- Novum: Bei der Rallye Weiz in Österreich bestreiten Opel Mokka GSE Rally erstmals alle Wertungsprüfungen und werden im Gesamtklassement gelistet
- „Remote Charging“: Innovative neue Ladeinfrastruktur erlaubt mobiles Laden zwischen den Wertungsprüfungen
- Dreikampf an der Spitze: Tom Dufour und Timo Schulz jagen Leader Ioan Lloyd
Mit einem Novum startet der ADAC Opel GSE Rally Cup am Wochenende bei der Rallye Weiz in seine dritte Saisonstation. Erstmals werden die bis zu 207 kW (281 PS) starken Opel Mokka GSE Rally in der Steiermark alle Wertungsprüfungen einer Rallye unter die Räder nehmen – und damit auch im Gesamtklassement der Rallye erscheinen. Möglich macht das die neue mobile Ladeinfrastruktur, die seit Saisonbeginn im weltweit ersten elektrischen Rallye-Markenpokal zum Einsatz kommt. Das Zauberwort heißt „Remote Charging“, also das Laden zwischen zwei Wertungsprüfungen außerhalb des Serviceparks. Hierfür werden die Ladepunkte nicht mehr stationär im Servicepark aufgestellt, sondern auf Sattelzügen dorthin gebracht, wo sie gebraucht werden.
Die Ladestationen verfügen über einen internen Speicher von 160 Kilowattstunden und liefern bis zu 250 kW Ladeleistung, die auf zwei Anschlüsse mit je 125 kW aufgeteilt werden. Acht Ladewürfel pro Truck speisen bis zu 16 Rallyeautos gleichzeitig. Zusätzlich sind die Ladesäulen mit einem 150 kWh fassenden Pufferspeicher verbunden. So können sie unabhängig von externen Stromquellen operieren, wobei sie über weitere Reserven verfügen: Die ebenfalls batterie-elektrisch betriebenen Ladetrucks können, falls erforderlich, aus ihren 450-kWh-Batterien über einen eigenen Wechselrichter zusätzlich Strom in die Pufferbatterie leiten. Das Nachladen der Stationen und des Pufferspeichers erfolgt über einen Niederspannungsanschluss, der bei der Rallye Weiz einen hundertprozentigen Mix aus regenerativen Quellen liefert. So operieren nicht nur die Rallye-, sondern auch die Zugfahrzeuge lokal emissionsfrei.
„Die Rallye Weiz markiert einen echten Meilenstein für den ADAC Opel GSE Rally Cup. Dass unsere Opel Mokka GSE Rally hier erstmals alle Wertungsprüfungen absolvieren und ganz regulär im Gesamtklassement auftauchen, macht mich unglaublich stolz. Es beweist, dass wir mit unserem Konzept goldrichtig liegen. Dank unseres neuen, mobilen ‚Remote Charging‘-Systems zeigen wir der Motorsportwelt, dass elektrischer Rallyesport absolut langstreckentauglich und flexibel ist. Wir warten nicht mehr darauf, dass die Infrastruktur zu uns kommt – wir bringen sie einfach selbst dorthin, wo die Action stattfindet“, sagt Opel Motorsport-Chef Jörg Schrott.
Starkes Teilnehmerfeld sorgt für jede Menge Spannung
Nicht nur in punkto Innovations- und Pioniergeist hat der ADAC Opel GSE Rally Cup die Nase weltweit vorne, auch das sportliche Niveau im Elektro-Cup lässt keine Wünsche offen. Fahrer aus neun Nationen, die meisten von ihnen jünger als 26 Jahre, stehen beim dritten Kräftemessen der Saison am Start. Und die beiden ersten Wertungsläufe der Saison bei der ELE Rally in den Niederlanden und der Rallye Vosges Grand-Est in den französischen Vogesen haben bewiesen: Gefightet wird um jede Zehntelsekunde. Nicht weniger als sechs Fahrer ließen sich im bisherigen Saisonverlauf eine Prüfungs-Bestzeit notieren, die Abstände im Spitzenfeld sind extrem gering.
Mit dem dritten Platz im ersten Lauf der Saison und dem Sieg im vergangenen Rennen hat der Waliser Ioan Lloyd gemeinsam mit seinem Beifahrer Sion Williams die Tabellenspitze im ADAC Opel GSE Rally Cup übernommen. Den Briten dicht auf den Fersen sind die jungen Franzosen Tom Dufour und Alex Dubois, die bei den bisherigen beiden Rallyes ebenfalls für Top-Zeiten gut waren. Auf Rang 3 folgt der deutsche Routinier Timo Schulz, der an der Seite seiner Copilotin Maresa Lade den Auftakt in den Niederlanden für sich entschieden hatte.
Und dann ist da noch Luca Pröglhöf: Der Cup-Champion der Saison 2024 absolviert bei seiner Heimrally ein elektrisches Comeback. Wie immer gilt für den Sittendorfer und Beifahrerin Christina Ettel: Nur mitfahren liegt den beiden ganz und gar nicht! Für reichlich Spannung an der Spitze ist also gesorgt.
Auf dem Programm der Rallye Weiz stehen elf Wertungsprüfungen über 140,5 Kilometer. Der Start erfolgt am Freitag (17.7.) ab 15:55 Uhr. Nach drei Prüfungen übernachten die Opel Mokka GSE Rally ab 20:35 Uhr im Parc fermé. Am Samstag geht die wilde Jagd ab 8 Uhr weiter, ab 18 Uhr rollen die Rallye-Fahrzeuge über die Zielrampe in Weiz. Rallye-Fans können das elektrisierende Treiben in der Steiermark per Live Timing unter www.adac.de/motorsport verfolgen.
Stand ADAC Opel GSE Rally Cup (nach 2 von 7 Wertungsläufen)
1. Ioan Lloyd (GB) 60 Punkte.
2. Tom Dufour (F) 58.
3. Timo Schulz (D) 35.
4. Fabian Kamermans (NL) 35.
5. Dante Johansson (S) 31.
6. Claire Schönborn (D) 29.
7. Alex Español (E) 28.
8. Thyrsa Eertmans (B) 20.
9. Lukas Wilhelm (A) 16.
10. Lars Stütz (D) 14.
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