Die Veranstaltung stand im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums, das sowohl das Programm als auch verschiedene Aktionen in den Pausen prägte. Das Programm des Tages wurde simultan in mehrere Sprachen übersetzt. Die Kinder wurden in einem altersgerechten Programm betreut.

125 Jahre Adventisten in der Deutschschweiz

Der Tag begann mit einem besonderen Bibelgespräch: Pastor Fabian Looser Grönroos führte gemeinsam mit ehemaligen Kirchenpräsidenten die Teilnehmenden auf eine Zeitreise durch 125 Jahre Geschichte der Adventisten in der Deutschschweiz. Dabei beleuchteten sie frühe Gründerzeiten, rasches Wachstum und den Aufbruchsgeist der Anfangsjahre – ein Rückblick, der verdeutlichte, wie die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz geprägt und aufgebaut wurde.

Im anschließenden Gottesdienst sprach Reinhard Schwab, Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich, zum Thema „Vom Stamm zum Leben – Warum Recht haben nicht ausreicht“.

Er stellte das Bild eines Baumes ins Zentrum: Die Wurzeln stehen für die enge Verbindung zu Gott und die geistliche Grundlage des Glaubens. Der Stamm symbolisiert die biblischen Lehren, die Orientierung und Stabilität geben. Die Äste repräsentieren das aktive, sichtbare Glaubensleben: Innovation, Pioniergeist, missionarisches Wirken und die Entfaltung neuer Ideen, aus denen Früchte entstehen. Schwab betonte, dass alle drei Bereiche untrennbar miteinander verbunden sein müssen, damit der „Baum“ – und somit die Gemeinde – wächst und lebensfähig bleibt.

Jüngerschaft, Verantwortung und Zukunft

Am Nachmittag setzte Alexander Kampmann, Vizepräsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, drei Schwerpunkte:

  1. Jüngerschaft als Formungsprozess: Kampmann beschrieb Jüngerschaft als einen Weg, auf dem Menschen – wie Rohdiamanten – Zeit, Begleitung und gemeinsame Erfahrungen brauchen, um geistlich zu reifen und ihre Begabungen zu entdecken.
  2. Wachstum durch Verantwortung: Er betonte, dass echte Verantwortung entscheidend für persönliches und gemeinschaftliches Wachstum ist. Menschen sollten jeweils dort abgeholt und unterstützt werden, wo sie in ihrer Entwicklung stehen.
  3. Zukunftsfähige Kirche: Kampmann zeigte an Beispielen der aus der Geschichte der Adventisten, dass Kirche besonders dann wächst, wenn sie über den Erhalt bestehender Strukturen hinausgeht und aktiv neue Gemeinschaften aufbaut.

Abgerundet wurde der Nachmittag durch eine Ansprache von Stephan Sigg, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten der Deutschschweiz. Er betonte, dass ein Baum nicht aus eigener Kraft wächst – Gott ist der Gärtner und schenkt Boden, Licht und Zeit. Sigg rief dazu auf, sich neu für Jesus begeistern zu lassen und die Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu lebendig zu halten.

Heimat als gemeinsame Hoffnung

Den Ausklang der Konferenz gestaltete die angolanische adventistische Gemeinde Zürich IV mit einem Konzert zum Thema Heimat. In Liedern und Anspielen beschrieb der Chor, der sich aus Menschen verschiedener Generationen zusammensetzte, was Heimat für sie persönlich bedeutet, und erinnerte daran, dass Christinnen und Christen letztlich eine gemeinsame himmlische Heimat verbindet. Das Highlight war ein vorgetragenes Jodelstück, das extra für das Konzert mit einer professionellen Jodlerin eingeübt wurde. Das Konzert bildete einen lebendigen und hoffnungsvollen Abschluss des Jubiläumsfestes.

Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: www.adventisten.ch

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