Im Falle eines Schlaganfalls kann bei einigen Patienten oft schon ein Medikament das Blutgerinnsel im Gehirn auflösen. Ist diese Thrombolyse, auch Lysetherapie genannt, nicht erfolgreich, kommen im Bottroper Knappschaftskrankenhaus spezialisierte Radiologen (Neuroradiologen) zum Einsatz. Bei einer sogenannten mechanischen cerebralen Thrombektomie wird von der Leiste aus ein Katheter bis an die Stelle des Gehirns geschoben, wo das Blutgerinnsel eine Arterie blockiert hat. Der Thrombus wird mittels Katheter aufgesucht und mit einem Stent wie eine Art Mini­käfig umschlossen und anschließend abgesaugt. Auch höhergradige Verengungen der hirnversorgenden Halsschlagader können Ursache des Schlaganfalls sein und werden von den Neuroradiologen durch Stent­ oder Ballonaufdehnung mitbehandelt.

Um diese minimal-invasive Behandlung zur Entfernung von Gerinnseln im Gehirn anwenden zu können, gilt vor allem erst einmal das Prinzip „time is brain“. Das heißt, je schneller der Patient mit typischen Symptomen im Krankenhaus ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Thrombektomiebehandlung oder eine intravenöse Therapie mit Medikamenten überhaupt möglich ist. Eine Computertomographie stellt als allererstes fest, wo sich das Gerinnsel befindet und ob der entsprechende Gehirnbereich noch gerettet werden kann. Bei etwa zehn Prozent der eingelieferten Schlaganfälle ist die Thrombektomie durchführbar. Für den komplexen medizinischen Eingriff wird ein hochspezialisiertes Team aus Anästhesisten, Neuroradiologen, Neurologen und fachspezifischen Assistenzen benötigt.

Vor allem die Neuroradiologen des Knappschaftskrankenhauses sind speziell für diese Methode ausgebildet und haben mittlerweile einen enormen Erfahrungsschatz, denn Thrombektomien können dort bereits seit 2009 täglich rund um die Uhr angewendet werden. Wegen der besonderen Spezialisierung – die Ausbildung dauert viele Jahre – kommt nur in wenigen Krankenhäusern diese Therapie überhaupt zum Einsatz.

Durch die zunehmende Anerkennung und Effizienz der Methode – Schlaganfallpatienten in vielen Fällen vor schwerster Behinderung oder gar vor dem Tod zu retten – sind die jährlichen Behandlungszahlen der Thrombektomien im Knappschaftskrankenhaus ständig gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als einhundert Schlaganfall-Patienten auf diese Weise erfolgreich behandelt. Dabei ist das Einzugsgebiet auch auf Nachbarstädte und teilweise auch in Richtung des nördlichen Ruhrgebiets und in Richtung Münsterland gewachsen.

Aber nicht nur der Eingriff selbst, sondern die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen, ebenso wie die anschließende pflegerische und ärztliche Betreuung auf der Schlaganfalleinheit oder Intensivstation sowie die nachfolgende Rehabilitation sind das Erfolgsrezept für eine optimale Behandlung von Schlaganfall-Patienten.

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