Im ersten Halbjahr 2023 sind fast 2.000 Menschen beim Versuch Europa zu erreichen im Mittelmeer vermisst oder verstorben. Es bleibt damit die gefährlichste Flucht- und Migrationsroute der Welt. Erst im Juni 2023 gab es wieder ein großes Bootsunglück vor der griechischen Küste, bei dem mehr als 700 Menschen an Bord waren. Die Seenotrettung ist daher eine Pflicht und Ausdruck grundlegender humanitärer Werte und des Mitgefühls, betont die UNO-Flüchtlingshilfe anlässlich des Tages der Seenotrettung (30.7.). Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und Würde, unabhängig von den Umständen, die zu der Notlage geführt haben und unabhängig von der Nationalität und des rechtlichen Status‘ der Menschen.

„Ohne sichere Fluchtrouten zu unserem Kontinent und gesamteuropäische Anstrengungen, um den Menschen Schutz zu bieten, geht das Sterben im Mittelmeer weiter. Menschen aus Seenot zu retten ist keine Frage für Debatten, es ist eine Verpflichtung seit Menschengedenken“, so Peter Ruhenstroth-Bauer, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.

Flucht über Seerouten weltweit

Menschen fliehen oft über gefährliche Seerouten, wenn sie versuchen, aus ihren Herkunftsländern zu entkommen und in andere Länder zu gelangen, um Schutz vor Konflikten, Verfolgung und anderen lebensbedrohlichen Situationen zu suchen oder wirtschaftlicher Not entkommen wollen. Nicht nur das Mittelmeer oder der Ärmelkanal sind betroffen, weltweit gibt es gefährliche Routen: etwa den Golf von Aden vor Jemen, den Menschen aus Ostafrika zur Flucht nutzen, die Andaman-See im Indischen Ozean, wo Rohingya aus Myanmar versuchen in die Nachbarländer Bangladesch, Thailand, Malaysia oder Indonesien zu gelangen. Weiterhin nutzen Flüchtlinge und Migrant*innen aus Venezuela den Seeweg, um die naheliegenden Karibikstaaten Aruba, Curaçao sowie Trinidad und Tobago zu erreichen. Auch hier kommt es immer wieder zu Todesfällen. Auch die Route über den Rio Grande dient als Fluchtweg für viele Migrant*innen aus Mittelamerika, die versuchen, in die USA zu gelangen. Der Grenzfluss zwischen den USA und Mexiko ist gefährlich und fordert jedes Jahr zahlreiche Todesopfer.

Erfahrungen einer Seenotretterin von Sea-Eye im UNO-Podcast „Beweggründe“.

Einblicke in die lebensrettende Arbeit der zivilen Seenotrettung gewährt die aktuelle Folge des Podcasts der UNO-Flüchtlingshilfe „Beweggründe“.Carlotta Ekrod, die selbst Teil einer solchen Mission war und diese für Sea-Eye nun koordiniert, erzählt im Gespräch, wie schwierig diese Einsätze sind und was sich in Europa ändern muss, um das Sterben zu beenden.

„Beweggründe“ erscheint auf  allen bekannten Plattformen und der Website:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/podcast

Was die zivile Seenotrettung braucht – SOS-Humanity Geschäftsführer Rummenhohl im Blog „BLAUpause“ der UNO-Flüchtlingshilfe

Im  Interview mit Till Rummenhohl, Geschäftsführer von SOS Humanity, berichtet er von den aktuellen Hürden und Blockaden der zivilen Seenotrettung und spricht sich für ein europäisches, staatlich koordiniertes Seenotrettungsprogramm aus.

Interview mit Till Rummenhohl: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/blog/artikel/es-gibt-viele-huerden-und-blockaden-fuer-die-zivile-seenotrettung

Die UNO-Flüchtlingshilfe fördert diese und weitere Projekte und Organisationen der zivilen Seenotrettung.

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