Die Hochschule Offenburg ist Trägerin des "Deutschen Hochschulbaupreises 2022". Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihr für das Regionale Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) zuerkannt, für dessen Gestaltung das Büro Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten aus Stuttgart verantwortlich ist. Der im August 2020 in Betrieb genommene Neubau markiert den Auftakt für die geplante Erweiterung der Hochschule Offenburg. Das RIZ Energie vereint hinter einer modernen Fassade aus Holz und Glas Forschung, Transfer und Anwendung unter einem Dach. Es deckt seinen Energiebedarf ausschließlich über die eigene Photovoltaikanlage und verfügt über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das viergeschossige Gebäude, das der Erforschung von Ressourceneffizienz und Energietechnik dient, setzt dadurch ein deutliches Signal für die Energiewende und nachhaltiges Bauen. Das RIZ Energie besticht durch seine lichtdurchfluteten Bürolandschaften aus Stahlbeton, die gekonnt mit einer von Holzwerkstoffen geprägten Versuchshalle verbunden sind. Es überzeugt "mit der Integration von Forschung und Lehre und ihren unterschiedlichen räumlichen Anforderungen, der Integration einer hervorragenden erneuerbaren Energietechnik sowie der Integration unterschiedlicher und vielfältig erfahrbarer Arbeitswelten in einem räumlich anspruchsvollen und dennoch einfachen Gesamtkonzept", befand die Jury unter dem Vorsitz der Präsidentin des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten, Susanne Wartzeck.

Zwei weitere Auszeichnungen in Höhe von jeweils 5.000 Euro gehen an die Universität Hamburg und die TU Chemnitz. Prämiert werden das "Haus der Lehre – Light & Schools" der Universität Hamburg, für das das Büro hammeskrause architekten aus Stuttgart verantwortlich zeichnet, sowie die Universitätsbibliothek der TU Chemnitz, die durch die ARGE Aktienspinnerei – bestehend aus den Architekten Siegmar Lungwitz, Lydia Heine, Thorsten Mildner (alle Dresden) und Thomas Rabe (Berlin) – geplant und realisiert wurde.

Der Deutsche Hochschulbaupreis wurde von der Deutschen Universitätsstiftung (DUS) unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zum sechsten Mal ausgelobt. Die Auszeichnung wird durch die Eberhard-Schöck-Stiftung mit einem Preisgeld in einer Gesamthöhe von 25.000 Euro unterstützt. Mit den Prämierungen des Hochschulbaupreises werden jeweils die Bauherrinnen und Bauherren sowie die Entwurfsverfasserinnen und Entwurfsverfasser ausgezeichnet. Um den Preis haben sich 22 Hochschulen aus zehn Bundesländern beworben.

Mit dem Preisträger und den beiden Auszeichnungen werden beispielhafte Hochschulgebäude oder -ensembles gewürdigt, die eine besondere baukulturelle Qualität aufweisen beziehungsweise von einem vorbildlichen Umgang mit historischer Bausubstanz zeugen. Sie vereinen in herausragender Weise ästhetische und funktionale Gesichtspunkte und sind als Hochschulgebäude für Studierende und Hochschullehrerinnen und -lehrer attraktiv. Zugleich sind sie dem nachhaltigen Bauen in ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Hinsicht verpflichtet und tragen positiv zur Gestaltung des öffentlichen Raumes bei.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat den Preis finanziell unterstützt, die Durchführung des Wettbewerbs lag beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Weitere Informationen unter:
www.deutsche-universitaetsstiftung.de

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