Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen. Mit zunehmendem Alter nehmen bei vielen Menschen Beschwerden des Muskel- und Skelettsystems zu. Dabei sind etwa 85 Prozent aller Rückenschmerzen „unspezifisch“. Das bedeutet: Es liegt keine eindeutig feststellbare Erkrankung zugrunde. In vielen Fällen sind die Beschwerden jedoch vermeidbar.
Besonders häufig betroffen ist der untere Rücken. Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule, auch als HWS-Syndrom bezeichnet, werden jedoch auch zunehmend diagnostiziert. Im schlimmsten Fall führen Rückenschmerzen zu langfristigen Einschränkungen der Lebensqualität und zur Arbeitsunfähigkeit.
Lebensstil spielt eine große Rolle
Gerade Menschen, die viel sitzen und sich nicht ausreichend zum Ausgleich bewegen, sind anfällig für Rückenschmerzen. Auch psychische Belastungen können sich körperlich bemerkbar machen, zum Beispiel durch eine erhöhte Muskelspannung.
Die gute Nachricht: „In den meisten Fällen lassen sich Rückenschmerzen positiv beeinflussen und oft auch verhindern“, sagt Mike Edelenbos, leitender Physiotherapeut am Städtischen Klinikum Karlsruhe. Seine Tipps für einen gesunden Rücken sind:
- Mehr Bewegung im Alltag
Treppe statt Aufzug, eine Straßenbahnhaltestelle früher aussteigen und zu Fuß gehen, Fahrrad statt Auto – häufig lassen sich bereits kurze Bewegungseinheiten gut in den Alltag integrieren.
- Bewegen statt schonen
Bei unspezifischen Rückenschmerzen kann eine moderate Bewegung besser sein, als sich komplett zu schonen. Leichte Bewegungen wie beim Spazierengehen oder Schwimmen aktivieren die Muskeln.
- Positionswechsel
Zu langes Sitzen im Alltag belastet die Wirbelsäule: Bereits kurze Bewegungspausen, durch Aufstehen, Strecken oder ein paar Schritte können helfen. Wer viel am Schreibtisch sitzt, sollte außerdem auf das richtige Sitzen achten: Rücken möglichst aufrecht, Bildschirm auf Augenhöhe, Füße flach auf den Boden.
- Warnsignale ernstnehmen
Wer starke, anhaltende Schmerzen hat, die teilweise bis in Beine oder Arme ausstrahlen können, oder Taubheitsgefühle bemerkt, sollte sich ärztlichen Rat holen.
- Krafttraining
Gezieltes Krafttraining, um die Rückenmuskulatur zu stärken. Wichtig ist dabei, auf die richtige Ausführung der Übungen zu achten.
„Ein starker Rücken braucht vor allem eins: Bewegung. Wer regelmäßig aktiv ist, seine Muskulatur stärkt und auf ausreichend Ausgleich im Alltag achtet, kann das Risiko für Rückenschmerzen deutlich senken“, erklärt Edelenbos.
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