• Technologiekonzern erreicht Umsatz- und Ergebnisziele auch in schwierigem Umfeld
  • Integration von Wabco auf der Zielgeraden
  • Nutzfahrzeugdivisionen wachsen stärker als der Markt und gewinnen gemeinsam neue Aufträge
  • Platzierung grüner Anleihe und Maßnahmen zur CO2-Reduktion stützen Nachhaltigkeitsstrategie

ZF hat das erste Halbjahr 2021 mit positiven Umsatz- und Ergebniszahlen abgeschlossen. Im Vergleich zu dem wesentlich von der Corona-Pandemie beeinflussten ersten Halbjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 19,3 (2020: 13,5) Milliarden Euro. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 43 Prozent. Das bereinigte EBIT lag bei 1,0 Milliarden (2020: minus 177 Millionen) Euro. Die positive Geschäftsentwicklung steht dabei im Kontrast zu einem insgesamt schwierigen und volatilen internationalen Marktumfeld.

„Wir haben das Momentum aus dem zweiten Halbjahr 2020 mit in dieses Jahr genommen und von der wirtschaftlichen Erholung der Automobilbranche profitiert“, sagte der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider, am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. „Zugleich haben wir unsere Organisation kontinuierlich in Richtung agiler Zusammenarbeit weiterentwickelt und uns mit innovativen Technologien für weniger Emissionen und mehr Fahrzeugsicherheit zahlreiche neue Aufträge gesichert.“

Das erste Halbjahr war – neben der fortgesetzten Arbeit unter Pandemiebedingungen – von unmittelbaren Effekten wie dem Mangel an Halbleitern und unterbrochenen Lieferketten sowie steigenden Preisen für Rohstoffe und Logistikdienstleistungen geprägt. ZF hat daher seine Lieferketten teils neu justiert und durch eine stärkere Einbindung lokaler Lieferanten verkürzt. „Darüber hinaus haben sich längerfristige Trends weiter beschleunigt, was sich etwa in Europa in neuen hochambitionierten Grenzwerten für CO2-Emissionen zeigt“, sagte Scheider. „Das steigert zwar die Nachfrage nach rein elektrischen Antrieben, doch es wird sehr schwer sein, die Balance zwischen Klimaschutz, Beschäftigung und den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen herzustellen. Es braucht daher auch einen klaren Plan zum Aufbau der Infrastruktur – von der Stromerzeugung über die Stromnetze bis hin zur Ladeinfrastruktur.“

Vorangekommen ist ZF in den vergangenen Monaten mit dem vor einem Jahr mit Betriebsrat und Gewerkschaften geschlossenen Tarifvertrag Transformation. In diesem Rahmen laufen an den deutschen Standorten Gespräche, um Zielbilder für deren künftige Ausrichtung zu entwickeln. „Hierfür nutzen wir die Zeit, die uns der Tarifvertrag bis Ende 2022 gibt. Gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung erarbeiten wir tragfähige Lösungen für die Standorte. Für die meisten haben wir bereits gute Perspektiven entwickeln können“, betonte Scheider.

Kennzahlen verbessert, Finanzierungsstrategie angepasst
Von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung der Automobilbranche in der ersten Jahreshälfte hat auch ZF profitiert. Der Technologiekonzern erwirtschaftete von Januar bis einschließlich Juni einen Umsatz von 19,3 (2020: 13,5) Milliarden Euro; ein Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkurs- und M&A-Effekte entspricht dies einer Umsatzveränderung von plus 38 (2020: minus 27) Prozent. Das Unternehmen verzeichnete ein bereinigtes EBIT von 1,0 Milliarden Euro. Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 5,2 Prozent (2020: minus 1,3 Prozent).

„Wir haben im ersten Halbjahr 2021 unsere Umsatz- und Ergebnisziele erreicht und die Ergebnisqualität verbessert“, sagte ZF-Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer. „Damit wir diese positive Entwicklung weiter fortsetzen können, bleibt Kostenbewusstsein weiter ein wichtiges Thema für uns.“

Angesichts der bisherigen Entwicklungen sowie der weiteren Aussichten für die nächste Monate, die von Unsicherheiten durch die aktuelle Lieferlage geprägt sind, wird ZF an seiner Prognose für das Gesamtjahr festhalten. ZF geht davon aus, in diesem Jahr voraussichtlich einen Umsatz zwischen 37 und 39 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Der Umsatz dürfte dabei aus heutiger Sicht am oberen Ende der Bandbreite liegen. Die bereinigte EBIT-Marge erwartet ZF im Bereich von 4,5 bis 5,5 Prozent; der bereinigte Free Cashflow wird zwischen 0,8 und 1,2 Milliarden Euro erwartet. Auch im zweiten Halbjahr rechnet ZF mit anhaltenden Belastungen durch höhere Kosten für Rohstoffe und Logistikdienstleistungen. Beeinträchtigungen durch die weiterhin geringe Verfügbarkeit von Halbleitern sowie den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie können nicht ausgeschlossen werden.

Um die angestrebte Balance zwischen Investitionen und der Rückführung der Unternehmensverbindlichkeiten zu erreichen, hat ZF seine Finanzierungsstrategie angepasst. Ein Element ist das im Vorjahr neu aufgesetzte EMTN-Programm (Euro Medium Term Note). „Durch das EMTN-Programm können wir schneller und kontinuierlicher am Kapitalmarkt agieren“, erläuterte Sauer. „Darüber hinaus haben wir das Fälligkeitenprofil unserer Verbindlichkeiten aktiv gemanagt.“ Unter anderem hat ZF die im Zuge der Pandemie aufgenommene Kreditlinie über 1,35 Milliarden Euro sowie die im nächsten Jahr fällige Tranche des Schuldscheindarlehens zur Finanzierung der Wabco-Akquisition in Höhe von 1,0 Milliarden Euro bereits vollständig zurückgeführt.

Grüne Anleihe für saubere Energie und nachhaltige Antriebstechnik
Im Finanzbereich spiegelt sich auch die Nachhaltigkeitsstrategie von ZF wider: Erstmals hat das Unternehmen im April eine grüne Anleihe platziert. Die Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Euro fließen in die Windkraft-Sparte und die Elektromobilität. Die Anleihe mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einer Rendite von 2,0 Prozent, die sich an institutionelle Anleger richtet, stieß auf großes Interesse und war sechsfach überzeichnet.

Um den Vorgaben des indischen Kartellrechts zu entsprechen, hat ZF im Zuge der Wabco-Akquisition im Juni seine 49-Prozent-Beteiligung am Joint Venture Brakes India veräußert. Nachdem im Jahr 2020 der Anteil an der Landesgesellschaft Wabco India im Zuge eines verpflichtenden Übernahmeangebots von 75 auf 93 Prozent aufgestockt wurde, erfolgte im ersten Halbjahr 2021 ein Abbau der Beteiligung auf 77 Prozent (weitere zwei Prozent werden im zweiten Halbjahr veräußert, so dass schließlich eine 75-Prozent-Beteiligungsquote wieder hergestellt sein wird). Im Juni hat ZF zudem mit Airbus Helicopters eine Vereinbarung über die Übernahme der ZF Luftfahrttechnik GmbH in Kassel-Calden durch Airbus Helicopters unterzeichnet. Der beabsichtigte Verkauf der am Markt erfolgreichen Luftfahrttechnik eröffnet der Sparte gute Perspektiven für ihre zukünftige Entwicklung.

Vereinte Nutzfahrzeugdivision: Start rückt näher
Den 1. Januar 2022 fest im Blick haben die beiden ZF-Nutzfahrzeugdivisionen: Vom nächsten Jahr an werden sie als vereinte Division Commercial Vehicle Solutions auch formal als Einheit agieren. Am heutigen Tag wird ZF das neue Leitungsteam der neuen Division vorstellen, das gemeinsam die kommerzielle und strategische Planung für die nächsten Jahre vorantreibt. Bereits jetzt agieren die beiden Divisionen erfolgreich am Markt und erwarten für 2021 einen signifikanten Umsatzzuwachs. „Die Kunden haben uns bald nach der Akquisition von Wabco als Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik wahrgenommen, dessen Produktprogramm ihnen umfangreiche Lösungen und Vorteile bietet“, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Scheider. „Mit den zu Systemen kombinierten Technologien haben wir uns ein bedeutendes Auftragsvolumen sichern können, das weit in die Zukunft reicht und sowohl den Bereich autonomes Fahren als auch das Flottenmanagement und die Elektromobilität umfasst.“

Ausblick auf das zweite Halbjahr: IAA Mobility und Marktstart für neue Technologien
Unter dem Motto „Next Generation Mobility. Now!“ präsentiert ZF bei der IAA Mobility 2021 in München seine Lösungen und Ideen für die Mobilität von Morgen. Vom 7. bis 12. September ist das Unternehmen in den Messehallen der bayerischen Landeshauptstadt präsent (Stand A1.B80). Das neue Konzept geht weit über das Automobil hinaus und deckt alle Segmente der individuellen und öffentlichen Mobilität ab; es bietet die perfekte Bühne für die Präsentation des breiten Technologieangebots von ZF. Im Mittelpunkt des Auftritts stehen das „Software-defined Car“ und Systemtechnologien für besonders reichweitenstarke E-Fahrzeuge, wie sie beispielsweise in der Rennserie Formel E eingesetzt werden. Die von ZF gezeigten Komponenten und Systeme sind aber keine Zukunftsmusik, sondern, gemäß dem Motto des Auftritts, alle bereits bestellbar und stehen kurz vor ihrer Markteinführung.

Über die ZF Friedrichshafen AG

ZF ist ein weltweit aktiver Technologiekonzern und liefert Systeme für die Mobilität von Pkw, Nutzfahrzeugen und Industrietechnik. ZF lässt Fahrzeuge sehen, denken und handeln: In den vier Technologiefeldern Vehicle Motion Control, integrierte Sicherheit, automatisiertes Fahren und Elektromobilität bietet ZF umfassende Produkt- und Software-Lösungen für etablierte Fahrzeughersteller sowie für neu entstehende Anbieter von Transport- und Mobilitätsdienstleistungen. ZF elektrifiziert Fahrzeuge unterschiedlichster Kategorien und trägt mit seinen Produkten dazu bei, Emissionen zu reduzieren, das Klima zu schützen und die Mobilität sicherer zu machen.

Das Unternehmen ist mit mehr als 150.000 Mitarbeitern an rund 270 Standorten in 42 Ländern vertreten. Im Jahr 2020 hat ZF einen Umsatz von 32,6 Milliarden Euro erzielt.

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