Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) ist das Land an der westafrikanischen Küste, das in den vergangenen Jahren den größten wirtschaftlichen Aufschwung genommen hat. Das Land trägt mittlerweile 40% zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (französisch: UEMOA) und zu den Exporten der Zone bei. Vor dem Hintergrund der globalen Krise verzeichnete die ivorische Wirtschaft 2022 ein reales BIP-Wachstum von 6,7 %, das hauptsächlich vom privaten Konsum und öffentlichen Investitionen getragen wurde.

Das starke Wirtschaftswachstum wird Prognosen des IWF zufolge auch in Zukunft anhalten. Davon sollen auch europäische Firmen, insbesondere deutsche, die auf den afrikanischen Markt drängen, profitieren. Stark im Kommen und gefragt sind in Westafrika vor allem innovative Anlagen en aus den Bereichen Energietechnik, Lebensmitteltechnologie, Abfallwirtschaft und Abwassermanagement und Wasseraufbereitung. Die EurA AG, Innovations- und Strategieberatung mit Sitz in Ellwangen (Ostwürttemberg), leistet neuerdings auch Strukturhilfe in Afrika, indem sie Systemanbieter aus den besagten Branchen beim Aufbau neuer Geschäfte in Côte d’Ivoire unterstützt.

Landwirtschaft ist Schlüsselsektor

Wirtschaftszentrum und die De facto-Hauptstadt des Landes ist Abidjan. In der Hafenstadt am Atlantik wohnen und arbeiten allein 5,6 der insgesamt 29,3 Millionen Ivorer. Alle wichtigen Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen und Ministerien haben hier ihren Sitz oder zumindest eine Vertretung. Das Land ist weiterhin der weltweit größte Produzent von Kakao (über 40% Marktanteil) und Cashew-Nüssen (rund 20% der Weltproduktion), deren Rohkerne (Nusskern mit Schale) nahezu ausschließlich nach Asien, vornehmlich Vietnam und Indien, transportiert und dort zu den Cashew-Kernen, wie im Handel hierzulande erhältlich, weiterverarbeitet werden.

Die Regierung von Côte d’Ivoire will dies ändern und die Wertschöpfung vor Ort fördern. So wurden zusätzliche steuerliche und nichtsteuerliche Anreize zugunsten der lokalen Industrie durch eine Vereinbarung mit dem Staat verabschiedet. Infolge dieser Maßnahmen hat sich die Verarbeitungsrate deutlich erhöht und liegt 2022 bei etwa 22% der nationalen Bruttoproduktion von Cashewnüssen. Aktuell landet der Rest der geernteten Cashewnüsse, insbesondere der voluminöse und fruchtfleischhaltige Apfel, meist als Bioabfall auf dem Feld.

„Gerade jedoch die Cashew-Äpfel sind eine natürliche Ressource, die man noch vielseitiger nutzen könnte“, bedauert Aristide Loli das Fehlen geeigneter Technologien zu deren stofflicher oder energetischer Verwertung. Loli hat Germanistik in Abidjan und Betriebswirtschaftslehre im Marketingmanagement an der DHBW Heidenheim studiert und ist seit 2022 Projektmanager für internationale Projekte bei der EurA AG.

Der Westafrika-Referent hat auch schon Ideen, wie man die wenig genutzte Ressource Cashew-Apfel wirtschaftlich verwerten könnte: „Zum Beispiel, indem sie als Nahrungsmittelzusatz weiterverarbeitet oder aus dem Faserstoff des Apfels Kosmetikartikel herstellt werden.“ Hierzu bedürfe es jedoch noch einer genaueren Analyse und eines Verwertungskonzeptes, „bei deren Erstellung EurA interessierten Firmen behilflich sein könnte“.

Wirtschaftlich ebenso interessant kann seines Erachtens auch die Erzeugung von Biogas aus den Cashew-Ernteabfällen sein. Schätzungen zufolge werden jährlich 10 Mio. t davon produziert. Nur zum Vergleich: 2022 wurden allein in der Elfenbeinküste 1.028.172 t Cashew-Nüsse geerntet und exportiert.

Nachfrage nach Umwelttechnologien steigt

Loli möchte Unternehmen aus Deutschland, die in Côte d‘Ivoire Fuß fassen und ein Geschäft aufbauen wollen, in Kontakt mit lokalen Partnern – beispielsweise einheimische Unternehmen, Organisationen und Behörden – bringen. Entsprechende Kontakte wurden von ihm bereits hergestellt. „Das Interesse an deutscher Umwelttechnologie ist groß in meinem Heimatland. Sowohl der Staat als auch die ivorische Industrie suchen nach kompakten und effizienten Lösungen, insbesondere im Bereich Abwasserbehandlung“, sagt er. So wurde von ihm kürzlich eine erste Unternehmerreise nach Côte d’Ivoire mit der FlexBio Technologie GmbH zusammen unternommen. Diese bietet innovative und nachhaltige Lösungen im Bereich Abwasserbehandlung und -aufbereitung an und wird von EurA bei der Einführung ihrer Umwelttechnologie in Côte d’Ivoire unterstützt.

Ziel der aktuellen EurA-Initiative sind generell der Technologietransfer und der Aufbau von Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und afrikanischen Unternehmen und Organisationen. Deutsche Unternehmen sollen, so die Idee, am langen Ende Produktionsstätten in Westafrika aufbauen und so neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bevölkerung schaffen. „EurA möchte auf diese Weise einen indirekten Beitrag zur Behebung der Flüchtlingskrise leisten. Jede Familie, die wirtschaftlich für sich selbst sorgen kann, hat keinen Grund zu emigrieren“, merkt AG-Vorstand Gabriele Seitz an.

Als führende Innovations- und Fördermittelberatung in Deutschland möchte die EurA AG ihre Aktivitäten auf die Anberaumung von Geschäftspartnerschaften zwischen Europa und ganz Afrika ausweiten. Seitz: „Wir sehen gute Zukunfts- und Wachstumschancen für viele unserer Kunden auf unserem Nachbarkontinent.“

Selbstverständlich unterstützt EurA als Technologie- und Fördermittelberatung Industriekunden auch bei der Beantragung geeigneter Fördermittel für einen Technologietransfer nach Afrika. Von verschiedenen Bundesministerien und auch der EU gibt es eine Reihe von Förderprogrammen dafür:

Für den Aufbau von Geschäftspartnerschaften und die Umsetzung von bilateralen Entwicklungsprojekten bieten das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und das Bundesumweltministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) Förderprogramme wie develoPPP, AfricaConnect, Invest for Jobs, die Exportinitiative Energie, die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) und die Exportinitiative Umweltschutz (EXI). Letztere fördert speziell Unternehmen, die mit modernen Umwelttechnologien in den Bereichen Wasser- und Abwassermanagement, Ressourceneffizienz, „grüne“ Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien, umweltfreundliche Mobilitätslösungen, Kreislaufwirtschaft sowie Abfall- und Rohstoffwirtschaft tätig sind.

Weitere Fördermöglichkeiten für Afrika-Projekte bieten sich Unternehmen auf europäischer Ebene. Auch mit diesen Programmen ist die EurA AG vertraut und unterstützt bei der Antragstellung.

Über die EurA AG

Die EurA AG ist eine internationale Innovationsberatung und zählt zu den führenden Beratungshäusern für Forschung, Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte. Zu den Mandanten zählen Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen, Forschungseinrichtungen und Kommunen. EurA begleitet die Klienten dabei, Ideen für Innovationen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und diese international zu vermarkten. Der Hauptsitz der EurA AG befindet sich seit der Firmengründung 1999 in Ellwangen und stellt mit Niederlassungen in ganz Deutschland sowie in Portugal, Belgien und Bulgarien Kundennähe sicher.

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