Der 31. Juli jedes Jahres ist traditionell World Ranger Day. An diesem Tag wird weltweit die wichtige und oftmals gefährliche Arbeit der Rangerinnen und Ranger für den Tier- und Naturschutz gewürdigt und derer gedacht, die im Einsatz verletzt oder gar getötet wurden. Auch in Deutschland sind Ranger und Rangerinnen in Nationalparken, Biosphärenreservaten, Wildnisgebieten und Naturparken aktiv und selbst hier werden sie immer häufiger bedroht oder gar körperlich attackiert.

Mit der andauernden Corona-Pandemie hat sich die Arbeit der Ranger verändert. Großschutzgebiete sind für die Bevölkerung und für den Tourismus u. a. als Erholungs- und Erlebnisraum viel wichtiger geworden. Dies trägt aber teilweise dazu bei, dass die zu schützende, wertvolle Natur gefährdet wird. Durch das hohe Besucheraufkommen ist der Bedarf in deutschen Schutzgebieten zur Sensibilisierung von Besucherinnen und Besuchern immens gestiegen. Die Rolle von Rangern als Mittler zwischen Mensch und Natur hat dadurch eine neue Bedeutung erhalten. In Einzelfällen müssen sie erhebliche Konflikte mit Besuchenden lösen, die die geltenden Regeln nicht akzeptieren.

„Mit der Natur als Kulisse werden Ranger zunehmend als Hindernis wahrgenommen, die persönliche Freiheit ausleben zu können. Auch bei uns im Nationalpark müssen wir feststellen, dass der Ton rauer geworden ist und Konflikte in verbalen, z.T. beleidigenden Angriffen gipfeln. Insbesondere Uneinsichtigkeiten bei illegalem Befahren von Wanderwegen durch Mountainbike-Fahrer und bei dem Nichtanleinen von Hunden machen uns zu schaffen“, so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Hintergrund:

Der World Ranger Day wird seit 2007 zelebriert. Im Rahmen dieses Tages der Solidarität – von der International Ranger Federation (IRF) ins Leben gerufen – werden u.a. Spenden für die „The Thin Green Line Foundation“ gesammelt. Diese Stiftung der International Ranger Federation hilft in punkto Ausrüstung und Training und unterstützt Hinterbliebene oder Familien verunglückter Ranger in armen Ländern. So wird an diesem Tag auch alljährlich die „Roll of Honour“ zu Ehren gestorbener Rangerinnen und Ranger präsentiert. 2020 waren es 138 Ranger und Rangerinnen, die Wilderern, Unfällen und Tieren zum Opfer fielen. Von 2009 bis 2020 sind 1175 Ranger im Dienst gestorben, davon 568 in Asien, 421 in Afrika und 33 in Europa.

Die Aufgaben der Rangerinnen und Ranger in Deutschland sind vielfältig und je nach Schutzgebiet unterschiedlich: Als Ansprechpartner für Besuchende verstehen sie es, Groß und Klein die Geheimnisse der Natur näher zu bringen. So sind Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung wesentliche Bestandteile der Arbeit von Rangern in den deutschen Großschutzgebieten. Darüber hinaus nehmen sie aber auch vielfältige andere Aufgaben wahr: Dazu gehören die Gebietskontrolle mit der Überwachung von Schutzbestimmungen und deren Einhaltung, die Erfüllung wichtiger Aufgaben für die Forschung, beispielsweise durch Monitoring und Datenerfassung oder die Umsetzung von Projekten zum Arten- und Biotopschutz, indem sie Pflegearbeiten und Maßnahmen zum Artenschutz durchführen.

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