Mit ihren verkehrspolitischen Positionen legt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg Vorschläge zur Verbesserung des Verkehrsflusses in der Region vor, um im nationalen und internationalen Wettbewerb um Unternehmen und Fachkräfte zukunftsfähig zu sein sowie den Wirtschaftsstandort zu sichern und zu stärken. „Technologieoffenheit und eine uneingeschränkte Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln leiten uns dabei. Anstehende Brückensanierungen, Autobahnerneuerungen, Überlastungen und Staus zeigen bereits, dass es um die Verkehrsinfrastruktur in Bonn/Rhein-Sieg schlecht bestellt ist. In den vergangenen Jahrzehnten wurde hier zu wenig geleistet, der Verkehrsfluss ist zumindest gehemmt“, sagte IHK-Vizepräsidentin Sabine Baumann-Duvenbeck bei der Vorstellung der verkehrspolitischen Positionen.

Die Region Bonn/Rhein-Sieg steht, wie auch viele andere Wachstumsregionen, vor der Herausforderung des zunehmenden Personen- und Güterverkehrs. „Sie ist Teil einer global vernetzten Volkswirtschaft, aus der weltweit Produkte und Teile transportiert werden. Umgekehrt werden Unternehmen und Verbraucher mit Waren und Dienstleistungen versorgt“, führte IHK-Geschäftsführer Professor Dr. Stephan Wimmers aus: „Die Anforderungen an Verkehr und Mobilität werden immer komplexer durch Lieferketten, Digitalisierung, demografischen Wandel, Klimaschutz oder begrenzte Ressourcen. Weiterhin zunehmende Pendlerströme sowie die daraus resultierende überlastete Verkehrsinfrastruktur stellen die Region vor große Herausforderungen.“

Um den Verkehrsfluss zu verbessern schlägt die IHK einen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, eine Bündelung der Verkehre sowie eine digitale Verkehrssteuerung vor, wobei alle Verkehrsträger zu berücksichtigen und aufeinander abzustimmen seien. Baumann-Duvenbeck: „Die Verkehrsinfrastruktur ist in den vergangenen Jahrzehnten hinsichtlich Ausbau, Neubau und Sanierung stark vernachlässigt worden. Diese Versäumnisse holen uns jetzt ein; das hat nicht zuletzt die Flutkatastrophe gezeigt. Der Verkehr braucht alternative Ausweichrouten bei Sperrungen, die diesen Verkehr auch aufnehmen können.“ Die IHK blickt dabei mit Sorge auf die Sanierung des Tausendfüßlers. Entlastung verspricht sie sich u. a. vom Bau der Rheinspange, der Seilbahn zum Venusberg, aber auch von Investitionen in den ÖPNV und den Ausbau der Fahrradinfrastruktur.

Zu den Hauptverkehrszeiten ersticke Bonn im Stau durch enorm hohe Pendlerströme, so IHK-Geschäftsführer Wimmers: „Täglich pendeln rund 140.000 Menschen nach Bonn ein. Deshalb fordern wir die Stärkung des Umweltverbundes und die Schaffung zusätzlicher Park & Ride-Plätze im Umland an Verkehrsknotenpunkten. Auch die Ausweitung von Homeoffice und mobilen Arbeiten sind hier hilfreich, wobei wir eine bessere Steuerung und Abstimmung zwischen den Arbeitgebern benötigen. Wir müssen zusätzliche Mitfahrmöglichkeiten unter den Pendlern schaffen, um den motorisierten Individualverkehr zu verringern.“ Kontraproduktiv sei die willkürliche Einrichtung von Umweltspuren auf den Hauptverkehrsstraßen.

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