Im Kölner Volksgartenweiher sinkt bald der Wasserspiegel: Das Weiherbecken wird in den nächsten Wochen von den StEB Köln leergepumpt und auf die Sanierung vorbereitet. Im Zuge dessen werden auch die dort lebenden Fische umgesiedelt. 

Wenn im Frühjahr der Abbruch der undichten, 130 Jahre alten Weihersohle beginnt, muss der Weiher vollständig leer sein. „Es gibt hier keinen Stöpsel, den man einfach ziehen kann, wie in der Badewanne“, erläutert Birgit Konopatzki, Pressesprecherin der StEB Köln. „Wir müssen den Weiher leerpumpen, und am Grund befindet sich eine dicke Schicht aus Sedimenten und organischem Material. Diese Schicht lässt sich am einfachsten im Saugverfahren abtragen, solange noch Wasser im Becken ist.“

Dazu wurde im Volksgarten ein Spezialboot zu Wasser gelassen. Von dort aus wird die Schlammschicht am Grund des Weihers über einen Schlauch absaugt und in ein Sedimentationsbecken am Ufer gepumpt. Darin wird das Gemisch gefiltert: Mineralische Ablagerungen und organisches Material mit einer Korngröße über 0,063 Millimeter (ca. unter einem Millimeter) verbleiben im Absetzbecken und werden entsorgt. Der gefilterte, stark verdünnte Schlamm wird über die Kanalisation abgeleitet.

Die vollständige Entleerung des Weiherbeckens wird voraussichtlich bis in den Februar dauern. Wenn der Wasserspiegel etwa 60 Zentimeter erreicht hat, kommen speziell ausgebildete Fischereisachverständige zum Einsatz. Sie entnehmen die im Weiher lebenden Fische und setzen sie um in geeignete Ersatzgewässer in der Nähe. Dies gilt auch für schützenswerte Muscheln und Krebsarten, die bei den Arbeiten geborgen werden.

Die Fische, die nach Abschluss der Sanierung 2024 in den erneuerten Weiher eingesetzt werden, können sich auf ein deutlich schöneres Zuhause freuen. Denn der Weiher erhält bis dahin nicht nur eine neue, dichte Sohle, sondern wird auch ökologisch aufgewertet. „Das bedeutet bessere Wasserqualität, weniger Algenbildung und ein besseres ökologisches Gleichgewicht“, so Birgit Konopatzki. „Davon profitieren nicht nur die Parkbesucher*innen, sondern auch Fische und Wassertiere.“

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