die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege verliehen – die höchste Auszeichnung des bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums und einer der Höhepunkte in der Karriere des Arztes. „Ich bin meinem Arbeitgeber Sana Klinikum sehr dankbar, dass mir das möglich war“, erzählt der Urologe, der jedes Jahr zwei Kinder aus Krisengebieten operiert hat, die unter Unfallfolgen oder schweren angeborenen Fehlbildungen litten. Das Sana Klinikum Hof übernahm die hohen Kosten für diese Behandlungen. „Die Medizin war mein Leben“, sagt Keller abschließend. 60 bis 70 Stunden habe er pro Woche gearbeitet, und auch so manches Wochenende am Klinik-Schreibtisch oder auf Kongressen verbracht. Nun sei es an der Zeit, die Verantwortung in andere Hände abzugeben. An der Ernennung seines Nachfolgers, Dr. Abhishek Pandey, habe er maßgeblich mitwirken dürfen und wisse sein Lebenswerk bei ihm in besten Händen. Noch kann der passionierte Urologe jedoch nicht ganz von der Medizin lassen: An drei Tagen pro Woche wird Dr. Hansjörg Keller in den nächsten zwei Jahren weiterhin Patienten in der Sprechstunde betreuen, Operationen vornehmen und seinen Nachfolger unterstützen. „In der übrigen Zeit werde ich meine anderen, nicht-medizinischen Interessen reaktivieren.“

Dr. med. Abhishek Pandey sieht der neuen Aufgabe gelassen und zuversichtlich entgegen und nimmt die Herausforderung gerne an. Mahatma Gandhi, Jürgen Klopp und Steve Jobs seien seine Vorbilder, sagte der neue Chefarzt. Steve Jobs habe gesagt: „Stay hungry, stay foolish“. Hungrig nach Neuem und verrückt genug, auch an großen Träumen festzuhalten, sei Dr. Abhishek Pandey, schon immer gewesen. Und mit Hilfe seiner Familie sowie zahlreicher Menschen, die in ihn investiert und ihm viel beigebracht haben, habe der 43-Jährige diese Ziele bisher auch erreicht.

Der neue Chefarzt ist in Hof kein Unbekannter. Nach der Schulausbildung in seiner Heimat Indien zog es Pandey zunächst nach Russland, wo er in Moskau ein Medizinstudium absolvierte. Warum er anschließend nach Deutschland gegangen ist, wisse er gar nicht mehr genau. Einmal mehr erlernte er eine neue Sprache und arbeitete zunächst an der Universität Marburg an einem Forschungsprojekt mit. Schnell wurde ihm klar, dass er in Deutschland, nach einem erneuten vor Ort anerkannten Abschluss des Medizinstudiums, seine Facharzt-Ausbildung machen möchte: „Ich forsche gerne – aber ich bin nicht für die Grundlagenforschung geboren. Mein Herz schlägt für die klinische Wissenschaft.“ 2006 kam Dr. Pandey nach Hof, wo er am Sana Klinikum Hof von Dr. Hansjörg Keller ausgebildet und 2012 zum Oberarzt ernannt wurde. Pandey spezialisierte sich zunächst auf die rekonstruktive Urologie – ein Gebiet und hielt auf zahlreichen nationalen und internationalen Kongressen Vorträge. „Dann habe ich Prof. Alexandré Mottrie aus Belgien, einen der renommiertesten Experten für robotische Urologie, kennengelernt“, erzählt Dr. Abhishek Pandey. Die Faszination der robotischen Urologie ließ ihn von da an nicht mehr los. Er wechselte 2018 ans Klinikum Nürnberg Nord, leitete die Sektion rekonstruktive Urologie, und konnte von dort aus ein halbes Jahr lang ein Stipendium für robotische Urologie bei Prof. Mottrie in Belgien absolvieren. Dort habe er neben einer Menge Fachwissen vor allem eines gelernt: „Nie aufgeben!“ Und den Maßstab für die eigene Qualität immer hoch ansetzen.

Als Dr. Keller einen Nachfolger suchte und Dr. Pandey ins Spiel brachte, musste dieser nicht lange überlegen: „Hof ist eine Klinik mit viel Potenzial, und Dr. Keller hat mit seinem hervorragenden Team hier viel aufgebaut.“ Im Bereich der rekonstruktiven Urologie möchte der neue Chefarzt das erfolgreiche Werk seines Vorgängers fortsetzen und gleichzeitig den Bereich der robotischen Urologie noch weiter ausbauen.  Dr. Pandey ist überzeugt: „Unsere Fehlerkultur ist das, was uns so gut gemacht hat.“ Nur wer Patienten auch Jahre nach einer Operation noch intensiv begleite, sich regelmäßig kritischen und auch unangenehmen Fragen stelle und ständig an Verbesserungen arbeite, könne für jeden Patienten das beste Ergebnis erzielen. „Das ist mein Wunsch für Hof. Dass wir hier Tag für Tag gute Arbeit leisten und der Bevölkerung eine gute urologische Qualität anbieten.“  In einer Kleinstadt wie Hof sei es keine Selbstverständlichkeit, dass eine Urologische Klinik abgesehen von Transplantationen sämtliche medizinischen Leistungen vor Ort anbieten könne und von anderen Kliniken schwierige Fälle zugewiesen bekomme. Die Medizin, so ist sich der Chefarzt sicher, wird in den nächsten Jahren immer besser, individueller und personalisierter werden. „Ich möchte ein Arzt sein, der die neuesten Möglichkeiten und Entwicklungen spürt und begleitet“, sagt Dr. Abhishek Pandey. Dabei sehe er sich nicht in erster Linie als Chef, sondern immer als Mitarbeiter eines tollen Teams – „wenn auch mit besonderen Befugnissen“.

In seinem Antrittsvortrag stellte Dr. Pandey die robotische Chirurgie mit dem da Vinci-Operationssystem vor, das es seit einigen Jahren am Sana Klinikum Hof gibt. Der Chirurg könne damit noch präziser und schonender operieren. Wichtig ist zu wissen: Der Roboter macht das Operieren leichter und reduziert den menschlichen Einfluss. Aber er operiert nicht selbst. Man muss damit umgehen können.“ Abhishek Pandey ist von den „enormen Möglichkeiten“ dieser Operationsmethode überzeugt und möchte die Menschen in der Region und Umgebung an den neuesten Entwicklungen teilhaben lassen. Die Zukunft der Urologie liege in sehr gezielter und individueller medikamentöser Therapie in Kombination mit weiter entwickelter minimalinvasiver Chirurgie. „Ich freue mich darauf, mit einem hervorragenden Team und gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen diese Entwicklung zu begleiten.“

Die symbolische Staffelstabübergabe mit anschließendem Vortrag zu den Möglichkeiten der robotischen Chirurgie können Sie sich gern anschauen unter www.frankenpost.de/vortrag

Über die Sana Klinikum Hof GmbH

Das Sana Klinikum Hof gehört mit seinen 465 vollstationären Betten und 22 teilstationären Plätzen zu den größten somatischen Akutkrankenhäusern in Bayern. In 14 Fachabteilungen behandelt das Haus der Schwerpunktversorgung jährlich etwa 25.000 stationäre und 30.000 ambulante Patienten.

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