Johann Wolfgang von Goethe und das Heidelberger Schloss – das ist eine Geschichte von mehrfachen Besuchen, die auch ihren dichterischen Niederschlag in seinem Werk gefunden hat. Am 17. Mai 1775, im Alter von 26 Jahren, besuchte der Dichter das Schloss zum ersten Mal. Die romantische Atmosphäre begeisterte ihn. Insgesamt achtmal besuchte er die Stadt am Neckar und ließ sich inspirieren – auch zu Gemälden vom Schloss.

Das erste Heidelberg-Erlebnis

Am 17. Mai 1775 besuchte Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) zum ersten Mal Schloss Heidelberg. Wenige Tage zuvor war er mit Freunden von Frankfurt am Main aus in Richtung Schweiz aufgebrochen. Zur damaligen Zeit war Goethe schon berühmt: „Die Leiden des jungen Werthers“, die ein Jahr zuvor erschienen waren, hatten ihn bekannt gemacht. Zusammen mit den Brüdern Graf Friedrich und Christian von Stolberg und dem Grafen Christian von Haugwitz machte er sich auf die Reise nach Zürich, die auch über Heidelberg führte. Goethe erlebte das Schloss, das inzwischen von der prächtigen Residenz zur romantischen Ruine geworden war. Er genoss die besondere Stimmung des Ortes im Neckartal – mit allen Sinnen. Insgesamt achtmal besuchte der Dichter die Stadt am Neckar.

„Herrliche Freuden, dass wir mit Göthe reisen“

Graf Friedrich von Stolberg schrieb während der Reise einige Briefe an Bekannte und Verwandte. Sie vermitteln ein lebendiges Bild der Reisegruppe – und vor allem vom jungen Goethe. Am 17. Mai schrieb der Graf aus Heidelberg an eine seiner Schwestern: „Wenn du unsere Wirtschaft auf der Reise sähest, Du würdest sehen, daß wir immer in so einem Taumel sind, daß man jeden Augenblick stehlen muß. Das macht uns herrliche Freuden, daß wir mit Göthe reisen. Es ist ein wilder, unbändiger, aber sehr guter Junge. Voll Geist, voll Flamme. Und wir lieben uns schon so sehr. Schon, sag‘ ich. Seit der ersten Stunde waren wir Herzensfreude. Wir Viere sind bei Gott eine Gesellschaft, wie man sie von Peru bis Indostan umsonst suchen könnte. Und so herrlich schicken wir uns zusammen.“

„Sso malerisch, wie ich noch nie etwas gesehen habe“

Wenige Tage später, am 21. Mai, schrieb der Graf aus Karlsruhe über den Besuch in Heidelberg: „Das Heidelberger Schloß liegt noch am schönsten. Es war ein Anblick, an dem wir uns nicht satt sehen konnten. Da ist ein alter, runder, hoher Thurm, der vom Blitz gespalten ist; die eine Hälfte liegt gesunken und die andere steht, das ist so malerisch, wie ich noch nie etwas gesehen habe.“ Bei ihrem Aufenthalt besuchten die Reisenden auch „das weltberühmte Faß“ im Schloss. Das Große Fass von Kurfürst Carl Theodor war schon damals eine beliebte Attraktion, die weit bekannt war. Rund 220.000 Liter Wein haben in ihm Platz. Auch wenn Goethes erster Besuch nur kurz war – Schloss Heidelberg hinterließ einen tiefen Eindruck bei ihm. Immer wieder besuchte er die Stadt und das Schloss, das er bei dieser Gelegenheit auch zeichnete: Ein Aquarell zeigt den Englischen Bau.

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