Die Klassik Stiftung Weimar rückt auf ihrer Jahrespressekonferenz zunächst die neuen Direktor*innen in den Fokus. Mit Annette Ludwig (Direktion Museen), Friederike von Rosenberg (Direktion Schlösser, Gärten, Bauten) und Dirk Wintergrün (Querschnittsdirektion Digitale Transformation) sind drei Wechsel in der Führungsspitze der zweitgrößten Kultureinrichtung Deutschlands zu verzeichnen. Das neue Trio setzt mit je eigene Akzenten darauf, die Sammlungen und Museen, Liegenschaften und Denkmale sowie die digitalen Projekte der Stiftung mit Blick auf die Bedürfnisse heutiger wie zukünftiger Besuchergenerationen weiterzuentwickeln und die Stiftungsstrategie aktiv zu unterstützen – im analogen wie im digitalen Raum.

Die erfahrene Museumsmanagerin Annette Ludwig war von 2010 bis 2022 Direktorin des Gutenberg-Museums, dem Weltmuseum der Druckkunst in Mainz. Die Kunsthistorikerin möchte die insgesamt 21 Museen in ihrer Funktion als Schaufenster der Stiftung weiter stärken. Dabei setzt sie auf interdisziplinäre Zusammenarbeit auf nationaler wie internationaler Ebene. „Mein Ziel ist es, als Impulsgeberin mit einem hochqualifizierten Team an der programmatischen Fortentwicklung der neuen Stiftungsstrategie mitzuarbeiten. Auf meiner Prioritätenliste stehen die Infrastrukturprojekte Goethe-Nationalmuseum sowie die Weimarer Hof- und Residenzkultur und insbesondere das Weimarer Residenzschloss. Dessen Alleinstellungsmerkmale möchte ich mit einem reflektierten museologischen und szenografischen Konzept sowie der Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Perspektiven herausarbeiten. Mein Vorgänger hat insbesondere die Moderne fest in der Klassik Stiftung Weimar verankert. Hieran möchte ich anknüpfen, wenn wir in den Museen die drängendsten Fragen der Gegenwart reflektieren. Größte Priorität genießt für mich dabei auch die dynamische Weiterarbeit am Themenjahr 2023, das dem ‚Wohnen‘ gewidmet ist“, erklärt die Museumsmacherin. Dabei verkörpert die Stiftung für Ludwig die kontinuierliche Arbeit mit und für ein einzigartiges, dichtes Kulturerbe der Menschheit: „Die Klassik Stiftung Weimar steht für mich für Exzellenz, die sich unter veränderten Prämissen mit dem strategisch eingeleiteten Transformationsprozess unter Beweis stellen muss.“

Das Weltkulturerbe Weimars für künftige Generationen zu erhalten und sensibel an eine zeitgemäße Museumsnutzung anzupassen, ist auch das erklärte Ziel der neuen Direktorin für Schlösser, Gärten und Bauten, Friederike von Rosenberg. Die Expertin für Baudenkmalpflege verantwortet mit ihrem Team unter anderem die denkmalgerechte, nachhaltige Sanierung und Neukonzeption des Weimarer Residenzschlosses sowie des Goethe-Wohnhauses. Neben den Bau- und Erhaltungsaufgaben gehört auch das stiftungsübergreifende Liegenschaftsmanagement zu ihren Aufgaben. Sie versteht dabei die historischen Gebäude und Parklandschaften der Stiftung als eigenständige Groß-Exponate, die es nicht nur zu erhalten, sondern auch zu vermitteln gilt: „Die Ideengeschichte sichtbar zu machen, die sprichwörtlich hinter der Fassade der Schlösser, historischen Häuser und Parks der Klassik Stiftung Weimar liegt, ist mir ein Anliegen. Welches Weltverständnis, welche ästhetischen Konzepte verkörpern die Bau- und Gartendenkmale?“ Gleichwohl ist sich die Baudirektorin der wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen bewusst, die den Erhalt der Denkmale beeinflussen. „Neben den spannenden Widersprüchen von Erhalt und Nutzung müssen wir auch dem Klimawandel und seinen Folgen mit nachhaltigen Konzepten begegnen, um unser Weltkulturerbe auch zukünftig so authentisch wie möglich zu erhalten.“

Dirk Wintergrün, Leiter der neu geschaffenen Querschnittsdirektion für Digitale Transformation und Innovationsmanagement, widmet sich diesem herausragenden strategischen Handlungsfeld der Klassik Stiftung Weimar. Dabei geht es dem Wissenschaftler, der vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin nach Weimar wechselt, um eine nachhaltige Kontextualisierung der digitalen Objekte der Klassik Stiftung Weimar – als Teil eines Netzwerks der Dinge: „In Zeiten, in denen sich die Grenzen zwischen Realität und Virtuellem, Fakt und Fiktion auflösen, in denen der Zugang zu Informationen immer mehr durch private Akteur*innen, die großen Suchmaschinen und Netzwerke bestimmt wird und in denen in der Wahrnehmung nur noch zählt, was im Internet präsent ist, kommt den Gedächtnisinstitutionen eine zentrale Funktion zu. Sie müssen die Verbindung zwischen physikalischen und virtuellen Realitäten herstellen, sie müssen die Garanten für vertrauenswürdige Information sein. Ich möchte dazu beitragen, dass sie zu Dialogorten werden“, so Wintergrün.

Darüber hinaus präsentierte die Klassik Stiftung Weimar zwei zentrale Publikumspublikationen: Die 2022-Ausgabe ihres Magazins „klassisch modern“ stellt das Themenjahr „Sprache“ und andere Arbeitsschwerpunkte in spannenden Interviews, Reportagen und Bildfolgen vor. Der erste Jahresbericht 2021 informiert auf sehr anschauliche Weise über Entwicklung und Wirkung der Stiftung und rückt dabei das erste Themenjahr „Neue Natur“ ins Zentrum.

Abschließend skizzierte Literaturwissenschaftler und Publizist Jan Philipp Reemtsma die umfangreichen Projekte und Aktivitäten zum 250. Jubiläum von Christoph Martin Wielands Ankunft in Weimar. Mit ihm und Ministerpräsident Ramelow eröffnet die Klassik Stiftung Weimar am 2. September im Wielandgut Oßmannstedt die neue Dauerausstellung „Der erste Schriftsteller Deutschlands“. In den historischen Wohnräumen steht der ehemalige Prinzenerzieher in seiner Rolle als Romanschriftsteller, Chronist der Französischen Revolution und Übersetzer im Mittelpunkt.

Vertiefende Berichte und Bilanzen der Direktionen und Projekte der Klassik Stiftung Weimar finden Sie im >> Pressekit (Passwort: JPK22). Zum Themenjahr „Sprache“ findet eine gesonderte Pressekonferenz am 5. Mai 2022 statt.

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