Moderne Fahrzeuge aus dem Volkswagen Konzern sind mit zahlreichen Sensoren ausgestattet, die das Autofahren deutlich sicherer und komfortabler machen. Die erhobenen Fahrzeugdaten leisten aber nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung künftiger Fahrfunktionen. Sie können gleichermaßen einen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger, Städte und deren Verwaltung liefern. In Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg hat die Volkswagen Group Innovation als Teil der strategischen Mobilitätspartnerschaft untersucht, wie die intelligente Nutzung anonymisierter Sensordaten einen Beitrag zu mehr Sicherheit im Stadtverkehr leisten kann. Das Ergebnis: Informationen zum Straßenzustand sowie Reibwertdaten, die in Echtzeit von im Stadtgebiet fahrenden Autos zur Verfügung gestellt werden, leisten für die Straßenverwaltung einen besonders deutlichen Mehrwert. Bereits heute bietet NIRA Dynamics AB, diese Daten aus Serienfahrzeugen in ganz Europa für die öffentliche Verwaltung an. NIRA ist eine Tochter von CARIAD, dem Software-Unternehmen des Volkswagen Konzerns.

„Anonymisierte Sensordaten aus unseren Konzernfahrzeugen haben das Potenzial, enorme Mehrwerte für Städte, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, vor allem im Bereich der Verkehrssicherheit und Straßenverwaltung. Die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt der Stadt Hamburg mit der Volkswagen Group Innovation zeigen auf, in welcher Form Daten gewinnbringend für Städte eingesetzt werden können und auch welche konkreten Bedürfnisse und Strukturen der Verwaltungen wir berücksichtigen müssen“, so Lisa Åbom, CEO von NIRA Dynamics AB, das gemeinsam mit CARIAD an Mobilitätslösungen arbeitet.

„Je mehr Fahrzeuge mit Sensortechnik durch die Stadt fahren, desto größer und qualitativ besser ist unsere Live-Datenbasis. Und diese hilft uns dann wiederum, Zustandsveränderungen der Straßen über die Zeit schneller zu erkennen, bei Verschlechterungen rasch zu reagieren und diese zu beheben“, erklärt Jens Burmann, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer der Freien und Hansestadt Hamburg.

Projektstudie: Sensordaten für mehr Sicherheit

Ein wesentliches Ziel der Projektstudie war die Sichtung und qualitative Bewertung der Informationen, die durch die Fahrzeuge nahezu in Echtzeit erzeugt werden können. Daraus leiteten die Projektpartner Anwendungsmöglichkeiten ab, die zu mehr Sicherheit im Stadtverkehr beitragen und beim strategischen Erhaltungsmanagement unterstützen können.

So könnten die Sensordaten in Zukunft beispielsweise der Stadt helfen, ihren Winterdienst schneller und effizienter zu koordinieren: Vom Fahrzeug registrierte und zur Verfügung gestellte Informationen zu Außentemperatur und Haftung bzw. möglichen Durchdrehens der Reifen aufgrund von Glätte können genutzt werden, um Streuwagen gezielt dorthin zu schicken, wo die Straßen besonders glatt sind und die Verkehrssicherheit gefährdet ist. Der Straßenreibwert dient zur Abschätzung der Straßenglätte für den Winterdienst und wird auf einer Skala von „sehr glatt“ bis „sehr gute Haftung des Reifens“ angegeben. Erkenntnisse aus der bestehenden Zusammenarbeit von NIRA Dynamics mit Schweden und den Niederlanden zeigen, dass so zum Beispiel bis zu einem Drittel Streusalz eingespart werden kann.

Ein weiteres Beispiel ist die gezielte Erfassung von Straßenschäden. Dank der gelieferten Fahrzeugdaten, die das aktuelle Lagebild zur Straßensituation beinahe in Echtzeit abbilden und ergänzen, können Straßenschäden durch Abweichungen vom Sollzustand zeitnah erkannt, bewertet und ggf. rasch beseitigt werden. Der Straßenzustand wird dabei auch hier durch verschiedene Stufen von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ beschrieben.

Daten aus über 35.000 Testkilometern

Als Datenbasis nutzten die Projektpartner ausgewählte und besonders gekennzeichnete Taxis sowie Versuchsfahrzeuge von Volkswagen, die insgesamt über 35.000 Testkilometer im Stadtgebiet Hamburg zurücklegten. Die Sensordaten werden datenschutzkonform auf der vom Hamburger Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) betriebenen Urban Data Platform Hamburg (UDP_HH) bereitgestellt, mit weiteren Daten aus den verschiedenen Bereichen der Stadt zusammengeführt und über standardisierte Schnittstellen für verschiedenste Anwendungen nutzbar gemacht.

2030: bis zu 40 Millionen vernetzte Konzernfahrzeuge

Viele Fahrzeuge der Marken des Volkswagen Konzerns haben die intelligente Sensorik in der Serienausstattung an Bord. Bis 2030 plant CARIAD bis zu 40 Millionen Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns mit der Cloud zu vernetzen. Bereits heute bietet NIRA Dynamics Daten aus Serienfahrzeugen in ganz Europa für die öffentliche Verwaltung an. Das Softwareunternehmen ist zudem bereits mit weiteren deutschen sowie europäischen Städten im Gespräch, um den Mehrwert dieser Daten noch mehr Kommunen zur Verfügung zu stellen. Werden die Daten möglichst vieler Verkehrsteilnehmer kombiniert, erhöht sich dadurch auch die Qualität der Informationen weiter.

Über CARIAD SE

CARIAD ist ein eigenständiges Automotive Software Unternehmen im Volkswagen Konzern, das die Softwarekompetenzen des Konzerns bündelt und weiter ausbaut. Es entwickelt die führende Technologieplattform für die Automobilindustrie mit dem Ziel, das automobile Erlebnis für Menschen sicherer, nachhaltiger und komfortabler zu machen. 2020 unter dem Namen Car.Software Organisation aufgebaut, arbeiten bei CARIAD heute rund 4.500 Ingenieur:innen und Entwickler:innen an einer einheitlichen Softwareplattform für alle Marken des Volkswagen Konzerns, die ein Betriebssystem, eine einheitliche Architektur und eine Automotive Cloud umfasst. 2025 soll die neue Softwareplattform erstmals zum Einsatz kommen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen digitale Funktionen für das Fahrzeug, darunter Fahrassistenzsysteme, eine standardisierte Infotainmentplattform, Softwarefunktionen zur Verknüpfung von Antriebssträngen, Fahrwerks- und Ladetechnologie sowie das neue digitale Ökosystem und digitale Services im und um das Fahrzeug. CARIAD verfügt über Software-Kompetenzzentren unter anderem in Wolfsburg, Ingolstadt, im Raum Stuttgart, Berlin und München und arbeitet eng mit den internationalen Entwicklungsteams des Volkswagen Konzerns in den USA und China zusammen. Weitere Informationen unter https://cariad.technology

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