Engagement greifbar machen
„Es ist eine voll gute Sache“, erzählt er, und man spürt, wie beeindruckt er von dem ist, was die Freiwilligen beim Unionhilfswerk leisten. „Wer sich nicht selbst engagiert, kann oft mit dem Begriff wenig anfangen. Es ist zu abstrakt.“
Deshalb will der Geschichtsstudent zeigen, was Menschen für Menschen tun. Er besucht Veranstaltungen, geht in Pflegewohnheime oder in eine Sozialküche und berichtet nah dran an den Menschen.
Fünf bis 15 Stunden pro Woche investiert der junge Mann dafür. Für ihn ist das aber keine Einbahnstraße: Er lernt viele interessante Menschen kennen, knüpft ein Netzwerk und sammelt praktische Erfahrungen, wie er erzählt.
Mehr als nur Likes
Gleich nach dem Abitur begann er mit dem Studium. Doch nur Theorie zu pauken, war ihm zu wenig. Über eine Anzeige kam er zum Unionhilfswerk und fühlt sich hier richtig wohl.
Einmal in der Woche trifft er sich mit Yvonne Weisner, die beim Unionhilfswerk angestellt ist. Gemeinsam besprechen sie die nächsten Postings und entwickeln Ideen für die Umsetzung der Themen. Ihr Ziel ist es, über Social Media mehr junge Menschen zu erreichen – nicht didaktisch, sondern durch authentische Einblicke.
Die Zugriffszahlen steigen, darüber freut sich der 22-Jährige. Manchmal wundert er sich allerdings, warum ein Thema viele Interaktionen auslöst und ein anderes nicht. Die Algorithmen der Social-Media-Kanäle bleiben oft rätselhaft.
Was ihn antreibt
Neben Geschichte hat Alexander Scileppi auch Philosophie studiert. Derzeit macht er seinen Masterabschluss. Anschließend wird er neun Monate als Freiwilliger in Mexiko arbeiten. Danach möchte der Deutsch- Amerikaner in den USA Jura studieren, am liebsten in New York, wo seine Familie lebt.
Menschenrechte und das Engagement für andere sind ihm sehr wichtig. Das zeigt sich auch in seiner Arbeit beim Unionhilfswerk.
„Diese Arbeit hat einen Wert für die Gesellschaft ebenso wie für die Freiwilligen selbst“, betont er und genau das möchte er mit seinen Beiträgen sichtbar machen.
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