Der Krankenstand erreichte im Jahr 2022 den höchsten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt, sowohl in Hessen als auch bundesweit. Unter den Bundesländern wies Hessen nach Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern die viert niedrigsten krankheitsbedingten Fehltage auf.

In Hessen fehlte im Jahr 2022 ein beschäftigtes Mitglied einer Betriebskrankenkasse (BKK) krankheitsbedingt an durchschnittlich 23,0 Kalendertagen. Im Jahr 2021 waren es nur 17,9 Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) je Beschäftigten. Der Krankenstand ist mit 6,3 Prozent im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr mit 4,9 Prozent ebenfalls gestiegen. Auch im Jahr 2022 zählt Hessen, nach Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern, zu den Ländern mit niedrigem Krankenstand.

Auf Kreisebene hat die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main mit 16,4 AU-Tagen erneut die wenigsten Fehltage je Beschäftigten. Der Werra-Meißner-Kreis verzeichnet mit 28,0 AU-Tagen die meisten Fehltage. Das seit Jahren bestehende Nord-Süd-Gefälle in Hessen zeigt sich auch dieses Jahr wieder. Mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Kassel (24,9 AU-Tage) verzeichnen alle Kreise des nördlichen Drittels Hessens mehr als 26,4 AU-Tage je Beschäftigten.

Erstmals gehen die meisten Fehltage in Hessen mit 5,0 AU-Tagen je Beschäftigten und 22,0 Prozent der AU-Tage auf Atemwegserkrankungen zurück. Auf Platz zwei folgen die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 4,3 AU-Tagen und 18,6 Prozent der AU-Tage, gefolgt von den psychischen Störungen mit 3,5 AU-Tagen und 15,5 Prozent der AU-Tage.

Bundesweit stiegen die AU-Tage der Arbeitnehmer von 18,2 AU-Tagen je Beschäftigten im Jahr 2021 auf 22,6 AU-Tage im Jahr 2022. Der Krankenstand erreichte 6,2 Prozent. Erneut weist Hamburg mit 18,4 AU-Tagen je Beschäftigten bundesweit die wenigsten Fehltage aus. Der höchste Wert im Jahr 2022 zeigt sich mit 29,7 AU-Tagen je Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern.

Waren im Jahr 2021 mehr als die Hälfte (52,4 Prozent) der beschäftigten BKK Mitglieder überhaupt nicht krankgeschrieben, galt dies im Jahr 2022 mit 32,4 Prozent nur noch für knapp ein Drittel der Beschäftigten. Hauptursache für die überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten sind die Atemwegserkrankungen, welche vor allem durch die stark ausgeprägten Grippe- und Erkältungswellen im I. und IV. Quartal 2022 ausgelöst wurden. Bezogen auf alle krankheitsbedingten Ausfallzeiten sind die im Zusammenhang mit COVID-19 stehenden Fehltage im Jahr 2022 für 2,0 Prozent aller AU-Tage verantwortlich.

Information:

Zu den Daten:

Die Betriebskrankenkassen analysieren seit über vierzig Jahren die krankheitsbedingten Fehlzeiten in Deutschland. Diese beziehen sich auf den Wohnort der beschäftigten BKK Mitglieder.

Krankenstand ist der prozentuale Anteil der krank-, beziehungsweise arbeitsunfähig geschriebenen BKK Mitglieder je Kalendertag. Dieser berechnet sich für den betrachteten Zeitraum (2022) wie folgt: 23,0 Krankheitstage gemessen an 365 Kalendertagen ergeben einen Krankenstand von 6,3 Prozent.

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Der BKK Landesverband Süd nimmt die Interessen von 24 Betriebskrankenkassen und deren Pflegekassen mit Sitz in Baden-Württemberg und Hessen wahr. Hinter den Betriebskrankenkassen stehen namhafte und traditionsreiche Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. In Baden-Württemberg und Hessen leben 2,4 Mio. Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse versichert sind.

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