Drei herausragende medizinjournalistische Beiträge hat die Stiftung Gesundheit in diesem Jahr mit dem Publizistik-Preis gewürdigt. Vor rund 100 Gästen nahmen die Preisträger:innen heute in Berlin in feierlichem Rahmen die Auszeichnungen entgegen. Insgesamt waren in diesem Jahr 224 Beiträge aus einem breiten Spektrum an Themen und Genres eingereicht worden – von Zeitschriftenartikeln über TV-Beiträge bis hin zu Podcasts. 

Platz 1: „Raus aus den Betten!“ von Thorsten Schmitz, erschienen in der Süddeutschen Zeitung

Aus Pflegeheimen kommen meist nur schlechte Nachrichten – doch gibt es auch Ausnahmen? Das hat sich Autor Thorsten Schmitz gefragt. Bei der Vorrecherche stieß er auf die Pflegeheime Haus Ruhrgarten und Haus Ruhrblick in Mülheim an der Ruhr: Dort hat er insgesamt fünf Tage verbracht, morgens, mittags und abends mit Pflegekräften und dem Leiter geredet, die Bewohner:innen bei Therapien begleitet und mit ihnen beim Abendessen gesprochen. Die Geschichte erzählt vom alltäglichen Wunder, das die Mitarbeiter:innen in den beiden Heimen jeden Tag vollbringen: Mit Wärme und Empathie und mit einem maßgeschneiderten Plan die Bewohner:innen wieder fit zu machen.

"Schöner, lebensnaher Mutmachertext, der genau zeigt, wie wichtig und schwierig ein Umdenken in der Pflege ist", so das Feedback der Expertenjury: "Eine Geschichte über die Lebensfreude alter Menschen muss mit Sprachfreude erzählt werden – und das gelingt hier in beeindruckender Weise. Vom ersten Absatz an werden die Leser:innen in die Reportage hineingezogen und auf die Reise mitgenommen."

Videostatement des Erstplatzierten

Platz 2: „Aus dem Blick“ von Issio Ehrich, erschienen im GEO-Magazin

Die Reportage „Aus dem Blick“ widmet sich der Onchozerkose, auch Flussblindheit genannt. Dabei handelt es sich um eine tropische Krankheit, von der weltweit mehr als 20 Millionen Menschen betroffen sind. Die Flussblindheit ist damit einer der häufigsten infektionsbedingten Gründe für den Verlust des Sehvermögens. Weil ein großer Teil der Erkrankten in Afrika lebt, stehen allerdings kaum Mittel bereit, um sie zu erforschen. Trotzdem ist die deutsche Biologin Sabine Specht in der Demokratischen Republik Kongo auf der Suche nach einem Heilmittel.

„Eine mitfühlende, aufwändige Reportage über eine bei uns nicht beachtete Krankheit und über eine engagierte Forscherin. Inhaltlich tief recherchiert, sehr detailliert beschrieben und mit eindrucksvollen Bildern“, so lautet das Feedback der Expertenjury.

Videostatement des Zweitplatzierten

Platz 3: „Kolja will nicht sterben, er will sein Leben zurück“ von Viktoria Morasch, erschienen in ZEIT ONLINE

Der dritte Platz geht an Viktoria Morsch, die in ihrem Beitrag die Geschichte von Kolja Wortmann und seiner Familie erzählt. Wortmann ist an Long Covid erkrankt und entwickelte daraufhin ME/CFS. Die Eltern haben alles aufgegeben, um ihren Sohn zu pflegen und Hilfe zu finden. Doch sie fallen durch alle Raster, lange gibt es weder eine Diagnose noch eine Behandlung. Gemeinsam denken sie auch über Sterbehilfe nach.

Neben diesem Einzelschicksal berichtet der Text auch über den Zusammenhalt von Betroffenen, über die Hoffnung, die im Medikament BC007 steckt und was das alles über das deutsche Gesundheitssystem aussagt.

"Eine ergreifend geschriebene, sprachlich sehr packende Geschichte eines verzweifelten Long-Covid-Patienten und seiner sich ohnmächtig fühlenden Eltern mit guten Hintergrundinformationen", so lautet das Fazit der Expertenjuroren.

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Über die Auszeichnung

Mit dem Publizistik-Preis würdigt die Stiftung Gesundheit jedes Jahr journalistische Beiträge, die gesundheitliches Wissen in herausragender Weise anschaulich vermitteln und Zusammenhänge transparent darstellen. Die Preisverleihung fand am 31. August 2023 in Berlin statt.

Die nächste Preisausschreibung beginnt im Herbst 2023: Die Bewerbungsunterlagen für den Publizistik-Preis 2024 sind dann auf www.stiftung-gesundheit.de in der Rubrik Publizistik-Preis zu finden. Mehr Infos zum Preis sehen Sie im Videobeitrag von Alexandra Köhler.

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