Während im ersten Projekt FAVO bereits ein gemeinsamer Studiengang entwickelt und die deutsch französische Zusammenarbeit strukturell verankert wurde, stand in der zweiten Förderperiode mit MoVE die Weiterentwicklung des Studienangebots um eine berufsintegrierende Variante im Mittelpunkt. Das Projekt wurde im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 1,7 Millionen Euro kofinanziert und gemeinsam mit der Université de Haute-Alsace umgesetzt.
Zur feierlichen Würdigung kamen Gäste aus Politik, Verwaltung, europäischer Zusammenarbeit, Hochschulen und Weinwirtschaft zusammen. Mit Beiträgen vertreten waren unter anderem Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius, Delia Bonsignore von der Europäischen Kommission, Marc Weigel, Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße, sowie Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbands. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz, des Weincampus Neustadt, die deutschen und französischen Studiengangsleitungen sowie aktuelle und ehemalige Studierende wirkten an der Veranstaltung mit.
„Der Masterstudiengang Weinbau & Oenologie ist gelebte deutsch-französische Partnerschaft und zugleich ein exzellentes Beispiel für innovative Kooperation innerhalb der europäischen Weinwirtschaft. Basierend auf der Einheit von Forschung, Lehre, Beratungs- und Versuchswesen wird hier erfolgreich Wissen aus der Praxis für die Praxis generiert. Die Masterstudierenden und Nachwuchskräfte werden grenzüberschreitend auf den neuesten Stand der Technik gebracht, um die Weinbranche für heutige und künftige Herausforderungen zu wappnen“, sagte Dr. Kristina Brixius, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, was durch die Zusammenarbeit konkret entstanden ist: ein Studienmodell, das akademische Ausbildung auf hohem Niveau mit praktischer Erfahrung in Unternehmen der Weinbranche in Deutschland und Frankreich verbindet. Die Zusammenarbeit zwischen dem Weincampus Neustadt und der Université de Haute-Alsace in Colmar bildet dabei das Herzstück des Studiengangs. Gemeinsam mit dem DLR Rheinpfalz als Projektträger sowie den beteiligten Hochschulen Ludwigshafen, Kaiserslautern und Bingen wurde ein Angebot geschaffen, das fachliche Vertiefung, internationale Perspektiven und interkulturelle Kompetenz miteinander verbindet. Für die Studierenden bedeutet dies, in zwei wichtigen Weinbauregionen Europas zu lernen, zu forschen und unterschiedliche Unternehmensstrukturen und Weinbaukulturen kennenzulernen. Durch seine englischsprachige Ausrichtung ist der Studiengang zudem für internationale Studierende zugänglich und kann dazu beitragen, qualifizierte Nachwuchskräfte für die Weinwirtschaft in der Region zu gewinnen.
„Ein Studiengang wie dieser entsteht nicht auf dem Papier, sondern durch Menschen, die bereit sind, über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten und gemeinsame Lösungen zu finden. Genau das haben wir in den vergangenen sechs Jahren erlebt. Die Interreg-Förderung hat uns den Raum gegeben, aus dieser Zusammenarbeit einen Masterstudiengang zu entwickeln, der den europäischen Gedanken in Studium, Forschung und Beruf erlebbar macht“, betonte Studiengangsleiterin Prof. Dr. Lena Keller vom Weincampus Neustadt.
In den vergangenen drei Jahren wurden nicht nur Studienstrukturen aufgebaut, sondern auch Lehrveranstaltungen gemeinsam entwickelt, Inhalte harmonisiert und neue Formate für den grenzüberschreitenden Wissenstransfer geschaffen. Damit hat MoVE nicht nur einen gefragten Studiengang hervorgebracht, sondern auch institutionelle Brücken zwischen Hochschulen, Regionen und Weinwirtschaft weiter gestärkt. Die feierliche Veranstaltung markierte somit keinen Abschluss, sondern einen wichtigen Meilenstein für die deutsch-französische Zusammenarbeit.
Weitere Informationen zum Studiengang via: https://www.weincampus-neustadt.de/studiengaenge/master-of-science-in-viticulture-and-enology
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