Auch die Rückstände im Einspritztrakt, die durch häufigen Kurzzeitbetrieb entstehen, sind problematisch. „Diese beeinträchtigen das Sprühbild und die Kraftstoffverbrennung, was letztlich zu einer geringeren Motorleistung und erhöhten Emissionen führt. Unverbrannter Kraftstoff kann zudem ins Motoröl gelangen und dieses verdünnen. Deshalb ist ein sauberes Kraftstoffsystem ungeheuer wichtig“, erklärt der Experte. Wer darauf nicht achtet, riskiert handfeste Schäden am Motor.
Besonders anfällig sind Bauteile mit kleinsten Toleranzen, engen Querschnitten oder empfindlichen Oberflächen. Dazu zählen vor allem die Einspritzdüsen: Durch feinste Bohrungen erzeugen sie ein präzises Sprühbild, das durch kleinste Ablagerungen beeinträchtigt wird. Typische Auswirkungen sind verengte Düsenöffnungen und eine veränderte Zerstäubung des Kraftstoffs. Im ungünstigen Fall wird der Sprit nicht mehr fein verteilt, sondern in Tropfenform oder als Strahl eingespritzt. Erkennt man die Verschmutzung nicht rechtzeitig, droht ein Austausch der Injektoren. Auch Kraftstofffilter, Hochdruckpumpe, Ventile und der Brennraum können Schaden nehmen.
Was man dagegen tun kann? Der Verbrennungsmotor sollte regelmäßig „warmgefahren“ werden. Zudem können Additive die Kraftstoffqualität stabilisieren und die Bildung von Ablagerungen etwa im Einspritzsystem reduzieren sowie den Brennraum reinigen. Auch die Bildung klebriger lack- oder harzartiger Rückstände wird unterbunden. Tipp des Experten: Die Additive sollte man vor dem Tanken einfüllen, damit sie gut durchgemischt werden.
Redakteur: Sandro Vitale
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