Institutionalisierte Wissenschaftskommunikation im Rahmen der Biotechnologie-Initiative der Landesregierung Rheinland-Pfalz ist Ziel des Projekts „Biotech-Atrium“. Angesiedelt im In-Institut für Biobasierte Chemie der Hochschule Kaiserslautern wird es vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz gefördert. Staatssekretär Dr. Denis Alt übergab am 11. Mai den Bescheid an den Präsidenten der Hochschule, Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt.

Die Erkenntnisbereiche und Anwendungsfelder der Biotechnologie sind vielfältig. Sie birgt gewaltiges Innovationspotenzial zum Wohle und für die Gesundheit der Menschen. Die Biotechnologie bietet Antworten auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart, wie eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und den Schutz unserer Umwelt – deshalb nimmt sich die Landesregierung dieses Themas so stark an.

Die Entwicklung des Covid-Impfstoffs durch BioNTech SE hat Rheinland-Pfalz als Standort für Biotechnologie und Life Science weltweit bekannt gemacht. Nun soll die Biotechnologie-Initiative der Landesregierung Rheinland-Pfalz diesen Erfolg weiter ausbauen. Dazu muss die aktuelle biotechnologische Forschung im ganzen Land professionell kommunikativ begleitet werden. Von Trier über Kaiserslautern, nach Bingen, Pirmasens, Idar-Oberstein und Mainz: Der Biotechnologiestandort Rheinland-Pfalz zieht seine Stärke aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie aus der Wirtschaft. Das sind zum einen vielversprechende biotechnologische Start-ups und Spin-offs, aber auch der Mittelstand und vor allem global agierende Unternehmen.

Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsjournalismus haben in den Zeiten der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Das Interesse vieler Menschen an Forschung und Wissenschaft ist größer geworden. Und Wissenschaftler haben in den letzten drei Jahren an Glaubwürdigkeit gewonnen. Gleichzeitig hat aber die ständige Berichterstattung über Corona auch gezeigt, wie erklärungsbedürftig nicht nur wissenschaftliche Themen sondern auch wissenschaftliches Arbeiten und Methodik sind.

Das „Biotech-Atrium“ soll das Kommunikationsportfolio der Biotechnologie-Initiative der Landesregierung erweitern und ein bewusster Gegenentwurf zum Elfenbeinturm sein. Biotechnologie und Life Sciences sind Wissenschaftsdisziplinen mit sehr hoher gesellschaftlicher Relevanz. Das Projekt „Biotech-Atrium“ will für Transparenz sorgen und zur öffentlichen Diskussion beitragen.

Dazu gilt es die Bekanntheit der Biotechnologie-Initiative der Landesregierung zu steigern, deren Ergebnisse, Strategie und Erfolge in der interessierten Öffentlichkeit zu vermitteln. Es geht aber auch um die Attraktivität des Biotechnologie-Standorts Rheinland-Pfalz, um die Aufmerksamkeit bei Fachkräften sowie bei Unternehmen. Wichtige Zielgruppen sind im ersten Schritt die allgemeine Öffentlichkeit – und damit vor allem die klassischen Medien – sowie Schülerinnen und Schüler in der Berufsorientierung.

Mit der Bescheidübergabe startet das Projekt, das bis Ende der Legislaturperiode dauern wird. In dieser Zeit ist die Hochschule Kaiserslautern eine der zentralen Stellen für Wissenschaftskommunikation im Rahmen der Biotechnologie-Initiative der Landesregierung.

„Während der Pandemie hat sich klar gezeigt, wie wichtig die Kommunikation über Inhalte und Methoden der Wissenschaft ist. Auch deshalb ist die Stärkung der Wissenschaftskommunikation für uns einer der Erfolgsfaktoren für die Biotechnologie-Initiative der Landesregierung. Es ist wichtig, dass wir Menschen noch transparenter machen, was Biotechnologie bedeutet und welche Mehrwehrte für die Gesellschaft mit ihr erzielt werden können. Das Projekt „Biotechnologie-Atrium“ stärkt die Wissenschaftskommunikation innerhalb der Biotechnologie-Initiative der Landesregierung zielgruppengerecht durch frische Inhalte, Formate und unter Einbindung von Akteuren aus ganz Rheinland-Pfalz", so Staatsekretär Dr. Denis Alt.

„Zur Förderung der Akzeptanz aktueller Wissenschaftsgebiete wie der Biotechnologie in der Breite der Gesellschaft ist eine verständliche, zielgruppenorientierte Kommunikation unerlässlich. Nur durch eine passgenaue Wissenschaftskommunikation, die auch die Einwände und Bedenken gegen die Biotechnologie aufnimmt und adressiert, lässt sich die Offenheit und das Verständnis für diese zentrale Zukunftstechnologie befördern. Wir freuen uns darüber, dass wir neben exzellenter eigener biotechnologischer Forschung auch Kommunikationskompetenz im Biotech-Atrium bündeln und für wichtige Akteure der Biotechnologie-Initiative der Landesregierung erschließen können“, sagte Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt, Präsident der Hochschule Kaiserslautern.

Forschung kann nicht mehr losgelöst von der Gesellschaft im sprichwörtlichen „Elfenbeinturm“ betrieben werden. Und weil Forschung in die Öffentlichkeit gehört, braucht es eine verständliche, erklärende und motivierende Wissenschaftskommunikation. Davon gilt es sowohl die Wissenschaftler zu überzeugen – nicht jeder/e Forschende teilt das Verständnis einer transformativen Wissenschaft – als auch die Öffentlichkeit. Und dies durchaus abgestuft nach einzelnen (Ziel)Gruppen, die unterschiedlich vereinfachte Darstellungen benötigen. Das ist einfacher bei angewandter Forschung, die im Allgemeinen direkt an gesellschaftliche Herausforderungen anknüpft. Komplexer ist dies bei Grundlagenforschung, deren Nutzen nicht immer gleich sichtbar wird. Jahrzehntelange Grundlagenforschung und deren konsequente Förderung waren aber Pfeiler des Erfolgs von BioNTech. Sie ist das Fundament für zukünftige Innovationspotenziale. Diese muss Wissenschaftskommunikation aufzeigen und erläutern.

 

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