Wie sähe eine Welt aus, in der Flüsse, Ber­ge oder Wälder zu Rechtspersonen erklärt werden? Weltweit sind bereits erste Schritte in diese Richtung erkenn­bar. Doch wäre die Idee, der Natur Rechte zuzuerkennen, um sie vor schädlichen Wirtschaftsinteressen zu schützen, auch eine Option für Europa und den deutschsprachigen Raum? Diesen und anderen hochaktuellen Fragen widmet sich das neue Buch von Matthias Kramm und seinem Autor*innen-Team.­­­­­­­­­­­

1972 entwickelte Rechtsprofessor Christopher Stone die visionäre Idee, der Natur Rechte zuzuerkennen. Seine Vorstellung wurde anfangs belächelt, hat sich aber seitdem weltweit mehr und mehr durchgesetzt, insbesondere durch die Forderungen indigener Völker nach Rechten für Mutter Natur. Seit ihrer Einführung in die ecuadorianische Verfassung im Jahre 2008 wurden Rechte der Natur unter anderem in Bolivien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Neuseeland und den USA anerkannt – zuletzt in Spanien zum Schutz einer Salzwasserlagune.

Im neuen Buch »Rechte für Flüsse, Berge und Wälder. Eine neue Perspektive für den Naturschutz?« (ET 02.11.2023) zeigt Herausgeber Matthias Kramm, wie die Idee der Naturrechte entstand und wie sie nach und nach an Fahrt aufnahm. Namhafte Autorinnen und Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen begeben sich darin auf eine Reise durch verschiedene Länder und Kontinente – etwa nach Ecuador, Bolivien und Neuseeland, die gewissermaßen Pioniere in Sachen Rechte der Natur geworden sind. Der Whanganui Fluss in Neuseeland zum Beispiel erhielt als einer der ersten den Status einer Rechtsperson, nachdem die Maori jahrzehntelang gegen die ökologische Belastung des Flusses gekämpft hatten.

Doch wären Flüsse und Wälder in Mitteleuropa ebenfalls Kandidaten für ein derartiges Rechtskonstrukt? Oder handelt es sich bei der Vorstellung, der Natur Rechte zuzubilligen, ohnehin nur um eine verrückte Idee? Einfach verständlich, mit vielen anschaulichen Beispielen und Schauplätzen diskutiert das Buch diese Frage und zeigt, inwiefern Rechte der Natur gefährdete Ökosysteme tatsächlich schützen können und welche Schritte wir künftig gehen müssen, um die Natur zu erhalten und zu verteidigen.­­­­­­­­­­­­

Matthias Kramm (Hrsg.): »Rechte für Flüsse, Berge und Wälder. Eine neue Perspektive für den Naturschutz?« Mit Beiträgen von Hans Leo Bader, Riccarda Flemmer, Jenny García Ruales, Andreas Gutmann, Matthias Kramm, Alex Putzer, Frank-M. Raddatz und Jula Zenetti; 112 Seiten, Broschur; ISBN 978-3-98726-039-1, Print 20 € / 20,60 € (AT), ePDF 15,99 € / 16,99 € (AT)

Der Autor

Matthias Kramm (Hrsg.) ist politischer Philosoph und erforscht die Rechte der Natur in Mexiko an der Universidad Nacional Autónoma de México und an der Universität Wageningen in den Niederlanden. Dabei befasst er sich auch mit der Frage, inwiefern westliche Rechtskonzepte mit indigenen Philosophien vereinbar sind.

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