Einen Besuch im „Urwald“ statteten Thomas Hartmann, Niederlassungsleiter der Commerzbank Erfurt, und Stefan Koch, Marktbereichsleiter der Commerzbank Mühlhausen, den diesjährigen Commerzbank-Umweltpraktikanten ab. Statt in der Nationalparkverwaltung in Bad Langensalza gab es diesmal ein Treffen am „Urwaldmobil“ auf der BUGA in Erfurt. Der repräsentative Informationsstand des Nationalparks ist einer der Haupt-Einsatzorte von Franziska Beyer, Julia Royek und Simon Dohrmann.

Das Urwaldmobil bietet innen und außen anschauliche Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten rund um den urigen wilden Wald. Täglich beantworten die Umweltpraktikanten hier viele Fragen der kleinen und großen Gäste. Zugleich befindet sich hier auch der Startpunkt für die sogenannten Schulklassenprogramme. Auf der BUGA sind das Führungen für 1. bis 4. Klassen. Der Standort des Urwaldmobils ganz in der Nähe des Wissenswaldes könnte daher kaum besser gewählt sein.

„Das Commerzbank-Umweltpraktikum ist seit 22 Jahren nicht mehr aus unserer Umweltbildungsarbeit wegzudenken. Aufgrund der großen Kontinuität sind die Commerzbank-Umweltpraktikanten ein fester Bestandteil unseres Teams. In diesem Jahr freuen wir uns besonders, dass unsere beiden Praktikantinnen und unser Praktikant den Nationalpark mit ihrem umfangreichen Fachwissen sehr engagiert und motiviert auf der BUGA präsentieren“, so der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl.

Zum überwiegenden Teil sind Commerzbank-Umweltpraktikanten Studierende der Naturwissenschaften, die häufig bereits Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern mitbringen. Von diesem Knowhow profitiert der Nationalpark in ganz besonderer Weise und so ist es auch bei den diesjährigen Commerzbank-Umweltpraktikanten:

Franziska Bayer ist 25 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Oettingen in Bayern. Sie studiert im Masterstudium Biodiversität und Umweltbildung in Karlsruhe und wird im Anschluss an das 3-monatige Praktikum in Kooperation mit dem Nationalpark ihre Masterarbeit schreiben. „Ich bin stolz darauf, dass ich mein Praktikum in einem Schutzgebiet wie den Nationalpark Hainich machen kann. Ich habe mich für das Praktikum beworben, weil ich immer wieder gern aus meiner ‚Blase‘ heraus möchte. Ich möchte über einen längeren Zeitraum praktische Erfahrung sammeln und vielfältige Einblicke im Bereich Umweltbildung bekommen. Dabei bietet sich mir die Möglichkeit, neue Methoden und Herangehensweisen kennenlernen und die Arbeit mit Gruppen zu vertiefen“, sagt Franziska Bayer.

Julia Royek ist 24 Jahre alt und studiert Umweltwissenschaften in Lüneburg. Das letzte Jahr hat sie in Ungarn zwei Auslandssemester verbracht und dort Forstwissenschaften studiert. Jetzt ist sie für 3 Monate im Hainich. „Ich lerne selber jeden Tag noch etwas dazu, sei es Faktenwissen über die Tier- und Pflanzenwelt oder etwas über den praktischen Umgang mit Kindern. Am Hainich fasziniert mich besonders, dass er uns vor Augen führt, wie Deutschland in großen Teilen aussehen würde, wenn es keine Menschen gäbe. Diese Faszination versuche ich weiter zu geben“, sagt Julia Royek.

Simon Dohrmann ist 25 Jahre alt und kommt aus dem bayrischen Teil des Biosphärenreservates Rhön. Nach seinem Abitur absolvierte er zunächst eine handwerkliche Ausbildung zum Landschaftsgärtner und arbeitete anschließend für ein Jahr in der AIDS-Hilfe Organisation „Hlokomela“ in Südafrika. Anschließend studierte er an der Fachhochschule Erfurt „Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement“. Auf dem Studium aufbauend möchte er nun durch das Praktikum im Nationalpark Hainich einen Einblick in das Management von Großschutzgebieten erhalten. „Besonders faszinieren mich am Nationalpark die riesigen, nutzungsfreien Buchenwälder, die verschiedenen Stadien der natürlichen Sukzession in den ehemaligen Offenlandflächen und die Fülle an Tier- und Pflanzenarten, die einen ständig umgeben“, sagt Simon Dohrmann.

„Wir sind beeindruckt, wie fachkundig und engagiert die Drei ihr Wissen hier vor Ort vermitteln und so auch Lust auf einen echten Besuch im Nationalpark Hainich machen“, sagte Stefan Koch. „Von den Erfahrungen können die Praktikanten auf jeden Fall für ihr weiteres Berufsleben profitieren.“ Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums sei es, Studierende für nachhaltige Entwicklungen zu sensibilisieren und berufliche Perspektiven im Natur- und Umweltschutz aufzuzeigen, ergänzte Thomas Hartmann. „Für uns als Commerzbank ist Nachhaltigkeit ein zentrales und wichtiges Thema in der Unternehmensführung. Darauf zahlt auch das Umweltpraktikum ein.“

Das Umweltpraktikum bietet die Commerzbank bereits seit über 30 Jahren an. Jedes Jahr nehmen rund 75 Studierende in bundesweit 27 beteiligten Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate teil. Die Commerzbank unterstützt die Studierenden dabei mit einem Praktikantenentgelt und übernimmt die Unterkunftskosten für das dreimonatige Praktikum. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung der Studierenden.

Interessierte können sich ab Oktober wieder um einen der Plätze für das kommende Jahr bewerben. Die Frist läuft bis Januar 2022. Bewerbungen für das Open-Air-Semester sind ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich. Ansprechpartnerin in der Nationalparkverwaltung ist Carolin Mölich (carolin.moelich@nnl.tueringen.de).

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