Das heute im Rathaus vorgestellte Hanse Sail Handlungskonzept 2021+ ist die erste ganzheitliche Erhebung der Ist-Situation und legt umfassende Vorschläge zur künftigen Ausrichtung der maritimen Großveranstaltung vor. Erstmals werden damit verlässliche Rahmenbedingungen für die qualitative Weiterentwicklung des größten Traditionsseglertreffens der Welt geschaffen. Das Konzept soll nun in der Hanse- und Universitätsstadt in den Ortsbeiräten und Ausschüssen diskutiert, von der Rostocker Bürgerschaft abschließend beraten und auf den Weg gebracht werden.

Das größte jährliche maritime Großseglertreffen mit überregionaler und internationaler Strahlkraft erreicht eine hohe Wertschöpfung und weist hohe Zustimmungsraten unter den Gästen, Einheimischen und Akteuren der Hanse Sail auf. Das Konzept sieht mit der Stärkung des maritimen Charakters, der Einbeziehung weiter Teile der Stadt und der Nutzung von Synergieeffekten mit der BUGA 2025 eine Weiterentwicklung des ohnehin überdurchschnittlich positiven Status Quo vor.

„Die Hanse Sail hat sich in ihrer 30-jährigen Geschichte zu einem Ereignis mit einzigartigem Charakter entwickelt: sie steht zugleich für Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Standortwerbung, politisches und internationales Forum sowie maritime Kultur- und Traditionspflege“, stellte Tourismusdirektor Matthias Fromm die Bedeutung des Volksfestes heraus.

Wissenschaftliche Erhebungsdaten bestätigen Bedeutung der Hanse Sail

„Mit ihrer Bedeutung und Wertschöpfung sucht die Hanse Sail als die identitätsstiftende Veranstaltung in Rostock ihresgleichen. Das Handlungskonzept 2021+ stellt eine solide Leitlinie für weitere Entscheidungen zur Zukunft dar“, so Fromm. „Die Untersuchungsergebnisse, allen voran das positive Image der Hanse Sail, bestätigen den Stellenwert dieser Rostocker Traditionsveranstaltung.“ Vorausgegangen waren umfangreiche Befragungen in der Bevölkerung und bei den Leistungsträgern sowie eine detaillierte Auswertung der wirtschaftlichen Eckwerte und Besucherdaten. „Erhalten haben wir ein umfassendes Meinungsbild, das bei der Grundorientierung für das Zukunftskonzept und die abgeleiteten Handlungsempfehlungen wegweisend ist.“

Die Erarbeitung des Hanse Sail Handlungskonzepts 2021+ erfolgte unter Beteiligung einer dafür gegründeten Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern des Schaustellerverbandes MV, der Großmarkt GmbH, des Tourismusvereins Rostock & Warnemünde, des Hanse Sail Vereins sowie Rostock Business, des Unternehmerverbandes Rostock-Mittleres Mecklenburg, der IHK zu Rostock und des Citykreises Rostock. In der Entwicklung des Konzepts wurde die Tourismuszentrale durch das Beratungsunternehmen dwif-Consulting GmbH aus Berlin unterstützt.

Enorme Wirtschaftskraft und hohe Zustimmung

„Die Hanse Sail wurde im Rahmen des Zukunftskonzeptes so umfassend durchleuchtet wie noch nie“, informierte Karsten Heinsohn, stellvertretender Geschäftsführer der dwif-Consulting GmbH Berlin. Mit eingeflossen sind die Perspektiven, Einschätzungen und Ideen von 900 Gästen der Hanse Sail und in den Beherbergungsbetrieben, von 1.500 Nutzern der Website rostock.de, von 300 Rostocker Haushalten und 100 Ausstellern sowie die Daten einer umfassenden Mobilfunkanalyse, Gespräche und Workshops mit Experten aus der Region und der Veranstaltungs- und Tourismusbranche.

Die Befragungen belegen die hohe Zufriedenheit unter den Besuchern der Hanse Sail, unter den Gästen wie Einheimischen, Händlern, Schiffseignern und Schaustellern. Darüber hinaus kristallisierten sich eine starke Identifikation der Rostocker Bevölkerung und eine feste Bindung der Partner mit der seit 1991 stattfindenden Veranstaltung heraus. Das zentrale Ergebnis der Besucherbefragung ist eine eindeutige Bestätigung für Attraktivität und Angebotsmix. „Die Hanse Sail ist ein einzigartiges imagebildendes Event mit bundesweiter und internationaler Ausstrahlungskraft und natürlich auch ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor für Rostock“, so Heinsohn. „Die Wertschöpfung lag bei der 29. Hanse Sail 2019 bei ca. 24 Mio. Euro in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Handel und sonstige Dienstleistungen bei einem Gesamtaufwand der Veranstalter in Höhe von 1,4 Mio. Euro.“ 700.000 Euro der Gesamtaufwendungen stammen dabei aus dem städtischen Haushalt; gleichzeitig betragen die Steuereinnahmen im Zusammenhang mit der Hanse Sail 1,5 Millionen Euro.

Die Sail der Zukunft: maritim, nachhaltig, individuell

Die Hanse Sail Rostock lebt von einer breiten Vielfalt der Angebote und ihrem markantesten und wichtigsten Alleinstellungsmerkmal: spektakuläre Traditionssegler aus der Nähe zu erleben. Entwicklungspotenziale bestehen in der Kombination der traditionellen Sail-Elemente Schausteller, Musik, Gastronomie und Großsegler mit den Standortvorteilen Rostocks wie der City-Nähe, der ansprechenden Hansezeit-Architektur und den prädikatisierten Seebädern.

„Im Sinne einer stetigen Weiterentwicklung der Hanse Sail wollen wir Raum für kreative neue Angebote schaffen. Dafür sollen künftig zusätzliche attraktive Flächen in der Stadt genutzt werden. Wir wollen die Hanse Sail an die Stadthafenentwicklung im Zuge der BUGA anpassen und spannende Erlebniswelten und Ruheoasen schaffen. Dafür bietet sich beispielsweise eine Ausdehnung in die Rostocker Innenstadt, den Alten Markt, das Gehlsdorfer Ufer, den Osthafen, die Holzhalbinsel oder auch in den Kurhausgarten in Warnemünde an“, erläuterte Fromm. Damit soll innovativen Anbietern eine Chance gegeben werden, sich zu zeigen und neue Zielgruppen anzusprechen. So sind neue Erlebnisräume zu den Themen Erforschung der Meere, Geschichte der Segelschulschiffe und Marine denkbar. Bewährte Formate wie die Hanse- und Mittelaltermärkte, die Familienwelt und der Fair-Trade-Bereich sollen bestehen bleiben.

Integrierte Stadtentwicklung mit der BUGA 2025

Große Potenziale liegen nach Auffassung von dwif und der Tourismuszentrale im effektiven Zusammenspiel mit der BUGA 2025 und einer wirksamen Besucherlenkung und Mobilität vor Ort. Die Planungen zur BUGA 2025 und die Anforderungen der Hanse Sail sollen ganzheitlich zusammengeführt werden und somit dazu beitragen, die multifunktionale Stadtentwicklung zu unterstützen. „Grundvoraussetzung ist natürlich die Sicherung der finanziellen Rahmenbedingungen für die Hanse Sail durch die Hansestadt Rostock“, hob Karsten Heinsohn von der dwif-Consulting GmbH hervor. Außerdem empfahl Heinsohn, regelmäßig die Bevölkerung, Gäste und Partner der Hanse Sail in die Weiterentwicklung einzubeziehen, wie es bei der Erstellung des Zukunftskonzeptes geschehen ist.

Partnerschaftliches Engagement befördert zukünftige Entwicklung

Dem beipflichtend lobte auch Lothar Welte, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Mecklenburg-Vorpommern, den Diskussionsprozess. „Wir sind von Anfang an in die Erstellung des Zukunftskonzeptes eingebunden worden“, erklärte der Schausteller. „Die Hanse Sail ist für uns die bedeutendste Veranstaltung der Saison. Durch die Umfrageergebnisse sehen wir uns bestätigt. Gerade für die Einheimischen ist auch der Freizeitpark ein Grund, die Hanse Sail zu besuchen und dort gemeinsam gesellige Zeit zu verbringen. Hier liegt eine Qualitätssteigerung und eine möglichst vielfältige Mischung der Angebote auch im Interesse unserer Branche.“

Dr. Frank Elsner, Vorsitzender des Hanse Sail Vereins e.V., zeigte sich hocherfreut über die Kernaussagen des Handlungskonzeptes 2021+. „Die maritime Atmosphäre mit den Traditionsseglern ist für knapp zwei Drittel das Hauptmotiv für eine Stippvisite auf der Hanse Sail. Genau dieser Teil soll weiter in den Mittelpunkt rücken. Das ist eine besonders schöne Bestätigung unseres ehrenamtlichen Engagements zur Bewahrung maritimer Kultur und des Brauchtums der Segelschifffahrt. Wir nehmen die Erkenntnisse des Konzepts zum Anlass, unsere maritimen Angebote zu erweitern und zielgruppengerecht zuzuschneiden“, so der Vereinsvorsitzende. Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist jedes Jahr die partnerschaftliche Unterstützung des Hanse Sail Büros bei der Vorbereitung und Durchführung der maritimen Großveranstaltung.

Das Hanse Sail Rostock Handlungskonzept 2021+ wird in den Ortsbeiräten sowie in den Ausschüssen der Bürgerschaft diskutiert. Nach dem Beschluss der Bürgerschaft soll das Zukunftskonzept dann ab 2022 das Gesicht der Hanse Sail prägen.

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