Der Start in den Sommer beginnt in Altona immer mit der altonale. Das Festival der kulturellen Vielfalt wartet auch in diesem Jahr wieder mit einem breiten Angebot aus allen kulturellen Sparten auf. Einer der zentralen Festivalorte ist – auch das schon aus Tradition – das Altonaer Museum, in dem neben einigen Aktivitäten der altonale auch drei Veranstaltungen zur aktuellen Ausstellung "Chiffren einer Stadt“ stattfinden, die im Rahmen der Triennale der Photographie im Jenisch Haus, der Außenstelle des Altonaer Museums, zu sehen ist.

Die Ausstellung „Chiffren einer Stadt“ widmet sich in erster Linie dem umfangreichen Schaffen des Hamburger Fotografen Hans Meyer-Veden, der Hamburg als beobachtender Flaneur über mehr als drei Jahrzehnte hinweg in ausdrucksstarken Bildern festgehalten hat: von den Architekturensembles in den schmalen Gassen von Altona und zwischen den Kontorhäusern der Speicherstadt über technische Apparaturen und Anlagen im Hafen bis zur immer wieder neu erscheinenden Wasseroberfläche der Elbe.

Ergänzt werden die Arbeiten Meyer-Vedens von drei Interventionen, die seine Themen und Aufnahmen perspektivisch erweitern: Eine Werkgruppe des Fotografen Michael Meyborg zeigt vor allem Bilder mit aus der Türkei stammende Migranten und Asylbewerbern in Hamburg, die zwischen 1979 und 1995 entstanden sind, der Film „Terrible Houses in Danger“ der mpz Filmgruppe holt den Protest der Hausbesetzer an der Hafenstraße bis 1985 ins Bild und die seit 1999 entstandenen Arbeiten des Street-Art Künstlers TONA laden zu einer aktuellen Form der visuellen Auseinandersetzung mit der urbanen Gesellschaft am Fluss ein.

Begleitend zu diesen drei Interventionen können deren Akteurinnen und Akteure in den folgenden Veranstaltungen im Altonaer Museum erlebt werden:

Sonntag, 19. Juni 2022, 15 Uhr, Eintritt: „pay what you want“

Live-Painting mit dem Altonaer Stencil-Künstler TONA

Der Street-Artist TONA begann zunächst mit Graffiti-Kunst, konzentrierte sich dann aber mehr und mehr auf Schablonenarbeiten. Nach dem Motto „Kunst auf der Straße für die Straße“ schafft er Werke, die ohne Sprache auskommen und unmittelbar mit den Menschen in Kontakt tritt, die mit offenen Augen durch die Stadt gehen. Seine kleinen und großen Kinderfiguren findet man mittlerweile rund um den Globus an Hauswänden und Mauern. Immer wieder überraschen die gesprühten Gesichter an teils schlichten wie auch an skurrilen Orten und beleben das Straßenbild. Beim Live-Painting am 19. Juni bearbeitet er eine Wandfläche des Altonaer Museums und demonstriert seine Arbeitsweise.

Donnerstag, 23. Juni 2022, 19 Uhr, Eintritt: „pay what you want“

„Die Hafenstraße 1981 bis 1994“ – Filmvorführung mit der mpz-Filmgruppe und anschließendem Gespräch

Als Anfang der 1980er Jahre die historischen Wohnhäuser an Hafenstraße und Bernhard-Nocht-Straße abgerissen werden sollen, um Platz für Neubauten zu machen, entwickelt sich eine über viele Jahre schwelende Auseinandersetzung zwischen Hausbesetzenden, Polizei und Politik. So wurde die Hafenstraße ein Sinnbild der Hamburger Szene. An keinem anderen Ort der Stadt, wurde das Recht auf Legalität, Lebens- und Wohnraum eines jeden Menschen so vehement eingefordert und durchgesetzt wie hier. Die Filmgruppe des Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. (mpz), das 1973 gegründet wurde, hat die Ereignisse in den Jahren 1981 bis 1994 filmisch begleitet. Insgesamt entstanden sieben Bewegungsvideos, die die Geschichte des Konfliktes, den Kampf um die Häuser und auch den Blick in den Lebensalltag dokumentieren. Die Gäste beim anschließenden Gespräch sind: Simone Borgstede, Hafenstraßenbewohnerin, Stefan Corinth, Filmemacher, Uwe Ahlborn, Filmemacher und ehemaliger Bewohner.

Sonntag, 26. Juni 2022, 15 Uhr, Eintritt: „pay what you want“

Von Ankara nach Altona – Neue ‚Haymat’. Ein Gespräch mit den Fotografen Michael Meyborg und Firat Kara

Der Hamburger Fotograf Michael Meyborg hat bereits 1982 unter dem Titel „Von Ankara nach Altona“ den Alltag von Geflüchteten und Migrantinnen, vor allem den Weg der Kinder der ursprünglichen Arbeitsmigranten in Schule und Beruf dokumentiert. Seine Fotografien führten das schwierige Unterfangen einer gelingenden Integrationspolitik innerhalb der urbanen Gesellschaft vor Augen. Der türkischstämmige Fotograf Firat Kara hat fast 40 Jahre später für seinen Band „Haymat“ 30 Menschen aus der türkisch-deutschen Community porträtiert, deren Beiträge, Ansichten und Stimmen für die Politik, die Wissenschaft, die Kultur und den Sport prägend geworden sind. Im gemeinsamen Gespräch erzählen die beiden Fotografen ihre Geschichte und Geschichten.

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