Angefangen hat alles mit einem Kribbeln vom Daumen bis zur Schulter, Stefan Nienhaus erinnert sich noch genau an die ersten Symptome vor zweieinhalb Jahren, „Ich bin direkt zum Neurologen gegangen und der hat mir Physiotherapie verordnet. Das hat auch zunächst geholfen.“ Was tatsächlich dahinter steckte, erläutert Prof. Dr. Uta Schick, Chefärztin der Klinik für Neurochirurgie des Clemenshospitals, einem Krankenhaus der Alexianer: „Auf Höhe des fünften und sechsten Halswirbels hat sich ein sehr seltener Tumor innerhalb des Rückenmarks entwickelt, ein sogenanntes Ependymom. Der Tumor wächst in der Mitte des Rückenmarks und drängt das restliche dünne gesunde Gewebe an den Rand.“

Bei Stefan Nienhaus traten nach und nach mehrere sehr unterschiedliche Symptome auf, die Kraft in den Schultern ließ nach, Gegenstände fielen aus der Hand, es gab Probleme, das Wasser zu halten, Darmträgheit und schließlich wurde der Gang unsicher, „Es sah aus, als ob ich betrunken wäre.“ Für die Neurochirurgin sind das eindeutige Hinweise: „Eine Gangstörung mit einer vegetativen Störung im Sinne einer Blasen-, Mastdarm- oder Potenzstörung sind typisch für eine beginnende Querschnittlähmung.“ Die Häufung von Ausfallserscheinungen beunruhigte Anfang des Jahres dann auch Nienhaus‘ Hausarzt, der eine Untersuchung im MRT empfahl, „Ein paar Stunden später erhielt ich einen Anruf, ich soll sofort kommen, es ist ein Tumor!“

Der Tumor lag in der Wirbelsäule so weit oben, dass die vom Tumor verursachte Schwellung bis zum Hirnstamm reichte, auch für die versierte Neurochirurgin eine Herausforderung. „Das Vorgespräch war hart, es könne nach der OP Probleme mit der Atmung geben und Frau Professor Schick hat mir empfohlen, vor dem Eingriff noch mit meiner Frau zu sprechen, weil ich nach der OP möglicherweise vorübergehend im schlechtesten Fall nur noch mit den Augen sprechen könnte“, erinnert sich der 41-Jährige mit leiser Stimme. „Die Operation dauerte etwa sechs Stunden, der Tumor hatte einen Durchmesser von zehn Millimetern und war dreieinhalb Zentimeter lang. Wenn man bedenkt, dass der Rückenmarkskanal nur zwölf Millimeter breit ist, kann man sich vorstellen, dass nur noch eine hauchdünne gesunde Schicht vorhanden war“, berichtet Prof. Dr. Uta Schick.

Das Rückenmark hat eine sehr schlechte Erholungstendenz, wie die Ärztin erklärt, umso erstaunlicher war es auch für die erfahrene Neurochirurgin, wie schnell die Heilung bei Stefan Nienhaus voranschritt, „Wir konnten sofort die künstliche Beatmung weglassen, der Patient konnte Beine und Arme, wenn auch nur ungerichtet bewegen, das war für den Anfang sehr gut und wir haben uns sehr gefreut!“ Das Clemenshospital musste Nienhaus im elektrischen Rollstuhl verlassen, „In der Reha habe ich dann aber die Stufe mit dem Rollator und den Gehstützen übersprungen und bin direkt ohne Hilfsmittel gelaufen.“ Jetzt, knapp zwei Monate nach Ende der Reha im Querschnittzentrum Bad Wildungen, ist Stefan Nienhaus von der schweren Erkrankung kaum noch etwas anzumerken, „Ich bin sehr froh, dass die Operation so erfolgreich war und ich mein normales Leben zurück habe!“ Dank der kompletten Entfernung ist keine weitere Behandlung wie Strahlen- oder Chemotherapie mehr erforderlich.

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