• Spektakuläres Finale beim zweiten NLS-Rennen der Saison: Augusto Farfus gewinnt Zweikampf gegen Max Hesse.
  • BMW M4 GT3 siegt zum ersten Mal auf deutschem Boden.
  • Walkenhorst Motorsport macht mit Platz drei das Dreifachpodium für die BMW M Motorsport Teams perfekt.

Der BMW M4 GT3 hat beim zweiten Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) einen Dreifachsieg gefeiert. Das 4-Stunden-Rennen auf der Nordschleife (GER) endete mit einem spektakulären Finale zwischen Augusto Farfus (BRA) und Max Hesse (GER). Die Entscheidung fiel in einem engen und hochspannenden Zweikampf erst auf den letzten Metern. Letztlich überquerte Farfus im #99 BMW M4 GT3 von ROWE Racing vor dem BMW Junior Team die Ziellinie. Der Brasilianer teilte sich das Fahrzeug mit Connor De Phillippi (USA), der die Poleposition herausgefahren hatte. Platz drei im Rennen ging an den #34 BMW M4 GT3 von Walkenhorst Motorsport.
 
Bereits im Qualifying zeichnete sich ab, dass es ein guter Tag für die BMW M Motorsport Teams werden würde. De Phillippi und BMW Junior Dan Harper (GBR) stellten zwei BMW M4 GT3 in die erste Startreihe. Im Rennen entwickelte sich nach den ersten Stints von De Phillippi und Neil Verhagen (USA) ein Zweikampf der beiden Fahrzeuge. Trotz einer Durchfahrtsstrafe lag das BMW Junior Team mit dem #44 BMW M4 GT3 in Führung, doch in einem starken letzten Stint ging Farfus noch an Hesse vorbei. In der letzten Runde kam es noch einmal zum Windschatten-Duell der beiden auf der Döttinger Höhe, in dem die Fahrer hart, aber fair Rad an Rad kämpften. Letztlich setzte sich Farfus ganz knapp durch und fuhr den ersten Sieg für ROWE Racing mit dem neuen Fahrzeug nach Hause. Nach einer ebenfalls sehr starken Leistung kam der #34 BMW M4 GT3 von Walkenhorst Motorsport mit den Fahrern Christian Krognes, Sami-Matti Trogen (beide NOR) und Andy Soucek (ESP) auf Position drei ins Ziel. Platz fünf ging an das zweite ROWE Racing Fahrzeug mit John Edwards (USA), Sheldon van der Linde (RSA) und Marco Wittmann (GER) am Steuer.
 
Stimmen nach dem Rennen:
 
Andreas Roos (Leiter BMW M Motorsport): „Mit drei Fahrzeugen auf dem Podium können wir natürlich sehr zufrieden sein. Der BMW M4 GT3 hat sein großes Potenzial auf der Nordschleife gezeigt. Der Zweikampf am Ende war großartig. Ich denke, wir haben gezeigt, was wir können, und den Fans eine tolle Show geboten. Das war fantastisches Racing, das allen Beteiligten Freude gemacht hat. So soll es aus unserer Sicht sein. Neben dem Ergebnis haben wir auch wertvolle Erkenntnisse in der Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen gewonnen.“
 
Augusto Farfus (#99 BMW M4 GT3, ROWE Racing): „Wir hatten ein bisschen Boden verloren, weil wir Pech mit dem Verkehr in den Gelbphasen hatten. Eigentlich hätten wir vor dem anderen BMW in den letzten Stint gehen sollen. Aber leider haben wir das nicht geschafft. Als ich aus der Box fuhr, hatte ich das Gefühl, 15 oder 20 Sekunden zurückzuliegen. Dann kam ich näher, näher, näher, und bei der ersten Gelegenheit, die sich mir bot, überholte ich und zog davon. Max hatte vor meinem Überholmanöver nur den Bruchteil einer Sekunde Zeit, um zu entscheiden, ob er überrunden sollte oder nicht. Ich sah sein Zögern und zog es durch. Aber leider hatte ich aufgrund des Verkehrs eine schlechte Ausfahrt auf die letzte Gerade und musste mich verteidigen, weil er mit Vollgas herankam. Aber so ist der Rennsport.“
 
Connor De Phillippi (#99 BMW M4 GT3, ROWE Racing): „Was für ein großartiger Tag für dieses Auto! Es war das erste Mal mit dem neuen Auto auf dieser Strecke, das Team hat mit der Vorbereitung, der Umsetzung und der Strategie einen fantastischen Job gemacht. Mein letzter Stint war in Sachen Verkehr unglaublich unglücklich, aber da muss man durch. Augusto ist dann anschließend aber wie der Teufel gefahren und hat noch das entscheidende Überholmanöver für den Sieg geschafft. Es ist toll, so unglaubliche Teamkollegen zu haben.“
 
Max Hesse (#44 BMW M4 GT3, BMW Junior Team): „Die letzten Runden waren sehr, sehr spannend. Ich hatte einmal Pech nach dem Flugplatz, und dort konnte Augusto mich überholen. Ich konnte aber weiter an ihm dranbleiben, und dann hatte er das Pech, als es auf die Döttinger Höhe ging. Wir waren dann sogar kurz auf dem Gras. Aber ich denke, dass wir zufrieden sein können, zumal wir ja auch noch dazu eine Durchfahrtsstrafe hatten. Wir haben auf jeden Fall seit NLS 1 gute Schritte nach vorn gemacht.“
 
Andy Soucek (#34 BMW M4 GT3, Walkenhorst Motorsport): „Es war super. Es war das erste richtige Rennen, das wir als Team zusammen bestritten haben. Walkenhorst Motorsport hat sich intensiv darauf vorbereitet, und wir haben eine tolle Truppe, die mit harter Arbeit hinter uns steht. Ich freue mich riesig, dass wir im ersten Rennen auf dem Podium stehen. Das Auto war toll zu fahren, meine Teamkollegen haben einen mega Job gemacht, und ich habe zwar noch nicht so viel Erfahrung hier auf der Nordschleife, hatte aber eine Menge Spaß.“

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