Die Lions Hornhautbank Baden-Württemberg an der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg hilft seit vielen Jahren maßgeblich mit, Menschen das Augenlicht wiederzugeben oder zu erhalten. Die 10.000ste Hornhaut konnte nun einem 69-jährigen Patienten durch Prof. Dr. Philip Maier, Leiter der Hornhautbank der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, verpflanzt werden. Dieser Patient hatte knapp 30 Jahre früher schon einmal eine Hornhauttransplantation erhalten, jedoch war das Transplantat im Verlauf abgestoßen worden, wodurch es zur Erblindung des Auges gekommen war. Nur wenige Monate nach der erneuten Transplantation war die Sehschärfe wieder auf knapp 60 Prozent angestiegen, was für den Patienten zu einem deutlichen Anstieg seiner Lebensqualität geführt hat.

Prof. Dr. Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, erklärt: „Die Lions Hornhautbank Baden-Württemberg ist seit mehr als 18 Jahren ein echtes Erfolgsprojekt in der gesamten Region. Diese Entwicklung mit inzwischen mehr als 10.000 Hornhautspenden war nur dank des großen Engagements der Mitarbeiter*innen der Klinik für Augenheilkunde und des gesamten Universitätsklinikums sowie den kooperierenden Krankenhäusern und Kliniken der Region und im Besonderen durch die finanzielle und ideelle Unterstützung des Lions Clubs, Distrikt 111 SW, möglich.“

Um auch weiterhin ausreichend Transplantate für die Betroffenen in der Region zur Verfügung stellen zu können, ist es von großer Bedeutung, dass sich die Bevölkerung zu Lebzeiten bereits mit dem Thema Hornhautspende auseinandersetzt, damit im Falle des Falles der eigene Wille bekannt ist. Dabei kommt nahezu jeder Mensch für eine Hornhautspende in Frage und die Hornhäute können auch noch ein bis zwei Tage nach dem Tod entnommen werden. Um die Situation für die wartenden Patienten zu verbessern, haben wir für die Region Südbaden ein Register für die Augenhornhautspende eingerichtet. In dieses Spenderegister kann sich jede voll geschäftsfähige Person aufnehmen lassen und eine Absichtserklärung hinterlegen, ob nach dem Tode eine Hornhautspende erfolgen soll oder nicht. Den Angehörigen wird durch den Eintrag im Spenderregister die Entscheidung erleichtert, da der Verstorbene seine grundsätzliche Spendebereitschaft – oder die grundsätzliche Ablehnung einer Hornhautspende – zuvor einmal schriftlich erklärt hatte.

Wie wird man Hornhautspender*in?

Potentielle Hornhautspender*innen werden nach ihrem Tod von den Mitarbeiter*innen der Hornhautbank identifiziert. Dies geschieht in Kooperation mit zahlreichen regionalen Krankenhäusern von Offenburg über Villingen-Schwenningen bis Müllheim. Die Bereitschaft zur Hornhautspende wird in der Regel mit den nächsten Angehörigen geklärt und nach deren Zustimmung werden die Hornhäute entnommen. Anschließend werden diese in der Hornhautbank qualitätsgesichert aufbewahrt und schließlich für eine Hornhauttransplantation zur Verfügung gestellt. Seit Gründung der Lions Hornhautbank Baden-Württemberg im Jahr 2003 haben sich mehr als 5.000 Menschen für eine Hornhautspende bereit erklärt, so konnten inzwischen mehr als 10.000 Hornhäute entnommen und transplantiert werden.

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