Tannhäuser – ein ewig Suchender, ein ruhelos Getriebener: Richard Wagner sollte die Beschäftigung mit seinem revolutionären Titelhelden bis zu seinem Tode nicht loslassen. Das Aalto-Musiktheater zeigt die romantische Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ am Samstag, 24. September, um 18:00 Uhr als erste Premiere der neuen Spielzeit. Die Saison 2022/2023 ist die erste der neuen Intendantin Dr. Merle Fahrholz, die Premieren wurden noch von ihrem Vorgänger Hein Mulders geplant. Regie führt Paul-Georg Dittrich, der in Essen bereits mit seinen spannenden und vielschichtigen Deutungen von Glucks „Orfeo|Euridice“ und zuletzt mit Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ für Aufmerksamkeit sorgte. Der zweimalig für den FAUST-Preis nominierte Regisseur zeigt Tannhäuser als Künstler, der sich auf eine Reise durch die Zeit und durch die Kunstgeschichte begibt und der sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart mit seiner Kunst revolutioniert und gesellschaftliche Konzepte infrage stellt. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil.

Im Mittelpunkt von Richard Wagners 1845 in Dresden uraufgeführter Oper steht der mittelalterliche Minnesänger Tannhäuser: Nachdem er im Venusberg die Welt aus Lust und körperlicher Liebe im Überdruss genossen hat, treibt es den rastlosen Künstler weiter. Doch sein Weg führt geradewegs zurück zur Wartburg, wo er auf Elisabeth trifft, die er zuvor verlassen hatte und die ihn noch immer liebt. Als beim dortigen Sängerwettstreit alle Teilnehmer das immer gleiche Ideal der hohen Minne besingen, platzt Tannhäuser schließlich der Kragen: Er stimmt ein Loblied auf Venus an und bricht damit alle Regeln der Kunst und Gesellschaft. Ein Streit eskaliert, der Tannhäuser fast das Leben kostet. Nur durch die Fürsprache Elisabeths wird ihm zugestanden, sich mit einem Pilgerzug nach Rom zu begeben. Doch Tannhäuser ist nicht zum Büßen geboren … Die strikte Trennung von geistigem Streben oder leiblicher Erfüllung, himmlischer Verklärung oder irdischer Lust kann und will Tannhäuser nicht akzeptieren.

Musikalische Leitung Tomáš Netopil | Inszenierung Paul-Georg Dittrich
Bühne und Kostüme Pia Dederichs, Lena Schmid | Video Vincent Stefan
Choreinstudierung Klaas-Jan de Groot | Dramaturgie Svenja Gottsmann, Patricia Knebel

Tannhäuser Daniel Johansson | Hermann, Landgraf von Thüringen Karl-Heinz Lehner
Elisabeth, Nichte des Landgrafen Astrid Kessler | Venus Deirdre Angenent
Wolfram von Eschenbach Heiko Trinsinger | Walther von der Vogelweide Mathias Frey
Biterolf Andrei Nicoara | Heinrich der Schreiber Christopher Hochstuhl
Reinmar von Zweter Bart Driessen | Ein junger Hirt Mercy Malieloa | Vier Edelknaben Kinderchor

Opernchor und Kinderchor des Aalto-Theaters | Statisterie | Essener Philharmoniker

Premiere Samstag, 24. September 2022, 18:00 Uhr, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen 28. September; 1., 16. Oktober; 6., 27. November; 1., 16., 22. Dezember 2022; 7. Januar 2023
It’s Teatime Freitag, 23. September 2022, 16:30 Uhr, Aalto-Cafeteria
Nachgespräche 28. September und 16. Oktober 2022, Aalto-Cafeteria
Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer

Karten (Premiere: € 16,00-77,00; weitere Vorstellungen: € 11,00-55,00) sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10:00-16:00 Uhr; Di-Fr 10:00-17:00 Uhr; Sa 10:00-14:00 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters, Opernplatz 10 (Di-Sa 13:00-18:00 Uhr), telefonisch unter T 02 01 81 22-200 sowie online unter www.theater-essen.de.

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