Für die Handelsunternehmen in der Technik-Branche explodieren die Kosten und die Konsumenten sind durch Multikrisen verunsichert. Handelsverband Technik (BVT) und die Marktforscher der GfK, ein weltweit führender Anbieter von Daten und Analytik für die Konsumgüterindustrie, berichten anlässlich der Jahreswirtschafts-Pressekonferenz am 8. November in Köln über die Marktentwicklung: „Die hohen Energiekosten haben den Deutschen einen Schreck eingejagt. Wenn es an das eigene Portmonee geht, wird der Energieverbrauch zum Zünglein an der Waage. Noch nie wurde beim Kauf von Kühlschrank, Waschmaschine & Co. so genau auf das Energielabel geschaut“, so BVT-Geschäftsführer Steffen Kahnt.

In Deutschland werden im Jahr 2023 voraussichtlich 65 Milliarden Euro (2022: 68 Mrd. Euro) für Technische Gebrauchsgüter ausgegeben und damit rund 4 % weniger als im Vorjahr. Nach mehreren Jahren mit starkem Wachstum hat sich der Markt mittlerweile in fast allen Sektoren abgeflacht. Der Gesamtmarkt umfasst Unterhaltungselektronik, Foto, Elektrogroß- und -kleingeräte, Telekommunikation, Informationstechnik und Bürobedarf / Verbrauchsmaterial (B2C- und B2B-Vertriebskanäle).

Mit Blick auf die konsumentenbezogenen Verkäufe gemäß GfK Sales Tracking Daten (B2C-Kanal) sind im bisherigen Jahresverlauf 2023 folgende Trends zu beobachten:

Bluetooth-Bügelkopfhörer stark nachgefragt

Die Umsätze im Bereich Consumer Electronics sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent zurückgegangen. Eine Ausnahme im TV-Bereich bilden OLED-TVs. „Die OLED-Technologie wächst mit +8 % nach wie vor entgegen dem allgemeinen Trend im TV-Markt“, sagt Andreas Peplinski, GfK-Experte für technische Gebrauchsgüter. Insgesamt verzeichnen TV-Geräte einen Umsatzrückgang von 10 %. Der Audio-Markt ist mit +1 % stabil. „Gestärkt wird diese Entwicklung durch Bluetooth-Bügelkopfhörer, die 30 % im Plus sind aber auch Bluetooth-Speaker – vor allem Party-Speaker – können endlich wieder wachsen“, so Peplinski.

Telekommunikation: Zubehör auf Wachstumskurs

Gute Nachrichten gibt es auch im Segment der Wearables und Smartwatches, die weiterhin leicht positiv sind. Smartwatches mit SIM legen sogar 43 % zu. Peplinski: „Auch Zubehör wie Powerbanks mit Schnellladefunktion, Wireless Tags und Ladegeräte wächst zweistellig. Dieses muss oftmals zugekauft werden, da es in der Originalverpackung nicht mehr standardmäßig enthalten ist“. Insgesamt geht der Bereich Telekommunikation jedoch um 3 % zurück. Der Markt für Smartphones flacht um 7 % ab.

Energieeffizienklasse A unschlagbar

Die Energieeffizienz spielt beim Kauf von Geräten eine immer wichtigere Rolle. Die stärkste Performance zeigen aktuell Waschmaschinen mit Energieeffizienklasse A. Sie legten noch einmal um 47 % zu. Mit +18 % ebenfalls stark gefragt sind Maschinen mit einem Fassungsvermögen von mehr als 9 kg. Neben Nachhaltigkeit ist Vernetzung das Fokusthema der Technik-Branche. So wachsen smarte Geschirrspüler, die beispielsweise das Programm je nach Grad der Verschmutzung selbst einstellen, zweistellig. Bei Kühlschränken überzeugen Multi-Door-Geräte, die mit reichlich Stauraum und oftmals sogar mit zwei getrennten Kühlkreisläufen ausgestattet sind.

Heißluftfritteusen auf Überholspur

„Immer mehr Menschen begeistern sich für Heißluftfritteusen, mit denen sie fettarm und gleichzeitig platzsparend kochen können. Hier wächst der Umsatz um 35 %“, so Peplinski. Im Bereich Personal Care liegen Elektrische Zahnbürsten und Haartrockner vorn. Auch Kaffee bleibt ein Top-Thema bei den Deutschen. So glänzen beispielsweise nach wie vor die Siebträger mit einem Plus von 8 %. Umsatzmäßig bleibt der Kleingerätemarkt stabil, verliert jedoch insgesamt an Menge.

Fotomarkt beflügelt

Entgegen der allgemeinen Stimmung entwickelt sich der Fotomarkt positiv und profitiert weiter vom Trend zu Premiumkameras. Die Leidenschaft für schöne Bilder sorgt für gute Umsätze. Kahnt: „Urlaub ist für viele in Deutschland ein Grundnahrungsmittel. Um Erinnerungen perfekt festzuhalten, investieren Hobbyfotografen in eine hochwertige Ausstattung.“

Stationärer Fachhandel erneut auf Wachstumskurs

Der stationäre Fachhandel hat erneut Marktanteile zurückgewonnen. 64 % des Technik-Umsatzes werden beim Fachhändler vor Ort gemacht. Die getrübte Verbraucherstimmung der letzten Monate wirkt sich dennoch unmittelbar auf die Kundenfrequenz in den Geschäften aus. BVT-Vorstandsvorsitzender Frank Schipper: „Die Kunden, die kommen, geben im Durchschnitt mehr Geld aus. Immer mehr Deutsche setzen auf Luxus und Komfort in der Küche. Kleingeräte wie Heißluftfritteusen oder Kontaktgrills sind gefragter denn je.“ Mit Blick auf das Jahresendgeschäft sagt Schipper: „Die Tage rund um Black Friday haben sich fest in das Konsumenten-Gedächtnis gebrannt. Die Lager sind voll und wir freuen uns darauf, Technik-Träume wahr zu machen.“ Last-Minute-Shopper müssen in diesem Jahr besonders aufpassen, da Heiligabend auf einen Sonntag fällt. Samstag, der 23. Dezember, ist deshalb der letzte Einkaufstag vor Weihnachten und wird für einen grandiosen Endspurt im Handel sorgen.

Über Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT)

Der Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT) ist die berufspolitische und fachliche Interessenvertretung des technisch orientierten Fachhandels in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von 19.000 Einzelhandelsunternehmen mit 23.000 Arbeitsstätten und 100.000 Beschäftigten aus den Branchen Konsumelektronik, Mobil-/Telekommunikation, Informationstechnik, PC/Multimedia, Foto/Imaging, Elektro-Hausgeräte, Küchen und Beleuchtung. Der BVT ist dem Handelsverband Deutschland – HDE angeschlossen.

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