Wenn die Schule nach den Sommerferien wieder losgeht, bleibt der Hort an der Südendschule zu. Künftig werden Grundschulkinder in der Ganztagesschule betreut, dennoch bedauert die gemeinnützige Karlsruher Trägergesellschaft Pro-Liberis die dauerhafte Schließung.

Die „Ganztagesgrundschule“ an Grundschulen sowie in der Grundstufe von Förderschulen ist seit dem Schuljahr 2014/2015 im Schulgesetz verankert. Ziel der Landesregierung Baden-Württembergs ist es, Kindern und Jugendlichen bessere Ausgangsvoraussetzungen für einen erfolgreichen Bildungsabschluss zu schaffen. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die Bestrebungen des Landes und den Ausbau dieser Betreuungsangebote, so werden auch zukünftig Halbtagsschulen zu Ganztagsschulen weiterentwickelt.

Jedoch bedeutet diese Entscheidung beispielsweise auch die Schließung des Horts an der Karlsruher Südendschule. Im Jahr 2016 wurde dieser vom Karlsruher Sozialunternehmen Pro-Liberis gGmbH übernommen, nachdem ihn eine Elterninitiative 2002 ins Leben gerufen hatte. Aktuell betreibt der freie Träger der Jugendhilfe 22 Kindertagesstätten im Stadt- und Landkreis, den Hort an der Südendschule schließt er nach den Sommerferien.

„Wir bedauern es natürlich den Hort wie vereinbart zu schließen, unterstützen jedoch die Stadt Karlsruhe bei der Umsetzung ihrer Pläne“, erklärt Peer Giemsch, Geschäftsführer der Pro-Liberis gGmbH. Rund 1.000 Karlsruher Kinder wurden durch den Hort und sein Team in den vergangenen fünf Jahren betreut, die Wartelisten waren dennoch lang. „Mitarbeitenden werden wir nicht kündigen! Für unsere pädagogischen Fachkräfte finden wir in jedem Fall neue Einsatzbereiche im Unternehmen“ verspricht Peer Giemsch, die Entwicklung der zukünftigen Betreuungssituation für Familien lässt sich derweil jedoch noch nicht absehen: „Die Südend-Grundschule ist eine Ganztagsschule in Wahlform, das bedeutet, dass es an der Schule sowohl ein Ganztags- als auch ein Halbtagsangebot gibt. Eltern können selbstständig, pro Schuljahr, entscheiden.“

Zusätzlich zur obligatorischen Hausaufgabenbetreuung sowie Mittagessen und Nachmittagsverpflegung, bot der Hort – nach dem regulären Unterricht – mit seinen pädagogischen Mitarbeitenden erweiterte Bildungsangebote in zahlreichen Themenfeldern an: „Kunst- und Handwerken, Fahrradtouren und Stadtspaziergänge aber auch Wander- oder Kanu-Ausflüge in die Natur waren Elemente unseres Betreuungs-Alltags“, beschreibt Marco Gotterbarm von Pro-Liberis. „Aber auch die gemeinschaftliche Arbeit am Sozialverhalten war ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit in der Kinderbetreuung und Jugendhilfe.“ Gemeinsam mit den Eltern wurden regelmäßig die Bedürfnisse evaluiert und flossen somit in die tägliche Arbeit mit ein. „Flexibilität ist Eltern wichtig, daher fanden die Kinder hier auch nachmittags einen Platz. Ebenso flexibel sind wir auf die Familien und Kinder eingegangen“, erklärt Marco Gotterbarm weiter.

Der Leitfaden für die pädagogische Arbeit im Hort an der Südendschule war die jeweilige Situation eines jedes Kindes: Die Kinder aus unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft wurden darin unterstützt, ihre Lebenswelt zu verstehen und diese selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Die pädagogischen Ziele orientierten sich an den demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen. Sie umfassen wesentliche Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung, der Ich-, Sozial- und Sachkompetenz.

Das Team des Horts an der Südendschule bedankt sich bei allen Erziehungsberechtigten und Kindern für das jahrelange Vertrauen sowie die familiäre und abwechslungsreiche Zusammenarbeit.

Weiterführende Informationen zur Ganztagesgrundschule erhalten Erziehungsberechtigte über das Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe sowie auf der Internetseite der Südend-Grundschule. Mehr über die Arbeit des Karlsruher Sozialunternehmens Pro-Liberis erfahren Interessierte unter www.Pro-Liberis.org.

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