• Fit werden – noch vor dem Start ins Skigebiet
  • Realistische Selbsteinschätzung auf der Piste
  • Körperliche Signale nach Rückkehr beachten

Die Märzferien sind im Norden Deutschlands fast seit jeher als Skiferien bekannt. Nach zwei Jahren Abstinenz durch die Corona-Pandemie haben in diesem Jahr 2022 sicherlich wieder zahlreiche Familien einen Skiurlaub geplant. Um sich jetzt wieder in Erinnerung zu rufen, wie man sich gut vorbereitet und sicher auf den Pisten bewegt, gibt der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Asklepios Klinik Nord – Heidberg Tipps, was jede:r einzelne tun kann, um das Unfall- und Verletzungsrisiko zu minimieren. ­Ein Skihelm gehört inzwischen auch für Hobby-Skifahrer zur Basisausstattung auf der Piste. „Dank eines Skihelms sinkt das Risiko für Kopfverletzungen erheblich. Laut Schätzungen bedeutet das bei Erwachsenen rund 35 Prozent weniger Verletzungen, bei Kindern sogar 60 Prozent“, sagt Chefarzt Dr. Christian Clausen. „Mehr und mehr setzen sich auch Protektoren für die Wirbelsäule durch – vor allem auch bei Kindern. Das sorgt für noch mehr Sicherheit. Sicherheitsrelevant ist darüber hinaus übrigens auch eine gut eingestellte Bindung, die bei einem Sturz rechtzeitig auslöst und insbesondere gefährliche Knieverletzungen vermeiden hilft.“
 
Nichtsdestotrotz finden jährlich zahlreiche Ski- und Snowboardunfälle statt. Das Risiko dafür lässt sich durch eine gute Vorbereitung und das richtige Verhalten auf der Piste minimieren. Hier die Empfehlungen der Expert:innen aus dem Team der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Asklepios Klinik Nord – Heidberg.
 
Tipp 1: Fit
Noch ist ein wenig Zeit, sich pistenfit zu machen. „Um nicht auf der Piste einen Kaltstart im Wortsinne hinzulegen, beginnt man am besten zwei Monate vor dem Skiurlaub mit vorbereitender Gymnastik. Knochen und Gelenke können mit speziellen Übungen auf die Belastungen vorbereitet werden“, sagt Dr. Clausen. „Denn, je stärker die Muskulatur ist, desto besser kann sie Knochen schützen und man riskiert nicht schon in den ersten Tagen ein ungewolltes Ende des Urlaubs.“
 
Tipp 2: Aufwärmen
Auch, wenn man das Gefühl hat, die Blicke auf sich zu ziehen… „Ihre Muskeln und Gelenke danken es Ihnen, wenn Sie sich durch leichtes Warm-Up auf die erste Abfahrt vorbereiten. Das richtige Aufwärmen auf der Piste minimiert das allgemeine Verletzungsrisiko und hat den Nebeneffekt, dass die Oberschenkel nicht „brennen“ und man am nächsten Tag weniger wahrscheinlich Muskelkater hat“, weiß der Unfallchirurg. „Auch steigert das richtige muskelaktivierende Aufwärmprogramm die Leistungsfähigkeit der Muskulatur. Durch die leichte Bewegung am Pistenrand steigt die Körpertemperatur und der Puls, Muskeln werden besser durchblutet, Nährstoffe gelangen schneller in die Muskelregionen, die zur Aktivität benötigt werden.“
 
Tipp 3: Kräfte und Können im Blick
Auch gute Skifahrer können sich überschätzen: Passen Sie Ihre Fahrweise an die Pistenverhältnisse und Ihr Können an. „Bei allem Pistenspaß sollte man trotzdem auf die Signale des Körpers achten“, sagt Dr. Clausen. „Sobald man merkt, dass Kraft und Konzentration nachlassen und die Koordination schwerer fällt, ist es Zeit für eine Pause. Wer sich am Nachmittag abgeschlagen fühlt, sollte den Skitag beenden. Statistisch passieren übrigens die meisten Skiunfälle kurz vor der Mittagspause und generell am dritten Skitag. Deshalb lautet mein persönlicher Tipp: Legen Sie doch statt des dritten Skitages einen Wellnesstag ein. Das entspannt nicht nur den Geist, sondern gibt auch dem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren.“
 
Tipp 4: Piste geeignet?
Man kennt es: Gerade in diesem Jahr, wenn die Skiferien vielleicht schon zweimal Corona-bedingt ausfallen mussten, freut man sich umso mehr auf die ersten Abfahrten. „Doch gerade, wenn man etwas aus der Übung ist, gilt es Vorsicht walten zu lassen: Fahren Sie nur auf präparierten Pisten und versuchen Sie, Pisten zu meiden, die (schon) vereist oder besonders voll sind. Und (siehe Tipp 3): Am Nachmittag können die Pisten aufgeweicht sein. Das kostet mehr Kraft und Koordinationsfähigkeit, als das Fahren auf einer glatten Piste. Von Tag zu Tag oder auch innerhalb eines Tages veränderte Pistenverhältnisse in Kombination mit nachlassenden Kräften, können ebenfalls das Unfall- und Verletzungsrisiko erhöhen.
 
Tipp 5: Alkohol? – Lieber nicht!
Après-Ski erfreut sich uneingeschränkter Beliebtheit. Verzichten Sie aber am besten auf Alkohol auf der Piste, denn dieser sorgt dafür (siehe Tipp 3), dass man sich zum einen leichter überschätzt, zum anderen Koordinationsfähigkeit und Konzentration nachlassen. Verursacht man zudem unter Alkoholeinfluss einen Unfall auf der Piste, kann das nicht nur zu Verletzungen führen, sondern darüber hinaus rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
 
Wer diese Tipps beherzigt, tut sich selbst und den Mitskifahrenden schon einen großen Gefallen. Und noch ein letzter:
 
„Wer nach dem Skiurlaub feststellt, dass sich ein Schmerz beispielsweise im Knie, der Schulter, dem Becken oder der Muskulatur nicht zurückbildet, sollte nicht zögern und sich näher untersuchen lassen“, sagt der Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Christian Clausen abschließend und fügt hinzu: „Auch, wenn die sportlichen Neujahrsvorsätze in einer anderen Sportart etwas zu ehrgeizig in die Tat umgesetzt wurden, können Verletzungen entstehen, die sehr schmerzhaft sind und sich nicht von allein zurückbilden. Gemeinsam mit unseren Patient:innen geben wir alles, um eine geeignete Therapie zu erarbeiten, die die Beweglichkeit und Mobilität frühzeitig wiederherstellt und Arthrosen auf lange Sicht vermeidet. Denn schmerzfreie Bewegung ist und bleibt Lebensqualität – egal in welchem Alter.“

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