Neubau eines Schulgebäudes an der Cornelia-Funke-Schule in Brauerschwend
Mit Verabschiedung des Haushalts 2026 stellte der Kreistag bereits die Mittel für die Planung eines neuen Schulgebäudes am Grundschulstandort in Brauerschwend sowie den hierfür notwendigen Ankauf eines Grundstücks bereit, um so die beiden aktuellen Schulstandorte Brauerschwend und Storndorf zusammenzuführen. Der Grundstücksankauf erfolgt Anfang Juli. Das vorgesehene und bereits in der mittelfristigen Finanzplanung des Haushaltsplans 2026 festgeschrieben Budget für dieses Bauprojekt liegt bei 4,14 Millionen Euro. Zur anteiligen Finanzierung sollen aus dem 1. Kontingent des Sondervermögens 2,94 Millionen verwendet werden.
Dritter Bauabschnitt Oberwaldschule Grebenhain
Für den dritten Bauabschnitt der grundhaften Sanierung der Oberwaldschule in Grebenhain wurden im aktuellen Haushaltsplan samt der darin enthaltenen mittelfristigen Finanzplanung insgesamt 9,05 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 6,75 Millionen kommen aus dem Sondervermögen und fließen in die anteilige Finanzierung.
Erweiterung Dieffenbachschule Schlitz
Die Dieffenbachschule Schlitz ist mit aktuell rund 420 Schülerinnen und Schülern die zweitgrößte Grundschule des Landkreises. Derzeit sind 20 Klassen eingerichtet. Das Ganztagsbetreuungsangebot wird im laufenden Schuljahr von rund 220 Schülerinnen und Schülern angenommen, in Stoßzeiten sind bereits jetzt zeitweise über 150 Kinder gleichzeitig in der Betreuung.
Die räumlichen Kapazitäten reichen trotz multifunktionaler Nutzung nicht aus, um den Unterrichts- und Betreuungsbedarf sachgerecht zu erfüllen. Daher mussten bereits 2024 zwei modulare Klassenräume auf dem Schulhof aufgestellt werden, in den Osterferien 2026 wurde diese um zwei Betreuungsräume aufgestockt.
Für den aktuell vorausplanbaren Zeitraum bis zum Schuljahr 2031/2032 ist jeweils von einer Gesamtschülerzahl von rund 400 und einer Klassenanzahl von 18 bis 20 auszugehen. Zudem zeigt sich auch an der Dieffenbachschule, dass in den vierten Jahrgängen in der Regel weniger „Betreuungskinder“ die Schule verlassen, als in den neuen ersten Jahrgängen hinzukommen, da immer mehr Eltern das Ganztagsangebot (tageweise) in Anspruch nehmen. Somit ist nach aktuellem Stand auch in Schlitz tendenziell mit mehr Kindern im Ganztag zu rechnen.
Zur bedarfsgerechten Erweiterung der räumlichen Kapazitäten ist die Aufstockung des vorhandenen Hauptgebäudes geplant. Entstehen sollen ein sogenanntes Staffelgeschoss sowie ein neues Treppenhaus als notwendiger zweiter Flucht- und Rettungsweg. In diesem Geschoss sollen auf einer Brutto-Grundfläche von rund 850 Quadratmetern Klassen-, Gruppen- und Differenzierungsräume eingerichtet werden. Im Erdgeschoss sollen dann Klassen- zu Betreuungsräumen umfunktioniert werden.
Das Budget für die Erweiterung der Dieffenbachschule beträgt 2,5 Millionen Euro. Die Finanzierung der Maßnahme soll vollständig aus dem ersten Kontingent des Sondervermögens erfolgen.
Ersatzneubau Gebäude 3 Vogelsbergschule Lauterbach
Im Gebäude 3 der Lauterbacher Vogelsbergschule sind die Kfz-Werkstatt sowie die Bereiche Packmitteltechnologie (Landesfachklasse) und Elektronik untergebracht. Die Schülerzahlen sind in allen drei Bereichen sehr stabil. Um die Ausbildungsmöglichkeiten an der Vogelsbergschule dauerhaft zu sichern, ist ein Ersatzneubau des bereits 1958 errichteten Gebäudes erforderlich, da es in keinem guten baulichen Zustand ist. Eine grundhafte Sanierung ist weder wirtschaftlich noch technisch sinnvoll und würde zudem den Schulbetrieb erheblich einschränken. Zudem lässt die Geometrie des Gebäudes eine energetische Sanierung in Richtung Passivhausstandard nicht zu. Auch die Anordnung der Räume für einen modernen Unterricht wird heutigen Standards nicht mehr gerecht.
Aktuell werden mit der Schulleitung die Grundlagen für eine Planung ermittelt. Das Gesamtbudget der Maßnahme liegt bei 4 Millionen Euro. Die Finanzierung soll anteilig aus dem Sondervermögen erfolgen. Hierfür sollen aus dem ersten Kontingent 2,5 Millionen Euro verwendet werden.
Erster Bauabschnitt Ersatzneubau Gesamtschule Mücke
Die Gesamtschule Mücke wird im laufenden Schuljahr 2025/2026 von rund 560 Schülerinnen und Schülern besucht, die bis zur Jahrgangsstufe 10 in aktuell 27 Klassen beschult werden. Das Einzugsgebiet umfasst im Wesentlichen die Gemeinden Mücke und Feldatal sowie die Stadt Ulrichstein. Der südliche Trakt des Schulgebäudes sowie das separat stehende Förderstufengebäude wurden 1967 fertiggestellt, sind mithin fast 60 Jahre alt. Dieser südliche Trakt ist in einem allgemein schlechten Bauzustand. Eine energetische Sanierung in Richtung Passivhausstandard kommt nicht in Frage, zudem ließe sich dieser Gebäudeteil nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand barrierefrei erschließen. Der südliche Trakt wird daher als nicht sanierungswürdig angesehen.
Der nördliche Trakt, in dem auch die Heizungsanlage untergebracht ist, die das Hallenbad mitversorgt, wurde 1974 fertiggestellt und ist somit auch bereits mehr als 50 Jahre alt. Der bauliche Zustand ist als noch als befriedigend zu bezeichnen, sodass dieser Trakt als sanierungsfähig angesehen wird.
Die Vorüberlegungen gehen dahin, für die Gesamtschule Mücke einen Ersatzneubau am jetzigen Schulstandort in Nieder-Ohmen zu realisieren, den südlichen Gebäudetrakt aus dem Jahr 1967 abzubrechen und den nördlichen Gebäudetrakt so zu sanieren, dass dort perspektivisch die gleichfalls in Nieder-Ohmen befindliche Grundschule „Kunterbunt“ untergebracht werden kann, um so deren räumliche Situation zu verbessern.
Zunächst soll mit einem Budget von 13,8 Millionen Euro die Gesamtplanung sowie die Umsetzung eines hieraus resultierenden ersten Bauabschnitts, der einen möglichst großen Platzbedarf der Gesamtschule Mücke abdecken soll, realisiert werden. In die Planung wird die Schulleitung – wie bei solchen Maßnahmen üblich – eng eingebunden werden. Zur Finanzierung sind die vollständige zweite Tranche des Sondervermögens in Höhe von rund 10 Millionen Euro sowie originäre Kreismitteln in Höhe von zunächst weiteren 3,8 Millionen Euro eingeplant.
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