Im Arosa Bärenland meisterte Jamila heute einen wichtigen Meilenstein. Nachdem auch für sie der Schieber in die grosse Aussenanlage geöffnet wurde, setzte Jamila vorsichtig Tatze für Tatze in das Grün der saftigen Wiese. Für das Pflegeteam und die Besucher ein wunderschöner Moment, den sie gespannt von der Besucherplattform aus beobachtet haben.

Die ersten Schritte in der Aussenanlage
Während der Eingewöhnungsphase in der Innenanlage, konnte sich Jamila in den vergangenen Wochen bereits ein Bild des Aussenbereiches machen. Seit heute kann die Bärin die Teiche, Bächlein sowie Baumgruppen der Aussenanlage selbst erkunden und die natürlichen Instinkte eines Bären ausleben. Am Anfang verhielt sich Jamila sehr vorsichtig und blieb immer in der Nähe der vertrauten Innenanlage. Mit der Zeit gewann die Neugier die Oberhand und sie begann, im flachen Gelände zu grasen. Meimo und Amelia beobachteten Jamilas ersten Ausflug und grasten entspannt in ihrer Nähe. Jamila liess sich von den zwei «Mit-Bär-Wohnern» nicht beirren und legte sich sogar etwas hin. Auch durch die Besucherinnen und Besucher auf dem Abenteuerweg liess sie sich nicht stören. Dies zeigt, dass sich die Bärin in der neuen Umgebung sicher fühlt. Nach einer kurzen Erkundigungstour im steilen Gelände, kehrte sie wieder zurück in ihre vertraute Innenanlage.

Die Unsicherheit hinter sich gelassen
Jamilas Bruder Sam hat vergangene Woche zum ersten Mal die Aroser Natur erkundet. Da die Tierpfleger Jamila während der Eingewöhnungsphase als sehr zurückhaltend und unsicher wahrgenommen haben, hat man bei ihr mit dem Öffnen des Schiebers noch etwas länger zugewartet. «Jamila fühlte sich schnell bedroht und wirkte teilweise ängstlich. Weil wir nur wenig über die Vergangenheit der ehemaligen Zoobärin wissen, haben wir ihr deshalb noch etwas mehr Zeit gegeben und so einer Reizüberflutung vorgebeugt,» erklärt Dr. Hans Schmid, wissenschaftlicher Leiter im Arosa Bärenland. VIER PFOTEN Länderchefin Alexandra Mandoki ergänzt: «Dass sie nun ihre Unsicherheit hinter sich lassen konnte und so mutig die Aussenanlage erkundet, freut uns riesig.» Die Begeisterung über den gemeisterten Meilenstein ist nicht nur im Team des Arosa Bärenlandes spürbar. Auch die Besucher auf der Plattform und dem Abenteuerweg staunten nicht schlecht, als sie die ersten Schritte von Jamila mit eigenen Augen beobachten konnten. «Ich bin zum ersten Mal im Arosa Bärenland, dass ich jetzt gleich so etwas Emotionales erleben darf, ist unglaublich!», beschreibt eine Besucherin aufgeregt.

Weitere Schritte im Arosa Bärenland
Um in Zukunft alle Bären miteinander zu vergesellschaften wird Jamila nun die Gelegenheit haben, sich in der Aussenanlage zu orientieren und die Gegebenheiten kennenzulernen. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Vergesellschaftungsstrategie des Arosa Bärenlandes. «Wenn Jamila sich in der Aussenanlage wohl fühlt und mögliche Fluchtwege und Verstecke kennt, werden wir eine Vergesellschaftung mit Sam, und später auch mit Amelia und Meimo anstreben», erklärt Dr. Hans Schmid.

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