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– Der Neurochirurg ist spezialisiert auf funktionserhaltende Eingriffe bei Hirntumoren und -metastasen sowie komplexe Wirbelsäulenchirurgie 
– Einführung offener Sprechstunden soll bei dringendem Beratungsbedarf zeitnahen Kontakt zu Expertinnen und Experten der Klinik verbessern

Ab 1. Oktober 2023 steht die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) unter neuer Leitung: Professor Dr. Sandro Krieg tritt als Ärztlicher Direktor der Klinik die Nachfolge von Professor Dr. Andreas Unterberg an, der sich Ende September in den Ruhestand verabschiedet. Der 41-jährige Neurochirurg war zuletzt Leitender Oberarzt am Klinikum rechts der Isar der TU München. 

"Professor Krieg ist unter anderem auf funktionelle Neuroonkologie und damit auf funktionserhaltende Eingriffe bei Tumoren von Gehirn und Wirbelsäule spezialisiert – ein Bereich, der zukünftig in der Versorgung von Tumorpatientinnen und -patienten weiter an Bedeutung gewinnen wird. Ich freue mich, dass wir mit Prof. Krieg jemanden gewinnen konnten, der den wachsenden onkologischen Schwerpunkt am UKHD mit seinen innovativen neurochirurgischen Methoden und Techniken erweitern und die bestehenden Behandlungsfelder der Klinik – beispielsweise in der Versorgung von Schädel-Hirn-Traumata oder Gefäßerkrankungen des Gehirns – vertiefen wird", sagt Professor Dr. Ingo Autenrieth, Leitender Ärztlicher Direktor des UKHD. 

Die Kaufmännische Direktorin Katrin Erk begrüßt die Einführung einer offenen Sprechstunde mit eigens bereitgestellten personellen Kapazitäten: "Dieses neue Sprechstundenangebot erleichtert insbesondere die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Neurologinnen und Neurologen: Ab Oktober können sie und andere ärztliche Kolleginnen und Kollegen ihre Patienten mit dringendem, weitergehendem Beratungs- oder Behandlungsbedarf ohne vorherige Terminabsprachen zu uns in die Klinik schicken. Das stärkt die verlässliche Partnerschaft in der sektorenübergreifenden Versorgung von Patienten mit komplexen Erkrankungen des Gehirns." Die Sprechstunde steht wochentags zwischen 8 und 14 Uhr allen Patientinnen und Patienten offen, die auf Anraten der zuweisenden Kolleginnen und Kollegen möglichst schnell neurochirurgisch beraten oder weiter untersucht werden sollten.

In der Lehre wird Professor Krieg ebenfalls einen Schwerpunkt auf die onkologische Neurochirurgie setzen, unter anderem unter Zuhilfenahme von virtueller Realität (VR): "Die Funktionsweise des Gehirns ist höchst komplex und lässt sich anhand von zweidimensionalem Lehrmaterial kaum erschließen. Anders sieht es aus, wenn dank VR-Brillen ein transparentes Gehirn im Seminarraum schwebt, durch das sich die funktionellen Leitungsbahnen ziehen. Ich bin zuversichtlich, dass es Professor Krieg mit solchen interaktiven Angeboten gelingen wird, den medizinischen Nachwuchs frühzeitig für sein Fach zu begeistern ", so Professor Dr. Hans-Georg Kräusslich, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg.

Neue Technik wird Prof. Krieg zudem in der erweiterten Diagnostik bei Hirntumoren und -metastasen heranziehen. Mit der sogenannten Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) lassen sich von außen und damit nicht-invasiv einzelne Funktionen der Hirnrinde provozieren oder hemmen. Die daraus entstehende patientenindividuelle "Landkarte" des Gehirns spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Funktionen zu erhalten, die beispielsweise durch das Wachstum von Hirntumoren bedroht sind. "Kein Gehirn ist identisch, daher ist es hilfreich, den genauen Verlauf der Leitungsbahnen im Vorfeld des chirurgischen Eingriffs zu kennen", erläutert der Neurochirurg. "So können wir klären, in welchem Zusammenhang der Tumor mit den vorhandenen Funktionsausfällen, z.B. Lähmungen oder Sprachausfällen, steht, ob er selbst oder die mit ihm einhergehende Schwellung diese verursacht, und in wie weit die Operation die Symptome lindern kann." Denn Ziel der funktionell orientierten Neurochirurgie ist es, selbst wenn eine Heilung nicht mehr möglich sein sollte, Lebensqualität zurückzugeben. Für welche Patienten ein solcher Eingriff in Frage kommt, wird individuell in den interdisziplinären Tumorkonferenzen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg besprochen.

Zur Person

Sandro Krieg, 1982 in Pforzheim geboren, studierte Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) sowie der Technischen Universität (TU) München, an der er sich im Fach Neurochirurgie habilitierte. Anschließend absolvierte er berufsbegleitend ein zweijähriges Wirtschaftsstudium an der Hochschule Neu-Ulm, das er 2015, im selben Jahr wie seine Facharztweiterbildung zum Neurochirurgen, mit einem Master of Business Administration abschloss. Seit 2016 war er – wie zuvor schon als Assistenzarzt – als Oberarzt in der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der TU München, tätig, seit 2019 als außerplanmäßiger Professor und zuletzt als Leitender Oberarzt. Er ist von der Neurochirurgischen Akademie (NCA) zertifiziert für Intraoperatives Neurophysiologisches Monitoring, Vaskuläre Neurochirurgie und spezielle Neurochirurgische Onkologie sowie von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft und EUROSPINE als Wirbelsäulenchirurg.

Weitere Informationen im Internet

Neurochirurgische Klinik des UKHD

Über Universitätsklinikum Heidelberg

Das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für Patientinnen und Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 14.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit rund 2.500 Betten werden jährlich circa 86.000 Patientinnen und Patienten voll- und teilstationär und mehr als 1.100.000 Patientinnen und Patienten ambulant behandelt. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebshilfe (DKH) hat das UKHD das erste Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg etabliert. Ziel ist die Versorgung auf höchstem Niveau als onkologisches Spitzenzentrum und der schnelle Transfer vielversprechender Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik. Zudem betreibt das UKHD gemeinsam mit dem DKFZ und der Universität Heidelberg das Hopp Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ), ein deutschlandweit einzigartiges Therapie- und Forschungszentrum für onkologische und hämatologische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit befinden sich an der Medizinischen Fakultät Heidelberg (MFHD) rund 4.000 angehende Ärztinnen und Ärzte in Studium und Promotion. www.klinikum.uni-heidelberg.de

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