Vom 10. bis 18. Juli fand in Jerewan, Armenien die Internationale Biologie-Olympiade (IBO) statt. 237 Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus über 60 Ländern nahmen am Wettbewerb teil – nach zwei Jahren online endlich wieder vor Ort. Alle vier Mitglieder des dreisprachigen Schweizer Teams wurden mit Bronzemedaillen ausgezeichnet:

  • Davide Petraglio, Liceo cantonale di Locarno (TI) 
  • Dominik Rožman, Kantonsschule Wettingen (AG) 
  • Mathilde Rolle, Collège du Sud (FR) 
  • Zora Althaus, Gymnasium Neufeld (BE) 

Für Liechtenstein trat Seraphim Joliat (Liechtensteinisches Gymnasium, FL) an.  

Sie kennen das Leben in- und auswendig 

Die IBO ist nichts für schwache Nerven. In ihrer Freizeit wälzen die Teilnehmenden dicke Lehrbücher, um sich das Wissen für die zwei dreistündigen Theorieprüfungen anzueignen. Während der Praktika sezieren sie Fische und blicken tief in deren Inneres, um herauszufinden, welche Spezies hier unter dem Skalpell liegt. Die Biodiversität systematisch identifizieren zu können sorgt nämlich nicht nur für Ordnung, sondern ist in Zeiten des Artensterbens von existentieller Relevanz, erklärt Olympiaden-Volunteer Lars Wehrle. Aber der Naturkundler-Nachwuchs muss neben scharfen Klingen und enzyklopädischem Wissen auch mit Computern hantieren können. Zusätzlich zu Zoologie, Pflanzenphysiologie und Biochemie gehört auch Bioinformatik zu den Themen der vier neunzigminütigen praktischen Prüfungen. Kein Wunder sind sich die Schweizer Teilnehmenden einig, dass die Prüfungen anstrengend waren – wenn auch, laut Mathilde, sehr interessant. «Es war cool, sein Wissen anwenden zu können und sich mit schwierigeren Fragen zu konfrontieren», findet die Freiburgerin. 

Abenteuer in Armenien 

Starke Nerven brauchen die jungen Talente nicht nur im Prüfungssaal. Aufgrund technischer Schwierigkeiten kommt es bei dieser IBO zu Wartezeiten und verschobenen Programmpunkten. Auch von Krankheiten bleibt die Delegation nicht verschont. Davide zeigt sich aber optimistisch: «Wir haben beim Warten Spiele gespielt. In dieser Zeit habe ich die Möglichkeit gehabt, andere Leute kennenzulernen.» Der Austausch mit Jugendlichen aus aller Welt ist für die Schweizer Teilnehmenden das Highlight der Olympiade. «Das war eine fantastische Erfahrung! Man kann so Netzwerke knüpfen, neue Freundschaften schliessen und verschiedene Kulturen entdecken», findet Mathilde. Auch vom Sightseeing in Armenien haben die Jugendlichen viel zu erzählen. «Ich konnte ein Land und dessen Kultur kennenlernen, welches ich sonst wahrscheinlich nicht besucht hätte», meint Dominik, «wir haben Museen, ein Kloster, einen Tempel und eine Burg besucht». 

Nächster Halt: Biologie 

«Ich hatte keine Erwartungen bezüglich der Resultate, ich wollte einfach Leute kennenlernen und Spass haben», sagt Davide. Dementsprechend freut er sich über die unerwartete Medaille. Auch Dominik ist zufrieden, sieht aber noch Luft nach oben: «Falls ich nächstes Jahr auch an die IBO komme, weiss ich, was ich besser machen kann». Neben einer weiteren Teilnahme an der Biologie-Olympiade will der vielseitig interessierte Kantischüler die Linguistik-Olympiade ausprobieren. Auch Davide hat vor, noch einmal mitzumachen. Mathilde hingegen schliesst schon die Schule ab und will danach Veterinärmedizin oder Biologie studieren: «Ich liebe es, natürliche und physiologische Prozesse verstehen zu können». 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend.  Zehn Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4’000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

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