Eine Woche nachdem der NGO-Bericht „Banking on Climate Chaos“ die fossilen Geschäfte großer Banken offengelegt hat, deckt eine neue Untersuchung unter Leitung von urgewald die institutionellen Investoren hinter Kohle-, Öl- und Gasunternehmen auf. „Investing in Climate Chaos“ enthüllt die Investitionen von mehr als 6.500 institutionellen Investoren in Aktien und Anleihen von Öl- und Gasproduzenten sowie Unternehmen der Kohleindustrie.

Die wichtigsten Rechercheergebnisse im Überblick:

Die Gesamthöhe der fossilen Investitionen belief sich Stand Januar 2023 auf 3,07 Billionen USD. 17% hiervon entfielen allein auf die zwei US-Vermögensverwalter Vanguard (269 Mrd. USD) und BlackRock (263 Mrd. USD). Zwei Drittel der fossilen Gesamtinvestitionssumme (2,13 Billionen USD) waren in Firmen investiert, die Öl und Gas fördern. Weitere 1,05 Billionen USD waren zum Recherchezeitpunkt in Unternehmen entlang der Kohlewertschöpfungskette investiert.

180 institutionelle Investoren aus Deutschland hielten Stand Januar 2023 Aktien oder Anleihen von Kohle-, Öl- und Gasunternehmen im Wert von insgesamt 45,9 Mrd. USD. Damit liegt Deutschland im weltweiten Länder-Ranking auf Platz 11 (von 74).

Die Spitzenreiter unter den deutschen institutionellen Investoren sind die Deutsche Bank mit ihrer Tochter DWS (17,7 Mrd. USD, damit international auf Rang 38) und die Allianz mit ihren Töchtern AGI und PIMCO (15,9 Mrd. USD, damit international auf Rang 40). Zusammen machten die Investitionen der beiden Konzerne 73% der fossilen Beteiligungen deutscher Investoren aus. Mit Abstand folgen im Ranking die DZ Bank mit der Tochter Union Investment (4,9 Mrd. USD) sowie die Deka Group mit der Tochter Deka Investment (3,2 Mrd. USD). Lediglich zwei Vermögensverwalter mit ausländischen Muttergesellschaften spielen auf dem deutschen Markt eine gewisse Rolle: BlackRock Asset Management Deutschland AG (2,77 Mrd. USD) und Assenagon Asset Management S.A. (1,47 Mrd. USD).  

Der größte Teil der deutschen Öl- und Gasinvestitionen floss in Unternehmen aus den USA und Europa, vorwiegend in die fünf „Majors“ TotalEnergies, ExxonMobil, Chevron, Shell und BP. Bei der Kohle setzten deutsche Investoren ebenfalls hauptsächlich auf US-amerikanische und europäische Unternehmen. 11,46 Mrd. USD (von insgesamt 15,67 Mrd. USD) waren in Kohlefirmen aus den USA, Italien und Deutschland investiert, speziell Enel, RWE, Dominion Energy, CenterPoint Energy und Duke Energy.

Im Anhang finden Sie die vollständige Recherche inklusive Zitaten und Tabellen.

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