Was in den vergangenen Monaten immer wieder befürchtet wurde, ist nun belegt: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im Jahr 2020 gesunken, auch bedingt durch die Corona-Krise.

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurden im Jahr 2020 rund 465.200 Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen, 9,4% weniger als noch 2019. "Dieses Ergebnis zeigt damit einen deutlichen Effekt der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt. Zwar sind die Ausbildungszahlen seit Jahren tendenziell rückläufig. Der aktuelle Einbruch ist in seiner Höhe aber bislang einzigartig", heißt es in einer Destatis-Pressemitteilung. Von dem Rückgang sind alle Bundesländer betroffen, wobei Hamburg, das Saarland und Berlin, aber auch Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die größten Verluste verzeichnen. Brandenburg und Sachsen hingegen die kleinsten.

"Die berufliche Bildung ist ein tragender Pfeiler der deutschen Bildungslandschaft und vor allem der deutschen Wirtschaft. Gut ausgebildete Fachkräfte werden in der Praxis ganz dringend benötigt. Langfristig wird sich dieser Rückgang der Ausbildungszahlen negativ auf die deutsche Wirtschaft auswirken", warnt Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany. "Auch wenn es in der aktuellen Situation für viele Betriebe nicht leicht ist: jedes Unternehmen, das weniger oder gar keine Auszubildenden einstellt, wird bald vor großen Herausforderungen stehen. Fördermöglichkeiten sollten hier gegebenenfalls noch mehr genutzt werden. Aber auch die Politik ist gefragt. Sie muss noch stärker verdeutlichen, dass Deutschland ohne die duale Ausbildung einfach nicht funktionieren kann. Zukunft braucht Bildung!" Hubert Romer verweist hierbei auch auf die Durchlässigkeit der Bildungsketten, die es schon jetzt ermöglicht, nach einer soliden Ausbildung Weiterbildungen, wie den/die Meister/in oder Techniker/in und auch ein Studium anzuschließen oder sich im Laufe des Berufslebens auch noch einmal komplett umzuorientieren. „Die duale Ausbildung ist keine Einbahnstraße. Sie ist der Beginn von so vielen Möglichkeiten, die eigene berufliche Karriere zu gestalten“, so Romer. „Genau das muss sowohl den jungen Menschen als auch den Betrieben für ihre eigene Personalplanung vermittelt werden.“

WorldSkills Germany vereint derzeit 86 Unternehmen und Verbände, von KMU über global agierende Unternehmen bis hin zu Bundesverbänden unterschiedlichster Branchen. Das Netzwerk der anerkannten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Bildungsorganisation setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in Deutschland berufliche Zukunftsperspektiven durch eine duale Ausbildung erhalten und die Attraktivität der beruflichen Bildung gesteigert wird. "Wir sind sehr froh in unserem Netzwerk starke Unternehmen und Verbände zu haben, die sich sehr engagiert für die Nachwuchsgewinnung einsetzen. Wir wissen, dass viele von ihnen die Auszubildendenzahlen nicht reduziert, manche sogar erhöht haben. Sie erkennen, dass wir nicht am falschen Ende sparen sollten, damit Deutschland auch in Zukunft eine starke Wirtschaftsnation bleibt.“

Über den WorldSkills Germany e.V.

WorldSkills Germany fördert und unterstützt nationale und internationale Wettbewerbe nicht-akademischer Berufe und ist damit Botschafter für den Standort Deutschland. Die Wettbewerbe sind Impulsgeber für die Berufsbildung, wirtschaftliche Kontakte und Plattform zur Präsentation neuer Entwicklungen. Sie zeigen jungen Menschen frühzeitig Chancen auf und motivieren zu Bestleistungen in der Ausbildung. Der 2006 gegründete Verein WorldSkills Germany vereint Engagement und Ideen von derzeit über 80 Mitgliedern, Partnern, Unternehmen und Verbänden. Er ist die nationale Mitgliedsorganisation von WorldSkills International und WorldSkills Europe. Deutschland ist seit 1953 Mitglied bei WorldSkills International. Vorstandsvorsitzende des WorldSkills Germany e. V. ist Andrea Zeus; Hubert Romer ist Geschäftsführer und Official Delegate. Als Partner von WorldSkills Germany setzt sich das Unternehmen CWS nicht nur für die Exzellenz in der Berufsbildung ein, sondern fördert auch die Ausbildung nicht akademischer Berufsbilder.

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