Eine Erasmus+-Gruppe aus Finnland hat den UNESCO Global Geopark Ries besucht. Im Mittelpunkt des mehrtägigen Aufenthalts stand die Erkundung des einzigartigen Natur- und Kulturerbes des Rieskraters und des Steinheimer Beckens. Auf dem Programm standen geologische Exkursionen, Fachgespräche, kulturelle Besichtigungen sowie Begegnungen mit regionalen Akteuren. Begleitet wurde die Gruppe von Dr. Teemu Öhman, Geologe des finnischen Impact Crater Lake Lappajärvi UNESCO Global Geopark.

Zum Auftakt wurden die Gäste von Nördlingens Oberbürgermeister und Vorstandsvertreter des Geopark Ries e. V., David Wittner, im Rathaus empfangen. Anschließend erhielten sie im RiesKraterMuseum Nördlingen spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Rieskraters. Der Geopark Ries organisierte Teile des Programms und begleitete die finnischen Gäste während ihres Aufenthalts. Dabei wurden zahlreiche Kommunen und Geopark-Partner eingebunden, um die ganze Vielfalt der Region erlebbar zu machen.

Kooperation und Wissenstransfer

„Mit dem Impact Crater Lake Lappajärvi Geopark, aus dem die Gruppe kam, besteht bereits eine Absichtserklärung zur Kooperation mit dem UNESCO Global Geopark Ries. Es wird beabsichtigt, diese heuer noch zu unterzeichnen.“, so der erste Vorsitzende des Geopark Ries e. V., Landrat Michael Dinkelmeier. Bei einem Kooperationsgespräch während des Besuchs tauschten sich Vertreter des Geoparks Ries und des finnischen UNESCO Global Geoparks über gemeinsame Herausforderungen und Chancen in den Bereichen Bildung, Geotourismus und internationale Vernetzung aus.

Ein besonderer Höhepunkt war der öffentliche Vortrag von Dr. Teemu Öhman im Nördlinger Rathausgewölbe. Unter dem Titel „Die UNESCO Global Geoparks Lappajärvi und Ries und ihre Einschlagskrater – gleich oder völlig unterschiedlich?“ stellte er Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Meteoritenkrater vor und zeigte auf, wie beide Regionen ihr geologisches Erbe für Bildung und nachhaltige Entwicklung nutzen.

Drei Geopark-Regionen im Dialog

Neben Nördlingen erkundete die Gruppe weitere bedeutende Geotope und Sehenswürdigkeiten der Region. Bei Führungen im Geopark Ries Erlebnis-Geotop Lindle und am Ipf erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die besondere Geologie und Kulturgeschichte des Rieses. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Steinheimer Beckens mit einem Treffen von Vertreterinnen des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb. Die Begegnung bot Gelegenheit zum fachlichen Austausch zwischen den drei Geopark-Regionen. Auch die Städte Donauwörth und Dinkelsbühl standen auf dem Programm.

Heike Burkhardt, Geschäftsführerin Geopark Ries e. V., betonte die Bedeutung solcher Begegnungen: „Der Austausch mit internationalen Partnern eröffnet neue Perspektiven und stärkt das europäische Netzwerk der UNESCO Global Geoparks. Gleichzeitig können wir unseren Gästen zeigen, wie eng Natur, Kultur, Geschichte und regionale Identität im Ries miteinander verbunden sind.“

Meteoritenkrater verbinden Finnland und das Ries

Die Kooperation des UNESCO Global Geoparks Ries mit dem finnischen UNESCO Global Geopark war ausschlaggebend für die Wahl des Rieskraters als Reiseziel Erasmus+-Gruppe zum grenzüberschreitenden Wissens- und Erfahrungsaustausch. So konnten die finnischen Gäste die Besonderheiten des Rieses kennenlernen – von der einzigartigen Meteoritenlandschaft, über historische Städte, bis hin zu den Angeboten der „Geopark Ries kulinarisch“-Partner und regionaler Betriebe.

Mit dem Besuch wurde die internationale Zusammenarbeit zwischen dem UNESCO Global Geopark Ries und dem finnischen Impact Crater Lake Lappajärvi UNESCO Global Geopark weiter vertieft. Beide Regionen verbindet ihre Entstehung durch Meteoriteneinschläge – und das gemeinsame Ziel, dieses außergewöhnliche geologische Erbe für kommende Generationen zu bewahren und erlebbar zu machen.

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