Alljährlich erinnert der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen seit 1992 aufrufen, an die Bedeutung von Wasser als unserem „Lebensmittel Nummer Eins“, als der essenziellsten Ressource allen Lebens auf der Erde. Dieses Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto "Accelerating Change", also den Wandel beschleunigen. Es soll damit die Wichtigkeit nationaler und internationaler Zusammenarbeit in Bezug auf die Einhaltung des "Sustainable Development Goal 6" in den Fokus gerückt werden. In diesem Ziel formulierten die Vereinten Nationen den Willen, bis 2030 sauberes Wasser für alle Menschen zu gewährleisten. Es ist dabei klar, dass dies eine der „Mammutaufgaben“ der Menschheit ist, die erschwert durch den weltweiten Klimawandel, weltweit auch nur gemeinsam gemeistert werden kann.

Grundwasser und damit letztlich auch Trinkwasser, ist nicht nur in weit entfernten Regionen der Erde wertvoll, sondern auch bei uns. Vielerorts auf der Erdkugel herrscht Wasserknappheit. Daraus resultierende Migrationen, gesellschaftliche Spannungen und staatliche Konflikte sind in diesen Regionen der Welt keine Seltenheit. In Europa und Deutschland sind es eher die ökologischen und klimatischen Entwicklungen, die den Wasserversorgern wie der Mainzer Netze GmbH dauerhaft Sorgen bereiten. Aktuell hinterlassen dem Klimawandel geschuldete Extremereignisse wie Starkregen, Hitze- und Trockenperioden auch in Europa immer deutlicher ihre Spuren. Damit erhöht sich auch das Risiko für Hochwasserereignisse, Staunässe und Überflutung.

Schlecht für das aktuelle Wasserdargebot war der ungewöhnlich milde Winter 2022/23, der in den Alpen die Schneebildung erschwert hat. Demnach ist auch die Schneeschmelze kaum spürbar – der Rhein führt einen für die Jahreszeit außergewöhnlich niedrigen Wasserstand. Der Rheinpegel war in Mainz in der ersten März-Woche sogar unter 2,00 Meter abgesunken. Für den bevorstehenden Sommer sind das keine guten Voraussetzungen.

Die bisher für Mitteleuropa typischen Sommerniederschläge verlagern sich bereits seit Jahren schwankend in andere Monate. Das Wasserdargebot verknappt sich im Sommer dadurch zunehmend. Während die Mainzer Netze und andere Wasserversorger den üblichen Wasserverbrauch der Kundinnen und Kunden (mit seinen Hoch- und Niedrigphasen) über das Jahr hinweg weiterhin gut bewältigen können, stoßen die stark steigenden Spitzenverbräuche an Extremsommertagen die Wasserversorger zunehmend vor Herausforderungen.

Die Mainzer Stadtwerke AG bzw. Mainzer Netze GmbH begegnen diesen Herausforderungen zum einen mit verstärkten Investitionen in die Wasserinfrastruktur. Bis 2027 werden das voraussichtlich rund 93 Millionen Euro sein. Das sind über 70 Prozent mehr, als die Unternehmensgruppe im langjährigen Mittel bisher ausgegeben hat. Für die Jahre 2023 und 2024 möchte sich die Landeshauptstadt Mainz im Rahmen des Frühlingspakets mit knapp 34 Millionen Euro daran beteiligen.

Hauptschwerpunkte der Investitionen liegen dabei in der Steigerung und Flexibilisierung der Produktionskapazitäten in den Wasserwerken in Hof Schönau, Eich und Petersaue, in der Fortführung des Neubaus der knapp zehn Kilometer langen großen Trinkwasserversorgungsleitung von Hof Schönau nach Mainz sowie zusätzlichen Investitionen in die bestehenden Hochbehälter, die als Puffer für das Wasserversorgungsnetz dienen.

„Wir müssen und wollen die Verbraucher einbinden, damit wir gemeinsam langfristig den Trinkwasserbedarf in unserer Region decken und sicherstellen können – im Sinne des Mottos des diesjährigen Weltwassertages. Denn langfristig führt am Wassersparen an extremen Sommertagen wohl kein Weg vorbei.“ so Mithun Basu, Geschäftsführer der Mainzer Netze.

Wassersparen müsse aber nicht zwangsläufig ein Verzicht sein. Auch ein informierter und zeitgemäßer Umgang mit Wasser sei ein Weg. „Wir als Wasserversorger sehen uns in der Pflicht, unseren Verbraucherinnen und Verbrauchern diese zunehmend wichtigen Aspekte und den hohen Wert des Trinkwassers transparent zu machen. Und zugleich zum nachhaltigen Umgang mit dieser wertvollen Ressource anzuregen.“

Daher setzt die Mainzer Netze GmbH auch 2023 ihre vor zwei Jahren gestartete Informationskampagne konsequent fort. So wurden mit Partnern neue Bildungsangebote für die unterschiedlichsten Altersgruppen entwickelt. Dazu zählen unter anderem:

  • die AQUA-AGENTEN – ein interaktiver Koffer für Grundschulen in unserem Versorgungsgebiet
  • der Wasser-Erlebnis-Koffer in Kooperation mit dem Landesamt für Umwelt
  • ein dreiteiliger Kurs bei der Volkshochschule Mainz zum Thema Trinkwasser.

Die Bildungsangebote werden 2023 weiter ausgebaut werden. Im Sinne des „Accelerating Change“ wird die Mainzer Netze verstärkt auf Bildungseinrichtungen zugehen.

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