Film- und Fernsehschauspieler Peter Trabner führt am Freitag, 10. Juni, gemeinsam mit einem Nationalpark-Baum das Stück „Der Tod des Emphedokles“ auf der Wannewiese bei Vöhl-Harbshausen auf. Es gibt zwei Vorführungen, die jeweils eine Stunde dauern – um 16:00 Uhr und um 19:00 Uhr. Eine Sitzgelegenheit ist selbst mitzubringen. Treffpunkt ist der Nationalpark-Eingang Himmelsbreite bei Vöhl-Harbshausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen oder der Haltestelle Vöhl-Harbshausen aus und beachten den Fußweg bis zum Treffpunkt.

Der griechische Denker und Magier Emphedokles lebte vor rund 2.500 Jahren auf Sizilien. Dort stürzt er sich in den Ätna, steigt als Silberwolke in den Himmel und verteilt sich sozusagen in homöopathischer Dosis global. Emphedokles ist nun also in allem und überall enthalten – so wie das Plastik in unseren Weltmeeren und die Abgase in unserer Luft. Im Sommer 1797 greift Friedrich Hölderlin zur Feder und scheitert grandios am Werk „Der Tod des Emphedokles“, welches Trabner mit seiner Inszenierung nun wiederaufleben lässt. Er probt immer wieder mit dem Baum, seinem besten Freund, dem Repräsentanten der gesamten Natur, den Emphedokles.

Ob die antike Vier-Elemente-Lehre, hipper Veganismus, die klassische Rhetorik, die All-Einheit der Natur oder die Selbstüberforderung eines jeden Menschen angesichts persönlicher und globaler Gefährdungen: Trabner montiert Versatzstücke der Kultur- und Naturgeschichte zu einer fulminanten One-Man-one-Baum-Show. 

„Der Tod des Emphedokles ist mitreißend, irrwitzig und zuweilen so klarsichtig wie das Quellwasser aus der Plastik-Flaschen-Wasser-Abfüllanlage des global agierenden Lebensmittelkonzerns, der die Vogelmutti, die sich so rührend um die lieben, kleinen Küken kümmert, als Firmenlogo nutzt“, sagt der Schauspieler selbst über das Stück.

Im Anschluss an die Vorführung, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch die Möglichkeit mit einem Ranger eine kleine Tour zu machen und können die Aussicht vom Hagenstein genießen. Die Strecke beträgt circa 1,2 Kilometer und verläuft auf einem barrierefreien Weg bis zur Aussichtsplattform. Von dort geht es nach kurzem Aufenthalt zurück zum Ausgangspunkt und Parkplatz an der Himmelsbreite.

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