Nach zwei rundum mit aktuellen Informationen, anregenden Vorträgen und komplexen Diskussionen angefüllten Tagen ging der 25. Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. mit über 500 Teilnehmern erfolgreich zu Ende. PD Dr. med. Julian Grosskreutz, Jena, zeigte sich mit der digitalen Tagung zufrieden: „Mich hat es wirklich gefreut, dass wir es geschafft haben, online ein zumindest annäherndes Gefühl von Nähe bei diesem Kongress zu erzeugen“, betonte der Tagungspräsident. „Tatsächlich habe ich in meiner Wahrnehmung bei den Teilnehmern sehr viel persönliches Engagement gesehen. Jede Session, jedes Poster war mit Verve dargestellt und diskutiert.“ Plenarsitzungen, Posterpräsentationen und Live-Chats in allen Bereichen der Muskelerkrankungen waren gut besucht. Die beiden Hauptsessions wurden als Podiumsdiskussionen präsentiert und boten nicht nur neue Erkenntnisse, sondern auch einen guten Einblick, worum es bei der Behandlung einer neuromuskulären Erkrankung für die Patienten und ihre Ärzte tatsächlich geht: „Wir haben uns der ursprünglichen Idee weiter angenähert, etwas besser zu verstehen, was eine neuromuskuläre Erkrankung im Kleinkindalter, im Jugendalter, im Erwachsenenalter eigentlich bedeutet“, zeigte sich Dr. Großkreutz überzeugt, „auch in den überaus detaillierten wissenschaftlichen Situationen haben wir es geschafft, den Patienten im Blick zu behalten.“

Dr. Großkreutz machte die neuen Behandlungsmöglichkeiten neuromuskulärer Erkrankungen zum aktuellen Topthema der Tagung und nutzte die Vorteile des Online-Kongresses, die häufig sehr komplexen, lebenslangen Erkrankungen öffentlich vorzustellen und zu diskutieren. Das große Thema Gentherapie wurde in einer hochkarätig angelegten öffentlichen Podiumsdiskussion bundesweit und über die Grenzen hinaus präsentiert: „Herausforderung der modernen Medizin – Was kostet der Fortschritt?“ Die überaus dichte Diskussion, mit großer Professionalität und viel Einfühlungsvermögen moderiert von Dr. Carsten Lekutat, dem langjährigen Moderator beim MDR-Gesundheitsmagazin „Hauptsache gesund“, war das Highlight des Kongresses. Es wurde deutlich, dass mit der neuen Verfügbarkeit von Gentherapien, die für die Spinale Muskelatrophie (SMA) schon realisiert ist und auch für andere Muskelerkrankungen in greifbare Nähe gerückt ist, nicht nur die Hoffnung auf Behandlung und Verbesserung einhergeht, sondern gleichzeitig auch die Auseinandersetzung mit einer Veränderung des Selbstverständnisses angestoßen ist.

Dass Gentherapien tatsächlich Leben verändern können, wurde anhand von Einspielfilmen von Patienten anschaulich. Neben Stabilisierungseffekten, mit denen Muskelkranke im Alltag besser zurechtkommen, kann sich ein ganzes Lebenskonzept ändern. Von einer Krankheit bedroht, die nach bisherigem Wissen immer nur schlechter werden konnte und auf die das ganzes Leben ausrichtet war, eröffnen sich plötzlich Möglichkeiten einer Stabilisierung oder sogar Verbesserung, so dass junge Menschen Zukunftspläne schmieden, arbeiten, eine Familie gründen können. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass eine Gentherapie überzogene Erwartungen auslösen kann. Bei den hunderten von neuromuskulären Erkrankungen sind bislang ausschließlich für die Spinale Muskelatrophie (SMA) Gentherapeutika zugelassen – mit unbekannten Langzeitfolgen. „Der Einstieg in eine Gentherapie ist immer eine Verpflichtung für alle Beteiligten, sich auf eine jahrzehntelange Reise zu begeben“, betonte Dr. Großkreutz, „da müssen Arzt und Patient in einem Prozess, den man zusammen durchläuft, ganz eng beieinanderbleiben.“

Werden als muskelkrank diagnostizierte Neugeborene mit dem Medikament Zolgensma behandelt, kann es sogar sein, dass sie sich normal entwickeln – ein therapeutischer Quantensprung. Auch wenn bisher noch unklar ist, ob diese Veränderungen von Dauer sein werden, steigt die Hoffnung, dass ähnliche Therapiemöglichkeiten auch für die vielen anderen neuromuskulären Erkrankungen entwickelt werden. Bei allen Chancen, die in dieser neuen Entwicklung liegen, wies das Statement des Vorsitzenden Landgerichtsrichters und 1. Vorsitzenden der DGM Dr. Stefan Perschke, Osnabrück, „Gentherapie – großer medizinischer Fortschritt mit gesellschaftlichen Nebenwirkungen?“ auf die Gefahr einer verstärkten Stigmatisierung von Behinderung hin: Auch bei größeren Behandlungserfolgen dürfe Behinderung nicht als Makel betrachtet, sondern müsse als eine von vielen möglichen gleichwertigen Ausprägungen des Lebens verstanden und respektiert werden.

Zu den Möglichkeiten der Gentherapie im Kindesalter gab die Essener Kinderneurologin Prof. Dr. Ulrike Schara-Schmidt unter dem Titel „Gentherapie im Kindesalter – Wunsch und Wirklichkeit“ Einblicke in ihren klinischen Alltag: „Es hilft nicht jedes Medikament für jeden Patienten, aber wir versuchen, für jeden eine Präzisionsmedizin mit wirkungsvollen Medikamenten zu finden, die auf seine Situation zugeschnitten ist.“ Tatsächlich gebe es Krankheitsverläufe, bei denen die Kinder eine ganz normale Entwicklung durchmachten, wenn sie das einmalig zu verabreichende Medikament Zolgensma kurz nach der Geburt bekämen. Aber selbst mit hochwirksamen Medikamenten sei die Wirkung von Gentherapeutika nicht immer vorherzusagen. Wenn schon Symptome aufgetreten sind, müsste die Erwartungshaltung immer wieder angepasst werden. Bei der Frage, wie sich ein Mensch in seiner Erkrankung weiterentwickelt, gehe es immer darum, in der Auseinandersetzung mit den Eltern die Balance zwischen Hoffnung und Frustration zu halten.

Neben Zolgensma, das mit 2 Millionen Euro als „das teuerste Medikament der Welt“ durch die Medien ging, übersteigen auch andere gentherapeutische Ansätze – auf längere Zeit gesehen – die 2-Millionen-Grenze. Diese Erkenntnis, dass nicht ein einzelnes Medikament spektakulär teuer ist, sondern die Krankheit selbst, verdeutlichte der Diskussionsbeitrag „Gentherapie – gesundheitsökonomisch sinnvoller Sprung in eine gesunde Zukunft?“ des Medizinmanagers und Versorgungsforschers Prof. Dr. Dr. Klaus Nagels, Bayreuth. Die Industrie nutze ihre Chance, sich bei der Medikamentenentwicklung den seltenen Erkrankungen zu widmen und das Geld auch wieder hereinzuspielen. „Gentherapie ist gesundheitsökonomisch gesehen ein großer Kostenblock, der in unser Gesundheitssystem eingeordnet werden muss“, stellte Nagels klar. „Die Frage in Deutschland ist immer: Bringt es für den Patienten einen Fortschritt?“ Zur politisch-gesellschaftlichen Entscheidung, ob wir uns das leisten können, könne man bei Zolgensma optimistisch in die Zukunft sehen: „Wir haben ein System, das es sich leisten kann. Wir sitzen auf einem riesigen Berg guter Medikamente. Die neuen, noch besseren, die aktuell noch teuer sind, gehen nach 6 bis 10 Jahren im Preis deutlich herunter, bleiben aber weiter verfügbar.“

Allerdings sei es eine völlig neue Dimension, dass für neue Medikamente derart überzogene Preise angesetzt werden. Der Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Bayreuth, fragte unter dem Titel „Gentherapie zwischen Heilserwartung und Angst – brauchen wir gesellschaftlichen Konsens?“ nach Gründen und Rechtfertigungen für solche Preise, unabhängig von der sogenannten Neiddebatte: „Wir wissen, dass 20 Prozent der Versicherten 80 Prozent der Kosten im Gesundheitswesen verursachen. Wer nicht dazugehört, kann sich freuen, Gesundheit ist ein Geschenk!“ Gesundheitsökonomie und -ethik lieferten viele Gründe, weshalb es richtig sein kann, dass wenige Erkrankte eine sehr teure Therapie bekommen und ein normales Leben führen können. Aber eine ethische Frage sei es, wieviel Gesundheit man mit dem zur Verfügung stehenden Geld erzeugen kann. Das Dilemma, dass ein hervorragendes Produkt auf dem Markt ist, das aber im globalen Kontext nur für wenige verfügbar sein wird, bleibt ein Gerechtigkeitsproblem: Wer sich das Medikament nicht leisten kann, für den werde es nicht zur Verfügung gestellt.

Dr. Grosskreutz führte unter dem Titel „Gentherapie bei Erwachsenen – sinnvoll oder einfach nur machbar?“ aus, dass die hochwirksamen neuen Gentherapien nicht nur bei Neugeborenen, sondern bei Patienten aller Altersstufen erfolgreich eingesetzt werden können. Auch wenn Gentherapeutika gegen weitere Muskelerkrankungen entwickelt würden, sei es wichtig zu betonen, dass jede Erkrankung individuell anders verlaufe und die Verfügbarkeit der neuen Behandlung nicht bei jedem Patienten zu einer Verbesserung oder einer Heilung führt. Vor einer vorschnellen Euphorie sei zu warnen: „Die Entwicklung ist in den letzten 2 Jahren rasend schnell vorangeschritten. Es ist noch nicht absehbar, wie es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aussehen wird.“ Mit dem Aufgreifen von Fragen aus dem Zuschauer-Chat konnte die Podiumsdiskussion auf hohem Niveau offen geführt werden und verdeutlichte, dass viele Patienten Experten auf dem Gebiet ihrer eigenen neuromuskulären Erkrankung sind. Wie Dr. Großkreutz zusammenfassend feststellte, war die Podiumsdiskussion „ein wichtiger Schritt, Krankheiten als komplexe Vorgänge in der Öffentlichkeit zu zeigen, zu diskutieren und in allen Facetten auseinanderzusetzen“ – und damit ein voller Erfolg.

Ausblick: Einladung zum 26. Kongress der DGM 2023 in Essen  

Unter dem Kongressthema „Neuromuskuläre Erkrankungen im Wandel, von klein bis groß, von jung bis alt“ laden Frau Prof. Dr. Ulrike Schara-Schmidt, Universitätsklinikum Essen, Abteilung Neuropädiatrie, Zentrum für neuromuskuläre Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, und Prof. Dr. Tim Hagenacker, Universitätsklinikum Essen, Klinik für Neurologie, zum 26. Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) e. V. nach Essen ein. Wenn es in 2 Jahren möglich sein wird, dass alle wieder etwas entspannter miteinander umgehen können, versprechen die Tagungsleiter einen abwechslungsreichen Kongress im sogenannten „Pott“ mit Einblick in die Metropolregion Essen.

Preisverleihungen DGM 2021: Feierliche Würdigung aller Preisträger  

Ein weiterer Tagungshöhepunkt waren die feierlichen Verleihungen von Forschungspreisen am Abend des ersten Kongresstages, mit denen WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt von der DGM für ihre grundlegenden und herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen ausgezeichnet wurden. „Traditionell beginnen wir die Würdigungen mit der Vergabe des Juniorpreises“, betonte der DGM-Vorsitzende Dr. Stefan Perschke zur Eröffnung der Preisverleihungen.

Der Juniorpreis 2021 für neuromuskuläre Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V., gestiftet von der Firma Hormosan Pharma GmbH, ging an Dr. Miriam Fichtner, Yale Universität, USA. Ihr wurde der Preis für ihre Forschung im Bereich der Immunpathogenese von Myasthenia gravis verliehen. In ihren Veröffentlichungen untersuchte sie die Reifung der Affinität von Antikörpern, die entscheidend für ihre krankmachende Wirkung ist, wie Prof. Dr. em. Reinhard Dengler, Hannover, in der Laudatio hervorhob.

Mit dem Myositis-Nachwuchs-Forschungspreis 2021 für neuromuskuläre Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V., gestiftet von Josef und Dr. Denis Dumm sowie Jutta Franke-Martini, wurde Dr. Samuel Knauss, Charité Berlin, für seine Arbeit „PD1 pathway in immune-mediated myopathies. Pathogenesis of dysfunctional T cells revisited” ausgezeichnet. In der Laudatio zu diesem mit 3.000 Euro dotierten Preis wies PD Dr. Arpad von Moers, Berlin, darauf hin, dass der Preisträger – inspiriert von der Beobachtung an Patienten – ausführlich die Effektivität von T-Zellen erforschte und auch in vielen anderen Bereichen engagiert sei.

Der Felix Jerusalem Preis für neuromuskuläre Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. wird von dem Biotechnologieunternehmen Senofi Genzyme gestiftet. Der 3. Preis des Felix Jerusalem Preises ging an Dr. Stephan Wenninger, München, „für seine klinische Forschung zum Thema Neuromuskuläre Erkrankungen mit Schwerpunkt der Diagnostik, Versorgung und Therapie bei Myotonen Dystrophien der Glykogenspeichererkrankung Typ 2 (Morbus Pompe) und myasthenen Syndromen (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton Syndrom)“. Prof. Dengler wies in der Laudatio darauf hin, dass der Neurologe sich am Friedrich-Baur-Institut, einem der führenden Forschungseinrichtungen für neuromuskuläre Erkrankungen, seit vielen Jahren klinisch und wissenschaftlich mit neuromuskulären Erkrankungen beschäftigt und Autor einer ganzen Reihe von Forschungsprojekten ist.

Der 2. Preis des Felix Jerusalem Preises für neuromuskuläre Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. wurde PD Dr. Markus Weiler, Universitätsklinikum Heidelberg, für seine publizierte wissenschaftliche Arbeit „Multimodale Biomarker – Entwicklung für die 5q-assoziierte spinale Muskelatrophie (SMA)“ verliehen. In seiner Laudatio hob PD Dr. Arpad von Mörs, Berlin, hervor, dass der Preisträger als Mediziner und Molekularbiologe mit seinem Team wegweisende Beiträge für das Monitoring therapeutischer Intervention sowohl in der Forschung als auch bei bereits zugelassenen Therapien geleistet hat.

Der 1. Preis des Felix-Jerusalem-Preises der DGM 2021 ging gleichermaßen an Prof. Dr. Tim Hagenacker, Essen, Dr. Claudia Wurster, Ulm, und Dr. René Günther, Dresden für die gemeinsame Forschungsarbeit „Nusinersen in adults with 5q spinal muscular atrophy: a non-interventional, multicentre, observational cohort study”. Laudator Prof. Dengler würdigte diese Arbeit, die allerhöchste internationale Beachtung gefunden hat, als ganz besondere wissenschaftliche Leistung: „Das wirklich Aufregende an dieser Arbeit ist, dass sie zeigt, dass Nusinersen auch bei Erwachsenen noch Veränderungen bewirken kann!“  

Alle 2 Jahre wird der Duchenne-Erb-Preis als höchstrangiger Preis der DGM vergeben, mit dem Forscher für ihr herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet werden. Mit dem Internationalen Duchenne-Erb-Preis 2021 für neuromuskuläre Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. wurde Professor Dr. Kevin Talbot, University of Oxford, gewürdigt. Er bekam den Preis für seine jahrzehntelangen herausragenden wissenschaftlichen und klinischen Leistungen auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen. Laudator PD Dr. Grosskreutz stellte seine inspirierenden Führungsqualitäten in der kritischen und innovativen akademischen Medizin heraus, bevor Prof. Talbot seinen Vortrag „The clinican scientist: a useful chimera?“ präsentierte.

Der nationale Duchenne-Erb-Preis 2021 für neuromuskuläre Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. wurde Professor Dr. Wolfgang Müller-Felber, München, verliehen – „in Anerkennung seines Lebenswerks als Neurologe und Neuropädiater, zusätzlich zu herausragenden Beiträgen zur Erforschung und Weiterentwicklung medikamentöser Handlungsoptionen, der Langzeitbetreuung von Kindern und Jugendlichen mit neuromuskulären Erkrankungen. Als wissenschaftlicher Leiter des SMA-Screening-Projekts trug er zudem wesentlich dazu bei, dass das Neuroscreening auf SMA in Deutschland eingeführt wird.“ In der Laudatio hob PD Dr. Arpad von Moers zudem seine umfassende Kompetenz in den verschiedenen Fachdisziplinen hervor.

Die Vergabe des mit 1.000 EUR dotierten Young Investigator Awards, gestiftet der Biogen GmbH, fand in der Abschluss-Session des Kongresses statt. Dr. Maria L. Spletter, München, wurde für ihren Beitrag „Drosophila as a myotonic dystrophy model – insights into CELF family function during myophibril formation” als bestem Nachwuchsbeitrag im Vortragsprogramm ausgezeichnet. Wie Prof. Dr. Ulrike Schara-Schmidt, Essen, hervorhob, forschte sie jahrelang am Münchener Max Planck Institut und leitet nun am biomedizinischen Zentrum der LMU eine eigene Arbeitsgruppe.

Auch die Posterpreise für die drei besten Poster wurden feierlich übergeben, die anlässlich des 25. Kongresses der 25. Jahrestagung des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) e. V. durch das Kongresskomitee verliehen wurden. Kongresspräsident PD Dr. Julian Großkreutz übergab die Auszeichnung an die drei Preisträger. Der mit 750 Euro prämierte 1. Posterpreis ging an Dr. Natalie Winter, Tübingen, für den Beitrag „Hochauflösende Nerven- und Muskelsonographie als Marker für Differentialdiagnostik bei hereditären Polyneuropathien“. Den jeweils mit 350 Euro prämierten 2. Posterpreise bekamen Dr. Simon Witzel, Ulm, für seinen Beitrag „Edaravone Therapie bei Amyotropher Lateralsklerose: Klinische Parameter und Erfahrungen aus einer multizentrischen Analyse von Real-World-Daten“ sowie Hülya-Servan Daimagüler, Köln, für ihren Beitrag „Novel Lysosomal positioning defects due to bi-allelic mutations in BORGS7 causes a neurodegenerative disease presenting as hereditary-spastic paraplegia“.

Über Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. -DGM-

Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) mit Sitz in Freiburg ist mit über 9.000 Mitgliedern die größte und älteste deutsche Selbsthilfeorganisation für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen. Seit über 50 Jahren fördert die DGM die Erforschung der mehr als 800 verschiedenen heute bekannten, teilweise sehr seltenen Muskelerkrankungen. Eine wichtige Aufgabe der DGM ist auch die Beratung und Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen in ihrem Alltag. Über Muskelerkrankungen zu informieren und die Interessen von muskelerkrankten Menschen gesundheitspolitisch zu vertreten, sind weitere zentrale Anliegen der Selbsthilfeorganisation.

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