Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen gehörte zu den 32 herausragenden europäischen Museen, die für den European Museum of the Year Award (EMYA) 2026 nominiert waren. Der prestigeträchtige Preis wurde am 13.Juni 2026 im spanischen Bilbao verliehen und im dortigen Guggenheim Museum mit allen Teilnehmern gefeiert. Der Hauptpreis ging an das dänische Freilichtmuseum De Gamle By in Aarhus, Dänemark, der Preis der Europäischen Kommission an den Jugendableger des Victoria and Albert Museums in London.

Auch wenn das Pfahlbaumuseum am Bodensee den Hauptpreis nicht gewinnen konnte, so ist die Nominierung doch eine internationale Würdigung seiner bemerkenswerten Leistung bei der Steigerung der Vermittlungsqualität im Museum gegenüber der Öffentlichkeit im Rahmen seines Auftrags und seines Museumsneubaus -so der Bericht der Jury. Der dadurch erwirkte Modernisierungsschub, die architektonische Strahlkraft und seine Wirkung als Besucher-Hotspot in den Feldern Partizipation, Museum für Alle und Nachhaltigkeit des Gesamtkonzeptes konnte dadurch für Europa als besonders vorbildlich herausgestellt werden.

Die Präsentation des Bodenseemuseums durch die Museumsleitung (Prof. Dr. Gunter Schöbel) fand im Panel „Unearthing the past for the present“ (die Vergangenheit für die Zukunft sichtbar machen) am Freitag den 12. Juni im Kongresszentrum Bilbao statt (Abb.1). Dort wurden auch die Urkunden von den Jurorinnen und Juroren aus 7 europäischen Ländern übergeben (Abb.2). Dabei spielte die archäologische Darstellung der originalen Pfahlbauten am See als schützenswertes UNESCO Weltkulturerbe unter Wasser an das große Publikum eine zentrale Rolle.

Weitere Preise und Anerkennungen (insgesamt bislang 11) erhielt die 1922 in Unteruhldingen gegründete und bis heute vom privaten Pfahlbauverein getragene Vermittlungsstätte in den vergangenen Monaten seit der Eröffnung des Neubaus im Juni 2024 in den vier Bereichen Architektur, Touristik, Museologie und Inklusion von Menschen mit Handikap. Weitere stehen bis Ende des Jahres in Aussicht.

Durch diese Zertifizierungen von außen werden die Bemühungen um eine Qualitätssteigerung in der Vermittlung von regionaler Geschichte sichtbar gemacht. Das ist zeichenhaft für die Museumsarchäologie und den Tourismus auf nationaler und internationaler Ebene. Dies kommt in erster Linie den 250 bis 300 000 Bodenseebesucherinnen und -besuchern, die jährlich den Ort kennen lernen und dort von der ältesten Geschichte erfahren zu Gute. Nicht zuletzt aber profitieren von den Modernisierungen und Neuerungen die rund 50 Beschäftigten des Hauses, die dadurch allgemein anerkannt – einen der schönsten Arbeitsplätze am See und ihre Aufgabe der Vermittlung gewürdigt sehen– so die Museumsverantwortlichen.

Uhldingen, den 30.Juni 2026

Prof. Dr. Gunter Schöbel

Abb.1. Vorstellung des Pfahlbaumuseums durch Prof. Dr. Gunter Schöbel, den Museumsleiter, im Kongresszentrum Bilbao.

Abb.2 Überreichung der Nominierung und Zertifizierung der Pfahlbauten dort an den Museumsleiter aus Unteruhldingen.

Bildrechte: Pfahlbaumuseum/EMYA 2026 abdruckfrei

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Weitere Informationem zum EMYA 2026: https://emya2026bilbao.eus/en/

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