Im Rahmen einer Umfrage zur Verbreitung der Digitalisierung in der deutschen und österreichischen Forst- und Holzwirtschaft sollten Erwartungen und Hemmnisse des Clusters bei der Digitalisierung erfasst werden. So wurde ersichtlich, wo Aufklärungsbedarf besteht und Potenziale liegen.

Als Bestandteil des Projektes „Digitales Rohstoffmanagement in Mitteleuropa“ (kurz DRMdat) wurde eine Online-Umfrage unter der Federführung des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Rohholz (AGR) zur Verbreitung der Digitalisierung in der deutschen und österreichischen Forst- und Holzwirtschaft durchgeführt. Nun wurden die zentralen Ergebnisse unter dem Titel: „Digitalisierung im Cluster Forst & Holz: Ein Branchenvergleich“ publiziert.

Besonders die Chancen, Hemmnisse und Effekte der digitalen Transformation standen im Fokus der Fragestellungen. Deutsche und österreichische Forstbetriebe, forstliche Lohndienstleister und das Rundholz verarbeitende Gewerbe wie etwa Sägewerke, Zellstoff- und Papierhersteller, Holzhändler, aber auch Handwerksbetriebe beteiligten sich an der Umfrage. Insgesamt nahmen 256 Personen teil, darunter 205 Führungskräfte deutscher und österreichischer Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette. Die Ergebnisse der Befragung werden in Teilen mit der jährlich durchgeführten Trendstudie von Bitkom Research zum Stand der Digitalisierung in deutschen Unternehmen verglichen. So konnte aufgezeigt werden, wie sich die Forst- und Holzwirtschaft im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Lage verhält.

Eine wichtige Erkenntnis aus der Umfrage betrifft die Hürden zum Ausbau der Digitalisierung in den Betrieben: Anders als vielleicht vermutet ist die Finanzierung zur Etablierung digitaler Prozesse in den seltensten Fällen der Grund zur Ablehnung. Viel mehr fehlt es auf mehreren Ebenen an der persönlichen Überzeugung der Entscheider. Lukas Freise, Geschäftsführer der AG Rohholz, kommentiert die Ergebnisse: „Ein Wandel im Cluster Holz und Forst ist abzusehen. Momentan scheint die generelle Akzeptanz der Digitalisierung noch von einer gewissen Trägheit in ihrer Umsetzung eingegrenzt zu sein. Eine rasant steigende wirtschaftliche Bedeutung des Themenkomplexes und ein starkes Verlangen junger digitalaffiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach modernisierten Prozessen verlang jedoch nach einem entschiedenen Handeln von allen Akteuren.“

Das Projekt wurde von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert.

Hier finden Sie die Pressemitteilung "AGR veröffentlicht Übersicht zum Stand der Digitalisierung im Cluster Forst und Holz".

Über Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR)

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die stoffliche Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.

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