Bayer startet seine globale „Carbon Initiative“ in Europa. Das Dekarbonisierungsprogramm hat zum Ziel, den Ausstoß von CO2 in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette dauerhaft zu reduzieren und zu kompensieren. Landwirte bekommen Anreize für die Nutzung von klimafreundlichen Verfahren, um die Widerstandsfähigkeit und die Nachhaltigkeit des Ernährungssystems zu erhöhen. Das neue europäische „Carbon Program“ bringt Erzeuger mit weiteren Akteuren aus der Wertschöpfungskette zusammen, um neue Verfahren zur CO2-Reduzierung anzuwenden, künftige Vergütungssysteme für landwirtschaftliche Betriebe zu testen und damit zu den Zielen des Grünen Deals der Europäischen Kommission beizutragen. Es setzt den Schwerpunkt auf die zentrale Rolle, die Landwirte und ihre Felder im Klima- und Umweltschutz spielen und ist ein wesentlicher Teil des Nachhaltigkeitsversprechens von Bayer. So hat sich Bayer zum Beispiel das Ziel gesetzt, Treibhausgasemissionen auf den Feldern bis 2030 um 30 Prozent zu senken.

„Unser Carbon Program trägt aktiv zur Entwicklung des Carbon Farmings in Europa bei, indem es direkt mit den Landwirten in ihrer Rolle als Primärerzeuger zusammenarbeitet und Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette mit einbezieht. Diese Zusammenarbeit ebnet den Weg für ein kohlenstoffarmes Ernährungssystem in Europa und wird den unterschiedlichen Bedürfnissen von Landwirten, Umwelt und Verbrauchern gerecht“, erklärt Lionnel Alexandre, der bei Bayer Crop Science den Bereich Carbon Business Venture für Europa, Nahost und Afrika leitet. „Dahinter steht die Idee, Landwirte für klimafreundliche Verfahren zu bezahlen, etwa wenn sie Zwischenfrüchte anbauen, weitgehend auf das Pflügen verzichten, Fruchtfolge betreiben oder Stickstoffdünger präzise einsetzen. Alle diese Maßnahmen binden Kohlenstoff im Boden, verbessern die Bodengesundheit, die Widerstandsfähigkeit und die Produktivität. Zudem werden weniger Emissionen freigesetzt.“

Um diese Maßnahmen zu unterstützen, entwickelt Bayer ein digitales System, mit dem die Landwirte ihre Vergütungsansprüche anhand exakter und verifizierter Daten geltend machen können. Diese neue Überwachungs-, Berichts- und Verifizierungslösung (MRV) wird datenschutzkonform, zuverlässig und benutzerfreundlich sein und auf die branchenführende Digital-Farming-Plattform Climate FieldViewTM von Bayer aufbauen.

Die 27 teilnehmenden Landwirte aus Frankreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien und der Ukraine bringen zusammen rund 500 Hektar in das Programm ein. Im Mittelpunkt des europäischen Carbon Programs steht die Idee der gemeinsamen Gestaltung: Landwirte, Bayer und Experten aus der Lebensmittel-Wertschöpfungskette arbeiten in einem Carbon-Farming-Labor zusammen. Hier werden Maßnahmen gemeinsam erprobt und neue Erkenntnisse gewonnen. Zudem laufen bereits Gespräche mit mehreren Unternehmen und Händlern aus der Lebensmittelbranche, die sich voraussichtlich bis Ende des Jahres der Initiative anschließen werden.

Als Start des Programms wird der aktuelle Kohlenstoffgehalt des Bodens als Ausgangswert ermittelt. Anschließend wenden die Landwirte klimafreundliche Bewirtschaftungsverfahren wie den Anbau von Zwischenfrüchten oder pflugarme Bodenbearbeitung an. Diese neuen Verfahren werden kontinuierlich überwacht und in den darauffolgenden Jahren stetig verbessert. Diese Erkenntnisse, die von den teilnehmenden Projektpartnern aus der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette gewonnen wurden, werden für das Design und die Implementierung eines genauen und zuverlässigen digitalen MRV-Tools genutzt. Die Fertigstellung dieser neuen digitalen Lösung wird innerhalb von drei Jahren erwartet, die Implementierung in Climate FieldViewTM ist für das dritte Jahr geplant.

„Ein intaktes Bodengefüge und gute Humuswirtschaft sind entscheidend für die Absicherung meiner Erträge“, sagt Stefanie Peters, Agro-Farm GmbH Nauen und Teil des Bayer-ForwardFarm-Netzwerks. „Carbon Farming, also die Speicherung von Kohlenstoff im Boden, kann aus meiner Sicht einen guten Beitrag dazu leisten. Zusätzlich bin ich gespannt auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren innerhalb des Carbon Programms von Bayer.“

Das europäische Programm ist Teil der globalen „Carbon Initiative“ des Unternehmens, das im Juli 2020 in den USA und Brasilien gestartet wurde. Dort bietet Bayer als erstes Agrarunternehmen das gesamte Technologiespektrum an: von Saatgut und Pflanzeneigenschaften über Pflanzenschutz, digitalen Lösungen und kosteneffizienten MRV-Systemen bis hin zur Zertifizierung nach international anerkannten Standards.

Alex Teillet, der bei Bayer Crop Science den Bereich New Business Models für Europa, Nahost und Afrika leitet, fasst zusammen: „Unsere Vision ist, dass in Zukunft Lebensmittelhandel und Lebensmittelindustrie Hand in Hand mit landwirtschaftlichen Betrieben an wirksamen Projekten zur CO2-Reduzierung arbeiten können. Gleichzeitig erhalten Landwirte auf der ganzen Welt als Primärerzeuger eine transparente und faire Bezahlung für ihren Beitrag zur CO2-Reduzierung.“

Der Launch des europäischen Carbon Programs ist die jüngste Ergänzung der Maßnahmen, mit denen Bayer zur Dekarbonisierung der Lebensmittelsysteme in Europa beitragen möchte. Zu Beginn des Jahres gab das Unternehmen seine Teilnahme an der EU Carbon + Farming Coalition bekannt, die einen Ansatz zur Entwicklung von Dekarbonisierungslösungen für Lebensmittelsysteme in der Region vorantreibt, der die Landwirte ins Zentrum stellt. Die Koalition wird der Europäischen Kommission eine Reihe von Empfehlungen vorlegen, die bei der Gestaltung von EU-Politik und der Einführung von klimafreundlichen Lösungen helfen sollen.

Zukunftsgerichtete Aussagen
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Über die Bayer AG

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 41,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 4,9 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

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